Diese Aktion wurde von Schlunzen-Bücher eingeführt. Am 15. eines Monats werden drei Themen genannt, zu denen man aus seinem eigenen SuB Bücher auswählen soll. Unter diesen soll dann abgestimmt werden, welches dann bis zum nächsten Monat gelesen werden soll.
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Freitag, 18. November 2016
[Aktion] SuB-Destroyer #005 - Fazit
Diese Aktion wurde von Schlunzen-Bücher eingeführt. Am 15. eines Monats werden drei Themen genannt, zu denen man aus seinem eigenen SuB Bücher auswählen soll. Unter diesen soll dann abgestimmt werden, welches dann bis zum nächsten Monat gelesen werden soll.
Sonntag, 6. November 2016
[Rezension] Die Hexen von Kiew von Lada Lusina
Titel: Die Hexen von Kiew
Autor: Lada Lusina
Genre: Fantasy
Erscheinungsdatum: 01.05.2008
Seiten: 528
Verlag: dtv
Format: Klappbroschur
ISBN-13: 978-3423246699
Originalpreis: 16,90€
Kurzbeschreibung:
Drei junge Frauen im heutigen Kiew werden, nicht ganz freiwillig, zu Hexen und geraten von einem haarsträubenden Abenteuer ins nächste. Es ist eben gar nicht so einfach, einen Zaubertrank nicht nur richtig zu brauen, sondern auch korrekt anzuwenden! Ist es Zufall, dass gerade jetzt Anhänger eines Satanistenkults in Kiew ihr Unwesen treiben? Eine uralte Macht soll beschworen werden, und die drei Hexen müssen feststellen, dass der verehrte Michail Bulgakow sich an entscheidender Stelle irrte...
Meinung:
Das Cover des Romans macht optisch wirklich was her. Besonders toll ist die Art wie die Schrift sich über das Buch zieht. Ganz vorne im Buch findet sich ein Stadtplan, der die Straßen von Kiew besser veranschaulichen soll. Hier gibt es auch für die relevanten Orte eine Legende. Für deutschsprachige Leser ist es allerdings etwas irritierend zwischen der deutschen Legende und den russischen Straßenbezeichnungen hin und her zu springen. Die angegebene Internetseite zum Buch existiert mittlerweile leider nicht mehr. Der Klappentext ist interessant und trifft den Inhalt sehr gut. Im Buch selbst finden sich bei den Kapitelanfängen immer interessante Zitate, die auch zeigen, dass die Autorin intensiv für ihren Roman recherchiert hat.
Die Handlung des Romans ist sehr außergewöhnlich. Es gibt hier mehrere Plotstränge, die sich treffen, obwohl man es anfangs nicht kommen gesehen hätte. Generell ist das Buch aber sehr langatmig und es dauert ein bisschen, bis man sich hier eingefunden hat. Das liegt unter anderem daran, dass das Buch literarisch sehr anspruchsvoll geschrieben ist. Es gibt hier ständig Anspielungen auf verschiedene Autoren und auch auf Kiews Geschichte und Geographie. Als jemand, der sich damit nicht auskennt, hat man es deutlich schwerer der Handlung zu folgen. Die drei neuen Hexen gepaart mit einer dunklen Bedrohung sind auf jeden Fall eine spannende Mischung und diese Spannung kommt auch immer wieder zu tragen, aber die meiste Zeit wirkt alles etwas wirr und man kommt nicht ganz mit. Erst am Ende ergibt dann alles langsam Sinn und auch nur, weil es genauer erklärt wird. Dennoch ist auch das Ende nicht ganz rund und wirkt etwas seltsam, fast schon als würde es die Geschehnisse des Buches auf die Schippe nehmen. Dennoch sind vor allem die Informationen über Kiew in diesem Buch lesenswert.
Dascha, Mascha und Katja sind so unterschiedlich wie Tag und Nacht. Während Dascha ein Partygör ist, das sich durchs Leben mogelt, ist Katja eine ehrgeizige Geschäftsfrau. Mascha wiederum studiert Geschichte und ist ein großer Fan von Michail Bulgakow. Und diese drei Frauen aufeinander prallen zu lassen, sorgt tatsächlich für ganz schön Trubel, abgesehen von dem, der ohnehin schon herrscht. Persönlich konnten mich alle drei Frauen nicht ganz überzeugen. Etwas an ihnen war nicht ganz rund und sie wirkten auch nicht sympathisch genug, um sie zu mögen. Nur in Mascha kann man sich einigermaßen einfühlen – zumindest mir ging es so.
Der Schreibstil ist zwar sehr originell und passt auch irgendwie zur Geschichte, aber wirkt an manchen Stellen etwas verwirrend, was vielleicht der Übersetzung geschuldet sein könnte. Der Stil an sich ist vor allem etwas hochgestochen, wenn nicht gerade Dascha redet. Vor allem die Zitate zu den Kapiteln finde ich sehr interessant, da sie inhaltlich immer perfekt abgestimmt sind.
Vor allem habe ich mich auf „Die Hexen von Kiew“ gefreut, weil ich in die Stadt eintauchen wollte. Das ist zwar gelungen, aber dafür war die Handlung so wirr, dass es wirklich schwer war ihr zu folgen. Vielleicht liegt es an der Übersetzung, vielleicht auch wirklich an der Geschichte, vielleicht ein bisschen an beidem, aber an manchen Stellen hat mir dies schon die Lust auf das Buch vergrätzt. Es gab sehr schöne Stellen und wie tiefgründig das Buch ist, fand ich auch echt toll, aber es wäre einfach besser gewesen, wenn das dann noch so wirr gewesen wäre. Vielleicht liegt es auch an den Charakteren und ihrer spontanen Art. An sich wäre ich nicht abgeneigt gewesen, einen Folgeband der Reihe zu lesen, was vor allem am Handlungsort liegt, aber leider wurde sie wohl nicht ins Deutsche übersetzt.
Fazit:
„Die Hexen von Kiew“ hat viel Potenzial und richtet sich an Leser, die tiefsinnigere Geschichten bevorzugen. Dies kann der Roman zwar mit Bravour bieten, ist aber bis zum Ende nicht ganz leicht zu verstehen.
Gesamt: 3/5
Inhalt: 3/5
Charaktere: 3/5
Lesespaß: 2/5
Schreibstil: 3/5
Autor: Lada Lusina
Genre: Fantasy
Erscheinungsdatum: 01.05.2008
Seiten: 528
Verlag: dtv
Format: Klappbroschur
ISBN-13: 978-3423246699
Originalpreis: 16,90€
Kurzbeschreibung:
Drei junge Frauen im heutigen Kiew werden, nicht ganz freiwillig, zu Hexen und geraten von einem haarsträubenden Abenteuer ins nächste. Es ist eben gar nicht so einfach, einen Zaubertrank nicht nur richtig zu brauen, sondern auch korrekt anzuwenden! Ist es Zufall, dass gerade jetzt Anhänger eines Satanistenkults in Kiew ihr Unwesen treiben? Eine uralte Macht soll beschworen werden, und die drei Hexen müssen feststellen, dass der verehrte Michail Bulgakow sich an entscheidender Stelle irrte...
