Posts mit dem Label Kurzrezension werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Kurzrezension werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 7. Januar 2019

[Kurzrezension] Play to live - Der Cyber-Clan von Dmitry Rus

Titel: Der Cyber-Clan
Reihe: Play to live
Band: 2
Autor: Dmitry Rus
Genre: Science Fiction, LitRPG
Erscheinungsdatum: 10.09.2018
Seiten: 432
Verlag: Heyne
Format: Paperback
ISBN-13: 978-3-453-31908-0
Originalpreis: 13,99€

Kurzbeschreibung:
Die nahe Zukunft: In Russland entschließen sich immer mehr Menschen, der Wirklichkeit den Rücken zu kehren. Sie klinken sich in Virtual-Reality-Games ein, in denen sie von nun an ein digitales ewiges Leben haben. Max ist so ein Perma-Player, und zunächst ist es das Paradies. Doch schon bald dämmert den Playern, dass die Regierungen der alten Wirklichkeit ihre Augen auf die Ressourcen und Möglichkeiten der Game-Welten geworfen haben und dafür über Leichen gehen. Max und seine Mitstreiter müssen als Clan zusammenhalten – oder sterben ...

Meinung:
Mit dem zweiten Band der LitRPG-Reihe aus Russland taucht der Leser noch tiefer in die Welt des Spiels AlterWorld ein. Während es im ersten Teil noch mehr darum ging, mit Max die Spielmechaniken kennenzulernen und erst spät richtige Handlungswendungen aufkamen, geht es im zweiten Teil schnell zur Sache. Das zieht sich durchs ganze Buch und treibt die Spannung in die Höhe. Obwohl einem Max‘ Glück an manchen Stellen doch etwas übertrieben vorkommt, fesselt die Geschichte wieder schnell. Auch viele neue Charaktere treten auf, die man schnell zu mögen lernt. Es sind tatsächlich auch ein paar weibliche Charaktere dabei, die diese von Männern dominierte Welt ein wenig aufmischen. Trotzdem bleibt die Darstellung immer noch sehr sexistisch. Dafür steht die Sache mit den Zigaretten, die mir im ersten Band schon nicht gefallen hat, wenigstens nicht mehr im Mittelpunkt. Ein großer Wermutstropfen war diesmal vor allem Max‘ Ausdrucksweise. Gefühlt auf jeder Seite spricht er von seinem „inneren Gierschlund“ als wäre es eine Person und verweist so oft darauf, dass man als Leser irgendwann mehr als genervt davon ist. Wenn man darüber hinwegsehen kann, bietet der Roman aber auch wieder jede Menge Höhepunkte. Das Ende war insgesamt auch sehr überraschend, auch wenn es nicht völlig unvorhersehbar war. Der neue Cliffhanger macht das Warten auf den dritten Band auf jeden Fall bittersüß.

Fazit:
„Play to live – Der Cyber-Clan“ reißt zwar nicht so sehr mit, wie der erste Band es vermochte, bietet dafür aber umso mehr Handlung. Der Schreibstil ist dabei sehr humorvoll und Max ein erfrischender Protagonist. Wer dieses Buch vor allem aus Unterhaltungszwecken liest und einmal in das Genre hineinschnuppern möchte, wird auch mit dem zweiten Band mit Sicherheit seine Freude haben.

Inhalt: 4/5
Charaktere: 4/5
Lesespaß: 4/5
Schreibstil: 4/5

Gesamt:

Freitag, 14. September 2018

[Kurzrezension] Eine Welt ohne Prinzen von Soman Chainani

Titel: Eine Welt ohne Prinzen
Reihe: The School for Good and Evil
Band: 2
Autor: Soman Chainani
Genre: Fantasy, Jugendbuch
Erscheinungsdatum: 09.01.2018
Seiten: 512
Verlag: Ravensburger
Format: Hardcover
ISBN-13: 978-3-473-58516-8
Originalpreis: 16,99€

Kurzbeschreibung:
Agatha und Sophie kehren an die Schule der Guten und Bösen zurück, doch dort ist nichts mehr, wie es war. Statt Gut gegen Böse heißt es nun: Mädchen gegen Jungen! Prinzessinnen aller Märchenkönigreiche haben ihre Prinzen vor die Tür gesetzt und regieren allein. Das wollen sich die Prinzen natürlich nicht bieten lassen - und greifen an! Was die Mädchen nicht ahnen: Die größte Gefahr lauert mitten unter ihnen ...