Meinung:
Das Cover des Romans macht optisch wirklich was her. Besonders toll ist die Art wie die Schrift sich über das Buch zieht. Ganz vorne im Buch findet sich ein Stadtplan, der die Straßen von Kiew besser veranschaulichen soll. Hier gibt es auch für die relevanten Orte eine Legende. Für deutschsprachige Leser ist es allerdings etwas irritierend zwischen der deutschen Legende und den russischen Straßenbezeichnungen hin und her zu springen. Die angegebene Internetseite zum Buch existiert mittlerweile leider nicht mehr. Der Klappentext ist interessant und trifft den Inhalt sehr gut. Im Buch selbst finden sich bei den Kapitelanfängen immer interessante Zitate, die auch zeigen, dass die Autorin intensiv für ihren Roman recherchiert hat.
Die Handlung des Romans ist sehr außergewöhnlich. Es gibt hier mehrere Plotstränge, die sich treffen, obwohl man es anfangs nicht kommen gesehen hätte. Generell ist das Buch aber sehr langatmig und es dauert ein bisschen, bis man sich hier eingefunden hat. Das liegt unter anderem daran, dass das Buch literarisch sehr anspruchsvoll geschrieben ist. Es gibt hier ständig Anspielungen auf verschiedene Autoren und auch auf Kiews Geschichte und Geographie. Als jemand, der sich damit nicht auskennt, hat man es deutlich schwerer der Handlung zu folgen. Die drei neuen Hexen gepaart mit einer dunklen Bedrohung sind auf jeden Fall eine spannende Mischung und diese Spannung kommt auch immer wieder zu tragen, aber die meiste Zeit wirkt alles etwas wirr und man kommt nicht ganz mit. Erst am Ende ergibt dann alles langsam Sinn und auch nur, weil es genauer erklärt wird. Dennoch ist auch das Ende nicht ganz rund und wirkt etwas seltsam, fast schon als würde es die Geschehnisse des Buches auf die Schippe nehmen. Dennoch sind vor allem die Informationen über Kiew in diesem Buch lesenswert.
Dascha, Mascha und Katja sind so unterschiedlich wie Tag und Nacht. Während Dascha ein Partygör ist, das sich durchs Leben mogelt, ist Katja eine ehrgeizige Geschäftsfrau. Mascha wiederum studiert Geschichte und ist ein großer Fan von Michail Bulgakow. Und diese drei Frauen aufeinander prallen zu lassen, sorgt tatsächlich für ganz schön Trubel, abgesehen von dem, der ohnehin schon herrscht. Persönlich konnten mich alle drei Frauen nicht ganz überzeugen. Etwas an ihnen war nicht ganz rund und sie wirkten auch nicht sympathisch genug, um sie zu mögen. Nur in Mascha kann man sich einigermaßen einfühlen – zumindest mir ging es so.
Der Schreibstil ist zwar sehr originell und passt auch irgendwie zur Geschichte, aber wirkt an manchen Stellen etwas verwirrend, was vielleicht der Übersetzung geschuldet sein könnte. Der Stil an sich ist vor allem etwas hochgestochen, wenn nicht gerade Dascha redet. Vor allem die Zitate zu den Kapiteln finde ich sehr interessant, da sie inhaltlich immer perfekt abgestimmt sind.
Vor allem habe ich mich auf „Die Hexen von Kiew“ gefreut, weil ich in die Stadt eintauchen wollte. Das ist zwar gelungen, aber dafür war die Handlung so wirr, dass es wirklich schwer war ihr zu folgen. Vielleicht liegt es an der Übersetzung, vielleicht auch wirklich an der Geschichte, vielleicht ein bisschen an beidem, aber an manchen Stellen hat mir dies schon die Lust auf das Buch vergrätzt. Es gab sehr schöne Stellen und wie tiefgründig das Buch ist, fand ich auch echt toll, aber es wäre einfach besser gewesen, wenn das dann noch so wirr gewesen wäre. Vielleicht liegt es auch an den Charakteren und ihrer spontanen Art. An sich wäre ich nicht abgeneigt gewesen, einen Folgeband der Reihe zu lesen, was vor allem am Handlungsort liegt, aber leider wurde sie wohl nicht ins Deutsche übersetzt.
Fazit:
„Die Hexen von Kiew“ hat viel Potenzial und richtet sich an Leser, die tiefsinnigere Geschichten bevorzugen. Dies kann der Roman zwar mit Bravour bieten, ist aber bis zum Ende nicht ganz leicht zu verstehen.
Gesamt: 3/5
Inhalt: 3/5
Charaktere: 3/5
Lesespaß: 2/5
Schreibstil: 3/5
Sonntag, 16. Oktober 2016
[Aktion] SuB-Destroyer #005
Diese Aktion wurde von Schlunzen-Bücher eingeführt. Am 15. eines Monats werden drei Themen genannt, zu denen man aus seinem eigenen SuB Bücher auswählen soll. Unter diesen soll dann abgestimmt werden, welches dann bis zum nächsten Monat gelesen werden soll. Diesmal bin ich etwas spät dran, aber möchte trotzdem wieder mitmachen, vor allem da die Kategorien diesmal vielversprechende Bücher zutage gefördert haben. Die Abstimmphase geht bis nächsten Sonntag und danach habe ich dann wieder den üblichen Monat Zeit für das gewählte Buch, also bis zum 23. November.
Im letzten Monat sollte ich "Die Hexen von Kiew" von Lada Lusina lesen. Leider habe ich das Buch bis jetzt noch nicht angefangen, aber ich wollte es als nächstes lesen und hoffe, dass ich es nicht zu spät nach der Frist beende. Irgendwie wollte einfach nicht die Motivation aufkommen, nachdem ich innerhalb der letzten Wochen fast nur Bücher gelesen haben, die mir einfach nicht zugesagt haben. Aber auf der anderen Seite spornt mich gerade euer Interesse an dem Buch an, es doch noch zu lesen. Sobald ich das Buch dann gelesen und rezensiert habe, verlinke ich die Rezension hier.Die Kategorien im Oktober:
1. Ein Hardcover
2. Ein Cover mit einem Gesicht drauf
3. Ein Buch, das (dich) weniger als zwei Euro gekostet hat
Als Nadias verwitweter Vater ihr mitteilt, dass er wieder heiraten will, löst er eine gewaltige Familienkrise aus. Sein neuer Schatz ist eine üppige Blondine, aus der Ukraine wie er auch, mit einer Vorliebe für grüne Satinunterwäsche, Fertiggerichte und hochtechnisierte Kücheneinrichtungen. Nadia ist sofort klar, daß diese Frau vor nichts haltmachen wird, um ihre ehrgeizigen Träume zu verwirklichen …
Doch etwas Gutes hat die Angelegenheit: Nadia und ihre Schwester Vera sprechen seit Jahren das erste Mal wieder miteinander, verbunden durch das gemeinsame Ziel: ihr Vater muss aus den Klauen der Glücksritterin gerettet werden! Doch auch der alte Mann arbeitet zielstrebig an der Erfüllung seiner Träume. Unter anderem schreibt er an einer ›Geschichte des Traktors auf Ukrainisch‹, die nicht weniger als die Geschichte der industrialisierten Welt behandelt …
Ihr könnt bis zum 23.10. um 23:59 hier per Kommentar abstimmen, welches Buch ich lesen soll. Ich würde mich über eure Beteiligung freuen.
Sonntag, 18. September 2016
[Rezension] Morgentau von Jennifer Wolf
Titel: Morgentau
Reihe: Die Auserwählte der Jahreszeiten
Band: 1
Autor: Jennifer Wolf
Genre: Fantasy
Erscheinungsdatum: 07.2015
Seiten: 272
Verlag: Carlsen
Format: Taschenbuch
ISBN-13: 978-3-551-31496-3
Originalpreis: 4,99€
Kurzbeschreibung:
Die Erde liegt unter einer Schneedecke. Eis und Kälte herrschen überall, nur ein kleiner Fleck ist noch bewohnbar. Dort lebt auch Maya Morgentau. Von der Erdgöttin Gaia wurde sie dazu auserkoren, das Gleichgewicht der Natur aufrechtzuerhalten und einen ihrer Söhne für ein Jahrhundert an sich zu binden: den Frühling, den Sommer, den Herbst und den Winter. Doch hat sie sich für einen entschieden, zahlt sie einen hohen Preis dafür.
Meinung:
Optisch ist „Morgentau“ ein bezaubernder Hingucker, der den Inhalt des Romans schon anklingen lässt. Die Sonderausgabe fällt etwas kleiner als ein normales Taschenbuch aus und wirkt dadurch noch kompakter. Zu hoffen ist natürlich, dass auch die Folgebände der Reihe in dieser Ausgabe erscheinen, um ein stimmiges Bild im Bücherregal zu erschaffen. Der Satzspiegel wurde meiner Meinung nach etwas ungünstig gewählt, so dass man auf manchen Seiten einen Fließtext ohne Absatz vorgeknallt bekommt. Das Buch gibt es mittlerweile aber auch als normales Taschenbuch. Der Klappentext klingt vielversprechend, fokussiert sich meiner Meinung nach aber etwas zu sehr auf die Liebesgeschichte.
Wolf zeichnet in ihrem Buch eine interessante Welt, in der es die Götting Gaia gibt, deren Söhne die vier Jahreszeiten sind. Die Handlung orientiert sich im Grunde sehr an der Kurzbeschreibung. Maya wird zur Auserwählten und soll einen der Jahreszeiten als ihren Gefährten auswählen. Dass dies nicht ganz reibungslos abläuft, ist abzusehen. Dennoch gelingt es der Autorin bis zum Schluss die Spannung zu halten, so dass der Leser zwar bereits früh vorhersehen kann, in welche Richtung sich die Geschichte entwickelt, aber nie ganz sicher sein kann. Generell fand ich den Roman sehr authentisch und die Liebesgeschichte absolut glaubhaft. Erst später gab es ein paar Punkte, die ich in dem Bezug etwas übertrieben formuliert fand, aber im Großen und Ganzen ist es eine abgerundete Lovestory, die überzeugen kann. Im Verlauf der Geschichte kommt es auch noch zu dem ein oder anderen „Abenteuer“, das Maya bestreiten muss, wodurch das Buch mehr Tiefe bekommt und kein bloßer Liebesroman bleibt. Dennoch bleiben mir als Leserin am Ende ein paar Fragen offen, die hoffentlich in den Folgebänden beantwortet werden. Die Geschichte konnte mich jedenfalls berühren und das Ende fand ich sehr gut umgesetzt, auch wenn die letzten fünfzig Seiten an manchen Stellen etwas kitschig sind.
Maya ist eine sehr umgängliche Protagonistin. Oft habe ich Probleme mit weiblichen Charakteren, da sie vermehrt zum Jammern neigen, aber Maya ist ganz anders. Ihr Verhalten wirkte eigentlich nie unschlüssig oder übertrieben. Sie kundschaftet die Jahreszeiten alle aus und versucht möglichst viel über sie herauszufinden, um eine gute Entscheidung treffen zu können. Dabei konnte ich mich überwiegend gut mit ihr identifizieren und auch ihre Meinungen nachvollziehen, die sie den Jahreszeiten gegenüber hat. Auch diese wirken sehr authentisch, auch wenn ich mir vor allem den Frühling anders vorgestellt hätte. Die einzige, die ich schwer zu fassen fand, war Gaia, die immer auf Distanz bleibt und deren Gedanken ich noch ganz nachvollziehen konnte.
Der Schreibstil ist eingängig und liest sich leicht herunter. Es wirkt wie eine Mischung aus Umgangssprache und malerischen Wortspielen, die geschickt miteinander verwoben wurden. Die Namensgebungen fand ich teilweise etwas durcheinander. Zum Beispiel haben die Jahreszeiten Namen, die jeweils einen unterschiedlichen Bedeutungszugang haben. So bedeutet Aviv Frühling, während Nevis Schnee bedeutet. Die Namen finde ich zwar an sich vom Klang her dennoch stimmig gewählt, aber eine Bedeutungsannäherung hätte ich irgendwie schöner gefunden.
Der Roman hat mich tatsächlich überraschen können, da ich erst dachte, er wäre durch und durch kitschig und würde mir nicht gefallen. Stattdessen konnte er mich recht bald in seinen Bann ziehen und vor allem Wolfs Weltenbau sagt mir sehr zu. Die Vorstellung der einzelnen Jahreszeiten war einer der Höhepunkte des Buches und fiel für meinen Geschmack zu knapp aus. Generell hat mir das Lesen sehr viel Spaß gemacht, auch wenn ich immer wieder schon im Vorhinein ahnte, worauf die Geschichte hinausläuft. Nur am Ende wurde ich zwischenzeitig etwas überrascht.
Fazit:
„Morgentau“ ist einer dieser Romane, der den Leser in seine eigene Welt zieht und ihn für einige Zeit seine Umgebung vergessen lässt. Dabei fühlt man sich Märchen wie „Frau Holle“ erinnert und findet nicht nur eine zarte Liebesgeschichte, sondern vor allem im späteren Verlauf auch Spannung.