Meinung:
Mit dem zweiten Band der Reihe werden die Geschehnisse wieder vollkommen neu aufgerollt – und das Ende auch ein bisschen negiert. Als Agatha und Sophie an die Schule zurückkehren, ist alles anders als zuvor. Es gibt kein Gut gegen Böse mehr, sondern nur Mädchen gegen Jungs. Es stehen also Geschlechterrollen im Fokus. Und die sind plötzlich vollkommen verdreht. Damit inszeniert Chainani eine alte Thematik auf eigene Art. Ein bisschen erinnert der zweite Band dadurch an eine typische Internatsgeschichte, aber der Ansatz ist trotzdem interessant. Obwohl sich leider viel zum ersten Band wiederholt, liest sich auch der zweite Band sehr angenehm. Die Moral hinter der Geschichte wird stark betont, aber drängt sich dem Leser auch nicht auf. Die neuen Freundschaftskonstruktionen sind auch erfrischend, auch wenn die Streitereien in diesem Band manchmal etwas erzwungen und unnötig wirken. Agatha und Sophie haben sich halbwegs weiterentwickelt, kämpfen aber immer noch mit ihren alten Angewohnheiten – was absolut glaubwürdig ist. Wer wird schon von heute auf morgen zu einem völlig anderen Menschen? Obwohl es viele gleichartige Handlungsmuster gibt, die Chainanis Versuch, das Märchen und seine Klischees aufzubrechen, ein wenig widersprechen, ist auch der zweite Band wieder ein reines Lesevergnügen und mal etwas anderes.

Fazit:
„Eine Welt ohne Prinzen“ stellt alles, was der Leser im ersten Band erfahren hat, völlig auf den Kopf und spielt dabei wieder mit den altbekannten Märchenmustern, auch wenn Chainani eigene Regeln für sein Märchen aufstellt. Die Handlung ist zwar zum ersten Band hin ähnlich angelegt, aber dennoch spannend und lädt zum längeren Verweilen ein.

Inhalt: 4/5
Charaktere: 4/5
Lesespaß: 4/5
Schreibstil: 4/5

Gesamt:

Sonntag, 9. September 2018

[Kurzrezension] Empire of Storms - Schwur der Kriegerin von Jon Skovron

Titel: Schwur der Kriegerin
Reihe: Empire of Storms
Band: 3
Autor: Jon Skovron
Genre: Heroische Fantasy
Erscheinungsdatum: 13.08.2018
Seiten: 512
Verlag: Heyne
Format: Taschenbuch
ISBN-13: 978-3-453-31787-1
Originalpreis: 14,99€

Kurzbeschreibung:
Das Imperium der Stürme ist in Aufruhr, der Imperator ist schwach und die Biomanten – mächtige Zauberer, die Menschen mit einem Wimpernschlag töten – haben mehr und mehr an Einfluss gewonnen. Der ehemalige Straßendieb Red, inzwischen Spion der kaiserlichen Familie, soll dafür sorgen, dass die Biomanten gestürzt werden. Damit die Mission gelingt, braucht er die Hilfe seiner ersten großen Liebe, der Vinchen-Kriegerin Hope. Doch Hope hat ihr Schwert niedergelegt und geschworen, nie wieder eine Klinge zu führen. Und der Schwur eines Vinchen ist härter als Stahl und währt ewiger als ein Kaiserreich ...