Gesamt: 4/5
Inhalt: 4/5
Charaktere: 4/5
Lesespaß: 4/5
Schreibstil: 4/5
Reihe: Die Auserwählte der Jahreszeiten
Band: 1
Autor: Jennifer Wolf
Genre: Fantasy
Erscheinungsdatum: 07.2015
Seiten: 272
Verlag: Carlsen
Format: Taschenbuch
ISBN-13: 978-3-551-31496-3
Originalpreis: 4,99€
Kurzbeschreibung:
Die Erde liegt unter einer Schneedecke. Eis und Kälte herrschen überall, nur ein kleiner Fleck ist noch bewohnbar. Dort lebt auch Maya Morgentau. Von der Erdgöttin Gaia wurde sie dazu auserkoren, das Gleichgewicht der Natur aufrechtzuerhalten und einen ihrer Söhne für ein Jahrhundert an sich zu binden: den Frühling, den Sommer, den Herbst und den Winter. Doch hat sie sich für einen entschieden, zahlt sie einen hohen Preis dafür.
Meinung:
Optisch ist „Morgentau“ ein bezaubernder Hingucker, der den Inhalt des Romans schon anklingen lässt. Die Sonderausgabe fällt etwas kleiner als ein normales Taschenbuch aus und wirkt dadurch noch kompakter. Zu hoffen ist natürlich, dass auch die Folgebände der Reihe in dieser Ausgabe erscheinen, um ein stimmiges Bild im Bücherregal zu erschaffen. Der Satzspiegel wurde meiner Meinung nach etwas ungünstig gewählt, so dass man auf manchen Seiten einen Fließtext ohne Absatz vorgeknallt bekommt. Das Buch gibt es mittlerweile aber auch als normales Taschenbuch. Der Klappentext klingt vielversprechend, fokussiert sich meiner Meinung nach aber etwas zu sehr auf die Liebesgeschichte.
Wolf zeichnet in ihrem Buch eine interessante Welt, in der es die Götting Gaia gibt, deren Söhne die vier Jahreszeiten sind. Die Handlung orientiert sich im Grunde sehr an der Kurzbeschreibung. Maya wird zur Auserwählten und soll einen der Jahreszeiten als ihren Gefährten auswählen. Dass dies nicht ganz reibungslos abläuft, ist abzusehen. Dennoch gelingt es der Autorin bis zum Schluss die Spannung zu halten, so dass der Leser zwar bereits früh vorhersehen kann, in welche Richtung sich die Geschichte entwickelt, aber nie ganz sicher sein kann. Generell fand ich den Roman sehr authentisch und die Liebesgeschichte absolut glaubhaft. Erst später gab es ein paar Punkte, die ich in dem Bezug etwas übertrieben formuliert fand, aber im Großen und Ganzen ist es eine abgerundete Lovestory, die überzeugen kann. Im Verlauf der Geschichte kommt es auch noch zu dem ein oder anderen „Abenteuer“, das Maya bestreiten muss, wodurch das Buch mehr Tiefe bekommt und kein bloßer Liebesroman bleibt. Dennoch bleiben mir als Leserin am Ende ein paar Fragen offen, die hoffentlich in den Folgebänden beantwortet werden. Die Geschichte konnte mich jedenfalls berühren und das Ende fand ich sehr gut umgesetzt, auch wenn die letzten fünfzig Seiten an manchen Stellen etwas kitschig sind.
Maya ist eine sehr umgängliche Protagonistin. Oft habe ich Probleme mit weiblichen Charakteren, da sie vermehrt zum Jammern neigen, aber Maya ist ganz anders. Ihr Verhalten wirkte eigentlich nie unschlüssig oder übertrieben. Sie kundschaftet die Jahreszeiten alle aus und versucht möglichst viel über sie herauszufinden, um eine gute Entscheidung treffen zu können. Dabei konnte ich mich überwiegend gut mit ihr identifizieren und auch ihre Meinungen nachvollziehen, die sie den Jahreszeiten gegenüber hat. Auch diese wirken sehr authentisch, auch wenn ich mir vor allem den Frühling anders vorgestellt hätte. Die einzige, die ich schwer zu fassen fand, war Gaia, die immer auf Distanz bleibt und deren Gedanken ich noch ganz nachvollziehen konnte.
Der Schreibstil ist eingängig und liest sich leicht herunter. Es wirkt wie eine Mischung aus Umgangssprache und malerischen Wortspielen, die geschickt miteinander verwoben wurden. Die Namensgebungen fand ich teilweise etwas durcheinander. Zum Beispiel haben die Jahreszeiten Namen, die jeweils einen unterschiedlichen Bedeutungszugang haben. So bedeutet Aviv Frühling, während Nevis Schnee bedeutet. Die Namen finde ich zwar an sich vom Klang her dennoch stimmig gewählt, aber eine Bedeutungsannäherung hätte ich irgendwie schöner gefunden.
Der Roman hat mich tatsächlich überraschen können, da ich erst dachte, er wäre durch und durch kitschig und würde mir nicht gefallen. Stattdessen konnte er mich recht bald in seinen Bann ziehen und vor allem Wolfs Weltenbau sagt mir sehr zu. Die Vorstellung der einzelnen Jahreszeiten war einer der Höhepunkte des Buches und fiel für meinen Geschmack zu knapp aus. Generell hat mir das Lesen sehr viel Spaß gemacht, auch wenn ich immer wieder schon im Vorhinein ahnte, worauf die Geschichte hinausläuft. Nur am Ende wurde ich zwischenzeitig etwas überrascht.
Fazit:
„Morgentau“ ist einer dieser Romane, der den Leser in seine eigene Welt zieht und ihn für einige Zeit seine Umgebung vergessen lässt. Dabei fühlt man sich Märchen wie „Frau Holle“ erinnert und findet nicht nur eine zarte Liebesgeschichte, sondern vor allem im späteren Verlauf auch Spannung.
Gesamt: 4/5
Inhalt: 4/5
Charaktere: 4/5
Lesespaß: 4/5
Schreibstil: 4/5
Donnerstag, 15. September 2016
[Aktion] SuB-Destroyer #004
Diese Aktion wurde von Schlunzen-Bücher eingeführt. Am 15. eines Monats werden drei Themen genannt, zu denen man aus seinem eigenen SuB Bücher auswählen soll. Unter diesen soll dann abgestimmt werden, welches dann bis zum nächsten Monat gelesen werden soll. Diesmal wird die Abstimmphase bis zum Sonntag gehen und danach habe ich dann wieder den üblichen Monat Zeit für das gewählte Buch.