Meinung:
Selten konnte eine Fantasy-Trilogie ihr Niveau durchgehend halten. Doch „Schwur der Kriegerin“ schließt sich seinen Vorgängern einwandfrei an. Zunächst plätschert die Geschichte zwar ein wenig vor sich hin, aber das ist auch sehr interessant, da man mehr über die Charaktere lernt und außerdem zurück in die Handlung findet. Wirklich gelungen führt Skovron seine Handlungsstränge wieder zusammen, ohne dass es sich an irgendeiner Stelle falsch oder erzwungen anfühlen würde. Selbst Charaktere aus dem ersten Band bekommen wieder einen Auftritt. Es gibt auch neue Charaktere, die der Leser schnell ins Herz schließt. Hope und Red, die beiden Hauptcharaktere, haben eindeutig eine Entwicklung durchgemacht und gerade auf Hope wird in diesem Band dabei noch einmal der Fokus gelegt, um sich endlich selbst zu finden. Die Handlung hat einen eindeutig politischen Einschlag, der bereits im zweiten Band durchgesickert ist. Das wirkt aber nicht trocken, sondern wird raffiniert verwoben. Die Sprache entführt wieder in eine ganz eigene Welt und ist so originell und stimmig wie eh und je. Das Finale bietet eine epische Schlacht und zeichnet sich vor allem auch durch seine Länge aus. Etwas schade war allerdings, dass die Konflikte sich meistens schnell lösen ließen, was dann doch einen bitteren Geschmack beim Leser zurücklässt. Trotzdem ist der dritte Band wieder überraschend atmosphärische und ein gelungener, runder Abschluss der Reihe. Nur die letzte Szene hätte nicht unbedingt sein müssen.

Fazit:
„Schwur der Kriegerin“ bringt alle Handlungsstränge in einem fulminanten Finale zusammen. Trotz kleiner Schwächen am Ende fesselt der Roman wieder durch seine einzigartigen Charaktere und seine vor allem auch durch die Sprache geprägte Atmosphäre. Damit kommt eine wunderbare Reihe zu einem guten Ende.

Inhalt: 4/5
Charaktere: 5/5
Lesespaß: 5/5
Schreibstil: 4/5

Gesamt:


Montag, 16. Juli 2018

[Kurzrezension] Der König von Narnia von C.S. Lewis

Titel: Der König von Narnia
Reihe: Die Chroniken von Narnia
Band: 2
Autor: C.S. Lewis
Genre: Kinderbuch, Fantasy
Erscheinungsdatum: 2005
Hörzeit: 3 Stunden, 46 Minuten
Verlag: Brendow Verlag
Format: Hörbuch
Fassung: Ungekürzt
ISBN-13: 978-3-87067-908-8
Originalpreis: 12,95€

Kurzbeschreibung:
Keiner will Lucy glauben, dass sie durch den Wandschrank im Haus des Professors in einen tief verschneiten Wald gelangt ist, wo sie ein ziegenbeiniger Faun zum Tee eingeladen hat. Aber als sich Peter, Suse und Edmund vor der Haushälterin zwischen den Pelzen und Mänteln des Schrankes verstecken, betreten auch sie das rätselhafte Land Narnia. In Narnia hat die Weiße Hexe die Macht ergriffen und verwandelt jeden, der ihr nicht gehorcht, in Stein. Die Kinder erleben ein phantastisches Abenteuer, als sie dem Löwen Aslan, dem rechtmäßigen Herrscher helfen, die Hexe zu besiegen und Narnia vom ewigen Winter zu befreien. 

Montag, 21. Mai 2018

[Kurzrezension] Sarantium - Die Verräter von Lara Morgan

Titel: Die Verräter
Reihe: Sarantium
Band: 2
Autor: Lara Morgan
Genre: Heroische Fantasy, All Age
Erscheinungsdatum: 19.02.2018
Seiten: 560
Verlag: Blanvalet
Format: Taschenbuch
ISBN-13: 978-3-7341-6134-6
Originalpreis: 9,99€

Kurzbeschreibung:
Der uralte Pakt zwischen Drachen und Menschen ist zerbrochen und eine epische Schlacht steht bevor ...
Azoth, der grausame Herr der Drachen, versammelt seine Armeen, um das Reich Sarantium zu unterwerfen. Einzig die junge Shaan könnte ihn noch aufhalten, auch wenn ihr verzweifelter Plan auf ihre Gefährten wie Verrat wirkt. Denn zunächst muss sie das Vertrauen des bösen Drachengotts erlangen. Nur ihr Zwillingsbruder Tallis steht weiterhin zu ihr. Und Shaan weiß, dass sie ihren Weg weitergehen muss, oder Azoth wird alles, was sie liebt, zerschmettern …

Montag, 19. März 2018

[Kurzrezension] Das Zeichen des Sturms von Susan Dennard

Titel: Das Zeichen des Sturms
Reihe: Magislande
Band: 2
Autor: Susan Dennard
Genre: High-Fantasy
Erscheinungsdatum: 22.01.2018
Seiten: 512
Verlag: Penhaligon
Format: Ebook
ISBN-13: 978-3-641-21841-6
Originalpreis: 11,99€

Kurzbeschreibung: 
Die Magislande stehen vor dem Krieg, während vier Menschen gegen ihre Bestimmung ankämpfen: Der ungestüme Kapitän Merik wird für tot erklärt, als sein Schiff zerstört wird. Doch Merik hat überlebt und wird sich mithilfe seiner Windmagie rächen. Gleichzeitig stellt der Blutmagis Aeduan die flüchtige Iseult, die ihm einen Pakt anbietet: Wenn es Aeduan gelingt, Iseults verschwundene Freundin Safi zu finden, erhält der Blutmagis das Vermögen zurück, das ihm gestohlen wurde. Doch Safi kämpft in einem Land voller Seeräuber um ihr Leben. Werden ihre Gefährten sie rechtzeitig finden – oder muss ihre Wahrmagie sie retten? 

Dienstag, 20. Februar 2018

[Kurzrezension] Stille der Nacht von Patricia Briggs

Titel: Stille der Nacht
Reihe: Mercy Thompson
Band: 10
Autor: Patricia Briggs
Genre: Urban Fantasy
Erscheinungsdatum: 09.01.2018
Seiten: 480
Verlag: Heyne
Format: Taschenbuch
ISBN-13: 978-3-453-31903-5
Originalpreis: 9,99€

Kurzbeschreibung: 
Mercy Thompson hat ihren Platz und ihre Stimme im Wolfsrudel der Tri-Cities gefunden. Doch eines nachts wird die Gestaltwandlerin von Vampiren entführt: Sie soll als Waffe gegen ihr Rudel und ihren Gefährten Adam eingesetzt werden. Mercy gelingt die Flucht. Und plötzlich findet sie sich allein, ohne Geld und ohne Kleidung mitten in Prag wieder. Sie muss neue Verbündete finden und alte Feinde abwehren, und vor allem muss Mercy Adam warnen. Denn im Herzen der uralten Stadt regt sich ein dunkler Geist. Mit dem Ziel, Krieg zwischen allen magischen Völkern zu stiften ... 

Meinung:
Man könnte meinen, dass Briggs beim zehnten Band der Reihe langsam der Stoff ausgeht, aber das ist weit von der Wahrheit entfernt. Diese Buchreihe kann man sehr gut mit Serien vergleichen, die den Zuschauer so sehr an die Charaktere binden, dass sie allein deswegen weitergucken. Mercy zeigt sich auch diesmal wieder von ihrer toughen Seite und man merkt deutlich, wie sie sich seit dem ersten Band bis zu diesem verändert hat. Wie immer nimmt sie ihr Schicksal in die eigenen Hände und wartet nicht einfach nur, bis Adam sie aus ihrer Misere rettet. Dennoch nimmt auch Adam wieder eine große Rolle im Buch ein und übernimmt damit den politischen Anteil der Geschichte, bei dem es vor allem um Verhandlungen geht. Die Vampir-Politik ist dabei leider etwas trocken, aber trotzdem charmant und spannend, zumal Adam durch Mercys Entführung nicht ganz so gelassen wie sonst agiert. Auf jeden Fall bietet die Geschichte wieder Möglichkeiten, mit seinen Lieblingscharakteren mit zu fiebern, auch wenn diesmal nicht viele von ihnen dabei sind, was aber umso mehr Platz für die anderen lässt.