Im letzten Monat habe ich "Morgentau" von Jennifer Wolf gelesen. Meine Rezension dazu folgt noch. Tatsächlich hat mir das Buch überraschend gut gefallen. Ich hatte eigentlich erwartet, dass es mich enttäuschen würde und mich nicht überzeugen kann, aber stattdessen war ich wie verzaubert. Obwohl es im Grunde eine Liebesgeschichte ist, ist sie voller Gefühl geschrieben und zeigt einem eine umwerfende Welt. Gerade die Beschreibung der Welten der Jahreszeiten hat mir richtig gut gefallen.Die Kategorien im August:
1. Ein Buch, dass euch an den Herbst erinnert
2. Ein erst kürzlich auf dem SuB gelandetes Buch
Sechzehn Jahre sind vergangen, seit das Königreich Winter in Schutt und Asche gelegt und seine Einwohner versklavt wurden. Sechzehn Jahre, seit die verwaiste Meira gemeinsam mit sieben Winterianern im Exil lebt, mit nur einem Ziel vor Augen: die Magie und die Macht von Winter zurückzuerobern. Täglich trainiert sie dafür mit ihrem besten Freund Mather, dem zukünftigen König von Winter, den sie verzweifelt liebt. Als Meira Gerüchte über ein verloren geglaubtes Medaillon hört, das die Magie von Winter wiederherstellen könnte, verlässt sie den Schutz der Exilanten, um auf eigene Faust nach dem Medaillon zu suchen. Dabei gerät sie in einen Strudel unkontrollierbarer Mächte…
3. Ein kurioses Buch (egal ob Inhalt oder Aussehen)
Ihr könnt bis zum 18.09. um 23:59 hier per Kommentar abstimmen, welches Buch ich lesen soll. Ich würde mich über eure Beteiligung freuen.
Dienstag, 16. August 2016
[Aktion] SuB-Destroyer #003
Diese Aktion wurde von Schlunzen-Bücher eingeführt. Am 15. eines Monats werden drei Themen genannt, zu denen man aus seinem eigenen SuB Bücher auswählen soll. Unter diesen soll dann abgestimmt werden, welches dann bis zum nächsten Monat gelesen werden soll. Diesmal bin ich leider etwas spät dran. Da ich eine einwöchige Abstimmphase nutzen möchte, würde ich die Aktion gerne erweitern, so dass ich bis zum 23.09. das Buch gelesen haben muss - ab dem Ende der Abstimmung habe ich also einen Monat Zeit für das entsprechende Buch.
Die Kategorien im August:
1. Ein Buch in einer Sommerfarbe
2. Ein Buch mit seltsamen Format
Savannah O`Sullivan kann das Wetter je nach Gemütslage verändern und Schatten an Menschen erkennen, die bald sterben werden. Als sie jedoch etwas über ihre wahre Abstammung erfährt, ist der Sturz von einer Klippe in eine andere Welt ihr kleinstes Problem. Aidan Killian ist ein Drache. Mit Savannahs Hilfe hofft er, den Krieg in seiner Welt zu beenden. Doch die geheimnisvolle Frau ist nicht nur der Schlüssel zum Sieg. Sie ist vielmehr die Einzige, die ihn aus seiner Jahrzehnte währenden Einsamkeit befreien kann.
3. Ein Buch mit max. 250 Seiten
Rajou ist ein Wolfswandler, seit Jahrzehnten beschützt er die Menschen im Herzen Sibiriens vor den Verdorbenen. Sein Lied warnt die Menschen vor der Gefahr, doch der Preis für seine Gabe ist die Einsamkeit.
Nach einer stürmischen Nacht rettet er die menschliche Kala und eine tiefe, unerklärliche Leidenschaft entbrennt zwischen den beiden. Die alten Gesetze der Unterwelt verbieten jedoch die Liebe zwischen Menschen und Unmenschen…
Doch nicht nur diese Gesetze bedrohen das Band der beiden. Rajous Identität droht aufzufliegen und der steht vor der Entscheidung seines Lebens: Verlässt er Kala zu ihrem eigenen Schutz oder riskiert er alles für ihre Liebe?
Ihr könnt bis zum 23.08. um 23:59 hier per Kommentar abstimmen, welches Buch ich lesen soll. Ich würde mich über eure Beteiligung freuen.
Sonntag, 7. August 2016
[Rezension] Am Anfang der Ewigkeit von Lisa J. Smith
Titel: Am Anfang der Ewigkeit
Reihe: The Vampire Diaries: Stefan’s Diaries
Band: 1
Autor: Lisa J. Smith
Genre: Fantasy
Erscheinungsdatum: 11.10.2011
Seiten: 288
Verlag: cbt
Format: Taschenbuch
ISBN-13: 978-3-570-38017-8
Originalpreis: 8,99€
Kurzbeschreibung:
Mystic Falls, Virginia, 1864: Der Bürgerkrieg tobt, doch Stefan und Damon kämpfen auf dem herrschaftlichen Salvatore-Anwesen ihren ganz eigenen Kampf. Denn die ungleichen Brüder lieben dieselbe Frau – die atemberaubend schöne und mysteriös verführerische Katherine. Dann kommen die leidenschaftlichen Rivalen hinter ein dunkles Geheimnis: Katherine ist ein Vampir – und will auch die Liebe der Brüder unsterblich machen...
Meinung:
Die „Stefan’s Diaries“ basieren auf der Serie „The Vampire Diaries“ und behandeln dabei die Vergangenheit der Salvatore Brüder, die in der Serie in Rückblenden gezeigt wurde. Ich habe dazu keine verlässlichen Quellen gefunden, aber angeblich stammt die Reihe nicht aus der Feder von Lisa J. Smith, sondern von einem Ghostwriter. Leider habe ich noch nie ein Buch von Lisa J. Smith gelesen und kann diesen Fakt weder bestätigen noch dementieren. Die Aufmachung des Buches ist recht schlicht gehalten. Das Cover zeigt eines der Bilder, die für die Serie aufgenommen wurden. Die Schrift ist recht groß und richtet sich damit vor allem an Jugendliche. Der Klappentext trifft den Nagel so ziemlich auf den Kopf.
Die Handlung deckt sich fast komplett mit den Geschehnissen der Serie und wird noch mit einigen Details angereichert. Fraglich war für mich vor allem, ob das Buch sich überhaupt wirklich mit der Serie deckt oder davon abweicht. Hier wirkte es jedenfalls nicht so als würde es davon abweichen, aber einige neu hinzu gedichtete Details wie Stefans Verlobte Rosalyn waren doch etwas seltsam zu lesen, da man doch davon ausgehen würde, dass der Stefan aus der Serie sie wohl mal erwähnt hätte. Nichtsdestotrotz wurde hier ein solides Buch geschrieben, dass die Geschehnisse aus Stefans und Damons Vergangenheit noch einmal zusammenfasst. Wenn man die Serie bereits gesehen hat, kann man das Buch kaum spannend finden. Es liest sich eher wie ein Tatsachenbericht, ein Geschenk an die Fans sozusagen.