Die Prämisse für den zehnten Band ist wieder spannend und sorgt für viel Zündfeuer. Mercy verschlägt es nach Europa und damit bekommt der Leser (endlich) mehr von der Welt zu sehen. Immerhin wurde schon von Anfang an von Marsilias ursprünglichem Meister gesprochen, der sein Dasein in Italien fristet. Und genau der kommt diesmal ins Spiel. Und es zeigt sich wieder, wie gut Briggs ihre Welt aufgebaut hat, denn sowohl die Schauplätze Mailand in Italien als auch Prag in Tschechien haben ihre eigene Historik, wenn es um übernatürliche Wesen geht und in die sind auch die amerikanischen Werwölfe und Vampire verwickelt. Gerade auf Prag hat sich die Autorin fokussiert und schafft dabei einen sehr coolen Aufhänger für die Handlung, der alten Sagen entspringt. Gleichzeitig lässt sie sich allerdings ein bisschen zu sehr dazu hinreißen, ausschweifend die Architektur der Stadt zu erwähnen. Da hat sie sich durch ihr eigenes Interesse ein wenig zu sehr verleiten lassen und obwohl es nicht schadet, das neue Setting ein wenig zu beschreiben, fällt es hier extrem auf, besonders wenn man Adams und Mercys Szenen miteinander vergleicht.

Nichtsdestotrotz ist der Plot wieder stark und auch wenn es diesmal weniger Action gibt, ist sie da. Etwas irritierend ist zunächst, dass die Kapitelanfänge mit Mercys Kommentaren versehen sind, inwiefern sich das jeweilige Kapitel in die chronologische Reihenfolge einordnen lässt, da diese sich diesmal deutlich überlagern. Trotzdem ist es kein negativer Aspekt. Auch gibt es neue Charaktere, die ins Herz geschlossen werden können. Und dann gibt es da noch einen Handlungsstrang, der zwar völlig legitim ist, aber für mich irrelevant wirkte bis er offenbart wurde – ganz am Ende – und nicht wirklich gut erläutert, auch wenn es durchaus eine gute Idee war. Insgesamt hatte ich aber wieder viel Spaß mit Mercy und Adam und Briggs zeigt mal wieder ein großes Talent dafür, Charaktere, Handlung und Welt so zu fusionieren, dass man nicht genug von der Reihe bekommt.

Fazit: 
„Stille der Nacht“ fokussiert sich diesmal wieder auf Politik, geht aber auch sehr auf Mercys und Adams Porträt als zwei getrennte Persönlichkeiten ein, was dem Roman durchaus einen gewissen Reiz verleiht und Mercys starken Charakter in den Vordergrund rückt. Und wer noch nicht überzeugt ist: Diesmal gibt es Schokoladen-Cookies.

Inhalt: 4/5
Charaktere: 5/5
Lesespaß: 4/5
Schreibstil: 4/5

Gesamt: 

Mittwoch, 24. Januar 2018

[Kurzrezension] Die Dämonenakademie - Wie alles begann von Taran Matharu

Titel: Wie alles begann
Reihe: Die Dämonenakademie
Band: 4 (Prequel)
Autor: Taran Matharu
Genre: Abenteuer-Fantasy
Erscheinungsdatum: 09.05.2017
Seiten: 112
Verlag: Heyne fliegt
Format: Ebook
ISBN-13: 978-3-641-20396-2
Originalpreis: 1,99€

Kurzbeschreibung:
Die Dämonenakademie - Wie alles begann erzählt die Geschichte von Arcturus, der später einmal der größte Dämonenmagier seiner Zeit werden soll. Schon als kleiner Junge hat Arcturus seine Familie verloren und schlägt sich eher schlecht als recht als Stalljunge durchs Leben. Doch dann bemerkt er eines Tages, dass er die seltene Gabe besitzt, Dämonen zu beschwören. Arcturus wird Schüler der geheimnisvollen Dämonenakademie – und das größte Abenteuer seines Lebens beginnt.