Das Schlimmste an diesem Buch war für mich der naive, gutmütige, weinerliche Stefan. Er ist ein sehr passiver Charakter, was natürlich vor allem an der Vorlage liegt, aber ich habe nicht erwartet, dass man mir Stefan noch mehr vergrätzen kann. Ich mochte ihn in der Serie schon nie besonders, aber hier stellt er sich nicht wie ein 17-jähriger an, sondern eher als wäre er noch einige Jahre jünger. Anstatt sein Schicksal zu lenken, läuft er blind in das hinein, was andere für ihn vorgesehen haben. Und vielschichtig beschrieben wurde er auch nicht, denn man erfährt eigentlich gar nichts über ihn, abgesehen von seinen Pflichten. Die anderen Charaktere sind da auch nicht viel besser. Damons Dialoge konnte ich dem Charakter manchmal nur schwer zuordnen. „Basierend auf“ trifft es da sehr gut. Katherines Darstellung fand ich wiederum eher gut, wenn auch – der Situation geschuldet – nervig.
Ein weiterer Punkt, der mir sehr aufgestoßen ist, war der Schreibstil. Er ist für die Geschichte viel zu neumodisch. Er hat überhaupt nicht dazu gepasst. Eigentlich liest es sich als hätte jemand das Buch einfach runtergeschrieben und nur noch einen kurzen Blick drauf geworfen. Im Grunde könnte man sagen, dass es vielleicht dem Niveau der Zielgruppe angepasst wurde, aber mich persönlich konnte der Schreibstil nicht überzeugen.
Wenn man die Serie nicht kennt, ist man mit diesem Buch auf jeden Fall auf sich allein gestellt, denn bis auf die Wiedergabe der Handlung muss man sich die Hintergründe selbst zusammenreimen, vor allem, was die Charaktere betrifft. An sich ist es eine nette Idee, um die Geschichte der Brüder im ganzen Stück festzuhalten – und sich nicht durch viele Folgen zu quälen, um die Rückblenden alle sehen zu können – aber obwohl ich die Serie wirklich mag, hat mir dieses Buch überhaupt nicht gefallen. Ich war froh als ich es endlich durch hatte. Das einzig Gute war, dass es sich sehr schnell liest.
Fazit:
Für Fans der Serie könnte das Buch interessant sein, wenn sie gewisse Mängel außer Acht lassen, allerdings würde ich es nur empfehlen, wenn Interesse an einem Zusammenschnitt der Geschehnisse aus den Rückblenden der Serie besteht. Ansonsten rate ich dazu die Finger vom Buch zu lassen, da darin weder Tiefgründigkeit noch Spannung steckt.
Gesamt: 2/5
Inhalt: 3/5
Charaktere: 2/5
Lesespaß: 1/5
Schreibstil: 1/5
Reihe: The Vampire Diaries: Stefan’s Diaries
Band: 1
Autor: Lisa J. Smith
Genre: Fantasy
Erscheinungsdatum: 11.10.2011
Seiten: 288
Verlag: cbt
Format: Taschenbuch
ISBN-13: 978-3-570-38017-8
Originalpreis: 8,99€
Kurzbeschreibung:
Mystic Falls, Virginia, 1864: Der Bürgerkrieg tobt, doch Stefan und Damon kämpfen auf dem herrschaftlichen Salvatore-Anwesen ihren ganz eigenen Kampf. Denn die ungleichen Brüder lieben dieselbe Frau – die atemberaubend schöne und mysteriös verführerische Katherine. Dann kommen die leidenschaftlichen Rivalen hinter ein dunkles Geheimnis: Katherine ist ein Vampir – und will auch die Liebe der Brüder unsterblich machen...
Meinung:
Die „Stefan’s Diaries“ basieren auf der Serie „The Vampire Diaries“ und behandeln dabei die Vergangenheit der Salvatore Brüder, die in der Serie in Rückblenden gezeigt wurde. Ich habe dazu keine verlässlichen Quellen gefunden, aber angeblich stammt die Reihe nicht aus der Feder von Lisa J. Smith, sondern von einem Ghostwriter. Leider habe ich noch nie ein Buch von Lisa J. Smith gelesen und kann diesen Fakt weder bestätigen noch dementieren. Die Aufmachung des Buches ist recht schlicht gehalten. Das Cover zeigt eines der Bilder, die für die Serie aufgenommen wurden. Die Schrift ist recht groß und richtet sich damit vor allem an Jugendliche. Der Klappentext trifft den Nagel so ziemlich auf den Kopf.
Die Handlung deckt sich fast komplett mit den Geschehnissen der Serie und wird noch mit einigen Details angereichert. Fraglich war für mich vor allem, ob das Buch sich überhaupt wirklich mit der Serie deckt oder davon abweicht. Hier wirkte es jedenfalls nicht so als würde es davon abweichen, aber einige neu hinzu gedichtete Details wie Stefans Verlobte Rosalyn waren doch etwas seltsam zu lesen, da man doch davon ausgehen würde, dass der Stefan aus der Serie sie wohl mal erwähnt hätte. Nichtsdestotrotz wurde hier ein solides Buch geschrieben, dass die Geschehnisse aus Stefans und Damons Vergangenheit noch einmal zusammenfasst. Wenn man die Serie bereits gesehen hat, kann man das Buch kaum spannend finden. Es liest sich eher wie ein Tatsachenbericht, ein Geschenk an die Fans sozusagen.
Das Schlimmste an diesem Buch war für mich der naive, gutmütige, weinerliche Stefan. Er ist ein sehr passiver Charakter, was natürlich vor allem an der Vorlage liegt, aber ich habe nicht erwartet, dass man mir Stefan noch mehr vergrätzen kann. Ich mochte ihn in der Serie schon nie besonders, aber hier stellt er sich nicht wie ein 17-jähriger an, sondern eher als wäre er noch einige Jahre jünger. Anstatt sein Schicksal zu lenken, läuft er blind in das hinein, was andere für ihn vorgesehen haben. Und vielschichtig beschrieben wurde er auch nicht, denn man erfährt eigentlich gar nichts über ihn, abgesehen von seinen Pflichten. Die anderen Charaktere sind da auch nicht viel besser. Damons Dialoge konnte ich dem Charakter manchmal nur schwer zuordnen. „Basierend auf“ trifft es da sehr gut. Katherines Darstellung fand ich wiederum eher gut, wenn auch – der Situation geschuldet – nervig.
Ein weiterer Punkt, der mir sehr aufgestoßen ist, war der Schreibstil. Er ist für die Geschichte viel zu neumodisch. Er hat überhaupt nicht dazu gepasst. Eigentlich liest es sich als hätte jemand das Buch einfach runtergeschrieben und nur noch einen kurzen Blick drauf geworfen. Im Grunde könnte man sagen, dass es vielleicht dem Niveau der Zielgruppe angepasst wurde, aber mich persönlich konnte der Schreibstil nicht überzeugen.
Wenn man die Serie nicht kennt, ist man mit diesem Buch auf jeden Fall auf sich allein gestellt, denn bis auf die Wiedergabe der Handlung muss man sich die Hintergründe selbst zusammenreimen, vor allem, was die Charaktere betrifft. An sich ist es eine nette Idee, um die Geschichte der Brüder im ganzen Stück festzuhalten – und sich nicht durch viele Folgen zu quälen, um die Rückblenden alle sehen zu können – aber obwohl ich die Serie wirklich mag, hat mir dieses Buch überhaupt nicht gefallen. Ich war froh als ich es endlich durch hatte. Das einzig Gute war, dass es sich sehr schnell liest.
Fazit:
Für Fans der Serie könnte das Buch interessant sein, wenn sie gewisse Mängel außer Acht lassen, allerdings würde ich es nur empfehlen, wenn Interesse an einem Zusammenschnitt der Geschehnisse aus den Rückblenden der Serie besteht. Ansonsten rate ich dazu die Finger vom Buch zu lassen, da darin weder Tiefgründigkeit noch Spannung steckt.
Gesamt: 2/5
Inhalt: 3/5
Charaktere: 2/5
Lesespaß: 1/5
Schreibstil: 1/5
Freitag, 15. Juli 2016
[Aktion] SuB-Destroyer #002
Diese Aktion wurde von Schlunzen-Bücher eingeführt. Am 15. eines Monats werden drei Themen genannt, zu denen man aus seinem eigenen SuB Bücher auswählen soll. Unter diesen soll dann abgestimmt werden, welches dann bis zum nächsten Monat gelesen werden soll. Da ich eine einwöchige Abstimmphase nutzen möchte, würde ich die Aktion gerne erweitern, so dass ich bis zum 22.08. das Buch gelesen haben muss - ab dem Ende der Abstimmung habe ich also einen Monat Zeit für das entsprechende Buch.
Letzten Monat habe ich "Noir" von Jenny-Mai Nuyen gelesen. Zur Rezension gelangt ihr, wenn ihr auf das Cover klickt. Mit der Lesezeit hat es ganz gut geklappt, aber das Buch ist ja auch nicht sehr dick. Bis jetzt gefällt mir die Aktion, vor allem weil ich so auch mal Bücher lese, die ich sonst dauernd übergehe. Da habe ich im Juli auch wieder ein paar Kandidaten dabei. Da ich leider nicht all meine SuB-Bücher vor Ort habe, muss ich die Kategorien manchmal etwas dehnen. Denn ansonsten wäre in der letzten Kategorie ein ganz anderes Buch gestanden, aber das hab ich momentan nicht da.
Die Kategorien im Juli:
1. Ein Buch eines Autors, von dem ihr mehrere besitztMystic Falls, Virginia, 1864: Der Bürgerkrieg tobt, doch Stefan und Damon kämpfen auf dem herrschaftlichen Salvatore-Anwesen ihren ganz eigenen Kampf. Denn die ungleichen Brüder lieben dieselbe Frau – die atemberaubend schöne und mysteriös verführerische Katherine. Dann kommen die leidenschaftlichen Rivalen hinter ein dunkles Geheimnis: Katherine ist ein Vampir – und will auch die Liebe der Brüder unsterblich machen...
2. Ein gebraucht gekauftes BuchMaru ist eine Sklavin. Auf sie wartet der Dienst in der Palastküche oder auf den Feldern vor der Stadt. Bis sie vom skrupellosen Grabräuber Tasil gekauft wird – der Maru als Figur in seinem gefährlichen Spiel um Reichtum und Macht missbraucht. Und auch ein uralter Daimon namens Utukku entwickelt Interesse an der jungen Frau. Denn er hat erkannt, dass in den Adern der Sklavin das Blut der mächtigen Magier der Sümpfe fließt …
3. Einen (für eure Verhältnisse) dicken Schinken
Nachdem Richard Cypher seinen teuflischen Stiefvater Darken Rahl besiegt und den Riss im Schleier zur Unterwelt verschlossen hat, will er als neuer Herrscher der Welt die Freiheit bringen. Doch auf Richard und seine große Liebe Kahlan warten schon die nächsten Herausforderungen: Zum einen die Imperiale Ordnung – aber vor allem die fanatischen Kinder des Blutes ...
Ihr könnt bis zum 22.07. um 23:59 hier per Kommentar abstimmen, welches Buch ich lesen soll. Ich würde mich über eure Beteiligung freuen.
Freitag, 8. Juli 2016
[Rezension] Noir von Jenny-Mai Nuyen
Titel: NoirAutor: Jenny-Mai Nuyen
Genre: Urban Fantasy
Erscheinungsdatum: 01.10.2012
Seiten: 384
Verlag: Rowohlt
Format: Broschur
ISBN-13: 978-3-86252-028-2
Originalpreis: 14,95€
Kurzbeschreibung:
Nino Sorokin ist dabei, als der Unfall geschieht. Seine Eltern sterben, ihm bleibt eine besondere Gabe: Er sieht den Tod eines jeden Menschen voraus. Auch den eigenen. Von nun an ist er besessen von der Frage, wie man das Schicksal überlisten kann. Er weiß, er wird nur 24 Jahre alt – und sein Geburtstag rückt immer näher. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Ninos Suche führt ihn zu einem geheimen Zirkel von Mentoren, die Seelen sammeln. Und er begeht den größten Frevel, den der Zirkel kennt: Er verliebt sich in eine der Seelenlosen. In die geheimnisvolle Noir, die bereits auf der Schwelle zum Jenseits steht ...
Meinung:
Die Gestaltung des Buches mag ich ziemlich gern. Das Cover zeigt eingeschlagenes Glas und ist tatsächlich so dargestellt, dass man die feinen Risse spüren kann. Ansonsten ist es recht schlicht und passt damit zum Grundkanon des Buches. Die Kapitelunterteilung in diesem Buch ist etwas ungewöhnlich. Einmal gibt es JETZT und dann die verschiedenen Kapitel in Zahlen unterteilt. Vor jedem JETZT ist eine Abbildung einer splitternden Glasscheibe zu sehen. Die Kurzbeschreibung hält sich sehr nah am tatsächlichen Inhalt des Buches. Nur die letzten Sätze würde ich vielleicht ändern. Es macht zwar neugierig, aber ist nicht ganz korrekt. Der Klappentext ist ein Auszug aus dem Prolog.
Rein handlungstechnisch hat mir das Buch gar nicht gefallen. Das was passiert, ist nicht wirklich spannend und hat mich irgendwie auch kalt gelassen. Die Handlung plätschert eher dahin. Ich konnte mich nicht richtig in die Umgebung einfühlen, weil sie viel zu weltfremd war. Und dadurch konnte mich die Handlung auch nicht packen. Es geht um Drogen, Gläserrücken und diese in der Kurzbeschreibung erwähnten Mentoren und Seelenlosen, wobei letztere beiden erst sehr spät zum Thema werden, zusammengefasst: Eine sehr bizarre Geschichte. Die ersten ca. 150 Seiten ziehen sich sehr hin. Danach hatte ich das Gefühl endlich in der Geschichte drin zu sein, aber spätestens, nachdem das JETZT mit den anderen Kapiteln verschmilzt, kam ich nicht mehr mit. Ich weiß auch genau, woran es liegt. Das Buch hat einen ganz besonderen Clou, der auch wirklich toll durchdacht ist und mir gefällt. Die Sache ist nur: Das macht für mich den ganzen Roman irgendwie unnötig, denn alles zwischen Anfang und Ende wird genau durch diesen Clou relativiert. Ich hatte mehr von der Geschichte erwartet. Vor allem Erklärungen. Aber das Ende lässt einen eher frustriert, ernüchtert und voller Fragen zurück.
Nino ist ein sehr distanzierter Perspektivträger. Um ehrlich zu sein konnte ich mich kein bisschen mit ihm identifizieren oder seine Persönlichkeit in Ansätzen erahnen, weil er so blass bleibt. Ich vermute ja, dass das so gewollt ist, aber leicht gemacht hat es mir das Lesen dennoch nicht. Auch die meisten anderen Charaktere sind eher seltsam und nicht wirklich sympathisch oder nachvollziehbar. Die einzige Person, die ich sehr mochte, war Katjuscha, Ninos Schwester. Das waren die einzigen Male, bei denen ich wirklich etwas spürte: Wenn Nino über sich und seine Schwester nachdachte oder etwas mit ihr machte. Weil diese Beziehung wirklich wunderschön geschrieben ist und man merkt wie sehr beide sich lieb haben, obwohl sie irgendwie doch beide völlig unterschiedlich sind.
Dies ist nicht mein erstes Buch von Jenny-Mai Nuyen und ich kannte ihren Schreibstil bereits aus einem anderen Roman. Mir persönlich gefällt er sehr gut. Sie schafft es ihn gut an die Thematik des Buches anzupassen. Dennoch muss ich sagen, dass ich gerade die JETZT-Kapitel furchtbar fand. Nicht zwingend wegen dem Schreibstil an sich, aber dieser Abstraktheit darin und dem Versuch diese Sequenzen geheimnisvoll wirken zu lassen. Nun, das ist ihr gelungen. Sie sind zwar teils poetisch und passen wirklich gut zu dem, was sie mit dem Buch ausdrücken will, aber für mich zog sich das Buch furchtbar hin und jedes JETZT hätte ich am liebsten übersprungen.
Das Buch an sich ist eigentlich nicht schlecht und wie gesagt: Die Thematik ist eigentlich sogar sehr raffiniert und schön durchdacht…aber mit der Umsetzung konnte ich nichts anfangen. Ich würde sagen, das Buch ist sehr tiefgründig und regt sehr zum Denken an, aber da das Ende erst auf den letzten Seiten offensichtlich wird, ist fragwürdig, ob man sich früh genug richtig mit der Thematik auseinandersetzt. Dann könnte es gewiss ein interessantes Leseerlebnis werden, aber so oder so: Mir hat es nicht so gut gefallen. Für mich blieb alles blass und bis zum Ende hin unnachvollziehbar. Und dann war ich eher verbittert, auch wenn das Ende zumindest erklärt hat, dass meine Verwirrung über die Geschehnisse begründet sind und ich nicht etwas übersehen habe.
Fazit:
Jenny-Mai Nuyen ist mit diesem Roman an eine sehr schwierige Thematik herangegangen und setzt sie auf interessante Weise um. Leider ist der Hauptteil der Handlung für den Leser aber leider zu abstrakt und distanziert. Spannung kommt kaum auf und das Ende ist eher wie ein Befreiungsschlag, wenn auch doppeldeutig.
Gesamt: 3/5
Inhalt: 3/5
Charaktere: 2/5
Lesespaß: 2/5
Schreibstil: 4/5
Mittwoch, 15. Juni 2016
[Aktion] SuB-Destroyer #001
Diese Aktion wurde von Schlunzen-Bücher eingeführt. Am 15. eines Monats werden drei Themen genannt, zu denen man aus seinem eigenen SuB Bücher auswählen soll. Unter diesen soll dann abgestimmt werden, welches dann bis zum nächsten Monat gelesen werden soll. Da ich eine einwöchige Abstimmphase nutzen möchte, würde ich die Aktion gerne erweitern, dass ich bis zum 22.07. das Buch gelesen haben muss - also ab dem Ende der Abstimmung habe ich einen Monat Zeit für das entsprechende Buch.
Viele meiner Bücher liegen bereits so lange auf meinem SuB, dass ich mich nicht entscheiden kann, welches ich zuerst lesen soll. Daher finde ich diese Aktion optimal.
Die Kategorien im Juni:
1. Ein Buch aus eurem Lieblingsverlag
Dass Dämonen überaus heimtückische Wesen sind, ist dem Zauberlehrling Nathanael durchaus bewusst, als er den 5000 Jahre alten Dschinn Bartimäus beschwört. Aber Nathanael braucht einen mächtigen Gehilfen an seiner Seite. Denn er verfolgt einen äußerst gefährlichen Plan: Mit Bartimäus Hilfe will er das berühmte Amulett von Samarkand stehlen, das sich im Besitz des berüchtigten Zauberers Simon Lovelace befindet. Dieses Vorhaben bringt die beiden bald in tödliche Gefahr …
2. Ein Buch, das ihr selbst gerne endlich von eurem Sub befreien wollt
Eine Studentin bekommt per Post rätselhafte Botschaften zugeschickt – auf Menschenhaut geschrieben. Die Polizei verdächtigt den früheren Bestsellerautor Christoph Jahn: In dessen Roman schneidet ein Serienkiller jungen Frauen die Haut vom Körper, um darauf den Anfang seines Romans, der von allen Verlagen abgelehnt worden ist, auf grausige Weise neu zu schreiben. So erhofft er sich die Aufmerksamkeit für sein Werk, die es seiner Meinung nach verdient hat. Doch Jahn schiebt die Schuld auf einen geisteskranken Fan, der bereits vor Jahren Verbrechen aus seinen Romanen ›nachgestellt‹ haben soll, aber nie gefasst wurde. Die grausige Geschichte scheint sich zu wiederholen … 3. Ein Buch, mit nichtssagendem Cover
Nino Sorokin ist dabei, als der Unfall geschieht. Seine Eltern sterben, ihm bleibt eine besondere Gabe: Er sieht den Tod eines jeden Menschen voraus. Auch den eigenen. Von nun an ist er besessen von der Frage, wie man das Schicksal überlisten kann. Er weiß, er wird nur 24 Jahre alt – und sein Geburtstag rückt immer näher. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Ninos Suche führt ihn zu einem geheimen Zirkel von Mentoren, die Seelen sammeln. Und er begeht den größten Frevel, den der Zirkel kennt: Er verliebt sich in eine der Seelenlosen. In die geheimnisvolle Noir, die bereits auf der Schwelle zum Jenseits steht ... Ihr könnt bis zum 22.06. um 23:59 hier per Kommentar oder links in der Umfragebox abstimmen, welches Buch ich lesen soll. Ich würde mich über eure Beteiligung freuen.