Meinung: 
Das Prequel gibt einen tieferen Einblick in Arcturus Jugend und zeigt seinen Werdegang zum Dämonenmagier. Der Klappentext ist dabei ein bisschen euphemistisch oder gar hyperbolisch formuliert. Man sollte auf den 112 Seiten keine ausschweifende Erzählung erwarten und genauso funktioniert die Geschichte auch. Eher knapp wird man in Arcturus‘ Umfeld und Hintergrund eingeführt. Der Fokus liegt eindeutig auf der Handlung und folgt einem roten Faden. Ein bisschen liest es sich wie bei einem Lauf auf eine Zielgerade zu. Besonders interessant war, dass viele bekannte Charaktere auftauchen, die Fletcher als Erwachsene kennt, z.B. Raubler, Lovett oder auch Fletchers Vater. Es ist vor allem eine Art Nostalgiegeschichte und das sollte man beim Lesen im Kopf behalten. Zwar gibt es durchaus einen Spannungsbogen mit interessanter Handlung, aber ähnliche Brisanz wie in den Hauptbänden darf man nicht erwarten. Dennoch ist der Hauptkonflikt fesselnd und das Ende wärmt einem das Herz.

Fazit: 
Wer „Die Dämonenakademie“-Reihe ohnehin verschlungen hat, kann hier beherzt zugreifen. Wenn auch kurzweilig, so ist diese Lektüre doch eine schöne Ergänzung zu den anderen drei Bänden und kann mit altbekannten Charakteren und einer soliden Geschichte überzeugen.

Inhalt: 4/5
Charaktere: 4/5
Lesespaß: 4/5
Schreibstil: 4/5

Gesamt:

Montag, 22. Januar 2018

[Kurzrezension] Die Dämonenakademie - Die Prophezeiung von Taran Matharu

Titel: Die Prophezeiung
Reihe: Die Dämonenakademie
Band: 3
Autor: Taran Matharu
Genre: Abenteuer-Fantasy
Erscheinungsdatum: 09.01.2018
Seiten: 544
Verlag: Heyne fliegt
Format: Klappenbroschur
ISBN-13: 978-3-453-26994-1
Originalpreis: 12,99€

Kurzbeschreibung: 
Es ist das größte und gefährlichste Abenteuer, das der junge Dämonenkrieger Fletcher bisher bestehen musste. Gemeinsam mit seinen Gefährten von der Akademie und seinem feuerspeienden Dämon Ignatius muss er sich seinem Erzfeind entgegenstellen: Khan, der mächtige weiße Ork, hat geschworen, ganz Hominum zu zerstören und all jene zu töten, die Fletcher liebt. Wenn es Fletcher nicht gelingt, Khan zu besiegen, ist die Welt der Menschen dem Untergang geweiht ... 

Meinung:
Diesmal fiel es mir etwas schwerer mich wieder in die Geschichte einzufinden. Wenn man den zweiten Band länger nicht gelesen hat, muss man sich erst wieder mit den Namen vertraut machen, da die Ereignisse ohne große Einleitung weiterlaufen. Aber das gibt sich schnell. Auch der dritte Band war wieder interessant und vor allem sympathisch. Das Lesen erzeugt hier ein wirklich angenehmes Wonnegefühl als würde man Heimkehren. Sehr schön war, dass so gut wie alle Charaktere in diesem Band eine Möglichkeit bekommen sich hervorzutun und nicht nur hinter Fletcher zurückstehen. Das grobe Ende der Reihe war von Anfang an recht klar, aber die Handlung bis dahin absolut nicht und so macht es Spaß zu lesen, wie Fletcher und seine Freunde sich wieder behaupten müssen – und das machen sie oft auf originelle und amüsante Art. Fletcher muss jetzt auch lernen Verantwortung zu übernehmen und sich um die Grafschaft Rale kümmern und das wird wirklich cool erzählt. Etwas arg an Pokemon erinnert hat mich die Tatsache, dass Dämonen sich offenbar auch entwickeln können, wobei das gleichzeitig auch interessant war. Die Endschlacht des Romans war durchaus sehr spannend, aber gleichzeitig etwas ernüchternd, auch wenn das gepasst hat. Der Epilog war etwas knapp, aber hat trotzdem für einen runden Abschluss gesorgt. Es war auf jeden Fall ein überraschend guter letzter Band der Reihe.

Fazit: 
„Die Prophezeiung“ sorgt mit viel Action, Humor und einer heimeligen Art wieder für viel Lesespaß und bietet gleichzeitig eine spannende Geschichte. Vor allem für jugendliche Fantasyfans ein wunderbares Leseerlebnis, auch er erwachsene Leser können darin versinken.

Inhalt: 4/5
Charaktere: 5/5
Lesespaß: 5/5
Schreibstil: 5/5

Gesamt:

Mittwoch, 10. Januar 2018

[Kurzrezension] Empire of Storms - Schatten des Todes von Jon Skovron

Titel: Schatten des Todes
Reihe: Empire of Storms
Band: 2
Autor: Jon Skovron
Genre: Heroische Fantasy
Erscheinungsdatum: 09.10.2017
Seiten: 608
Verlag: Heyne
Format: Taschenbuch
ISBN-13: 978-3-453-31786-4
Originalpreis: 14,99€

Kurzbeschreibung: 
Das Imperium der Stürme ist ein gewaltiges Reich, das von einem gottgleichen Kaiser regiert wird - und von den Biomanten, mächtigen Zauberern, die einen Menschen mit nur einem Wimpernschlag töten können. Der junge Straßendieb Red soll von ihnen zum Assassinen ausgebildet werden, im Gegenzug dafür schenkten die Magier seiner großen Liebe Hope die Freiheit. Noch während Red versucht, das Spiel der Intrigen und Ränke am Kaiserhof mitzuspielen, segelt Hope als Piratenkönigin Dire Bane die Küste entlang. Doch dann stößt sie auf eine gewaltige Verschwörung der Biomanten, die Red in tödliche Gefahr bringt. Eine Verschwörung, die sogar das Imperium der Stürme in den Untergang reißen könnte ... 

Meinung: 
Erneut in die Welt von Red und Hope einzutauchen war wieder ein herrliches Vergnügen. Dem Autor gelingt es mühelos zu überraschen. Ständige Plotwendungen sorgen dafür, dass die Geschichte kein bisschen offensichtlich verläuft. Wenn man einmal von einem viel zu auffälligen Foreshadowing absieht, das zwar durchaus seinen Reiz hat, aber dem Leser seine Spekulationen nimmt. Das ist aber nur ein kleines Manko. Gerade der Ton, der schon im ersten Band mitgeschwungen ist, ist auch hier wieder ungewöhnlich und brillant und das schließt noch nicht einmal das Jargon ein, das einem schnell wieder geläufig wird und eine ganz besondere Atmosphäre erzeugt. Der Unterton der Geschichte hat etwas Düsteres und gleichzeitig federleicht Gelassenes an sich, das zwar zunächst wie eine seltsame Mischung wirkt, aber tadellos funktioniert. Etwas schwierig war es, sich wieder in die Geschichte einzufinden, da die vielen Namen doch eine Herausforderung sind, aber man ist schnell wieder in der Handlung drin. Vor allem Hope macht hier eine große Entwicklung durch, aber auch Nessel stellt sich eine unerwartete Herausforderung. Reds Handlungsstrang wiederum war gleichzeitig wieder einmal der amüsanteste, aber durchaus auch sehr interessant. Langsam zeichnet sich eine Richtung ab, in die die Geschichte gehen möchte, um am Ende doch wieder ein Stück weit zerschlagen zu werden. Gerade die Sympathie der Charaktere und die unvorhergesehenen Ereignisse geben eine wunderbare Kombination und pures Lesevergnügen ab.

Fazit: 
„Schatten des Todes“ begeistert wieder mit ungewöhnlicher Handlung und einer in sich völlig konsistenten Atmosphäre. Alte, aber auch neue Charaktere sorgen zudem für eine Prise Humor, die der Roman gut verträgt.

Inhalt: 5/5
Charaktere: 5/5
Lesespaß: 5/5
Schreibstil: 4/5

Gesamt: 

Dienstag, 9. Januar 2018

[Kurzrezension] Der Verrat des Inquisitors von Frank Rehfeld

Titel: Der Verrat des Inquisitors
Reihe: Der Inquisitor
Band: 2
Autor: Frank Rehfeld
Genre: Heroische Fantasy
Erscheinungsdatum: 18.12.2017
Seiten: 512
Verlag: Blanvalet
Format: Ebook
ISBN-13: 978-3-641-16567-3
Originalpreis: 12,99€

Kurzbeschreibung: 
Er ist fest im Glauben, und zweifelt doch an der Kirche. 
Der junge Inquisitor Torin muss sich entscheiden, denn ein Glaubenskrieg steht der Kirche der Heiligen Familie bevor. Tradition gegen Offenheit, strenge Regeln gegen sanfte Führung, politische Macht gegen reinen Glauben. Doch beide Parteien sind sich einig, dass die alten Schrecken aus der Wüste bekämpft werden müssen. Und so erhält Torin den Auftrag, eine Expedition ins Zentrum ihrer Macht zu führen, um sie zurückzudrängen und vielleicht sogar für immer aufzuhalten. 

Meinung: 
Wie bereits im ersten Band startet die Geschichte sehr gemächlich und auch wenn bereits zu Anfang interessante Ereignisse zu tragen kommen, setzt die eigentliche Handlung erst spät ein. Das ist aber gar nicht weiter schlimm, da die Geschehnisse durchaus spannend sind und sich dadurch bereits abzeichnet, worauf das Buch ungefähr hinauswill. Im Grunde ist die Geschichte in drei Teile untergliedert und steigert sich dabei jedes Mal ein bisschen. Sehr positiv fand ich, dass die Charaktere hier ein Stück mehr Charakter bekommen. Während viele im ersten Band noch recht eindimensional charakterisiert wurden, bekommen sie nun mehr Ecken und Kanten und sind dadurch deutlich nachvollziehbarer – wenn auch nicht immer sympathischer, aber das ist kein Manko. Torin selbst hat in diesem Band vor allem eine große innere Entwicklung zu beschreiten. Endlich ist er ein echter Inquisitor und muss sich nun um Recht und Ordnung kümmern. Dabei stößt er öfter als ihm lieb ist an seine Grenzen. Auch seine Beziehungen zu anderen Charakteren werden wieder gut eingegliedert dargestellt. Gegen Ende hin wird es immer spannender und man ist als Leser hin und her gerissen, was denn nun richtig oder falsch ist. Das Ende selbst ist dann aber ein Knaller und absolut unvorhersehbar. Man hat gleichzeitig aber auch das Gefühl, der Autor macht es sich hier ein bisschen leicht. Trotzdem fand ich die Enthüllung sehr spannend und passend. Besonders gefallen hat mir auch die Verschlagenheit, die dem ganzen Text inne zu wohnen scheint. Etwas störend waren leider die zahlreichen Fehler, die das Korrektorat übersehen hat.

Fazit:
„Der Verrat des Inquisitors“ ist ein wirklich gelungener Abschluss der Reihe. Die Handlung spitzt sich immer weiter zu und treibt Torin als Protagonist in die Enge. Definitiv ein kleiner Geheimtipp für Fantasy-Fans.

Inhalt: 4/5
Charaktere: 4/5
Lesespaß: 4/5
Schreibstil: 4/5

Gesamt: