Donnerstag, 13. September 2018

[Rezension] Lying Game - Und raus bist du von Sara Shepard

Titel: Und raus bist du
Reihe: Lying Game
Band: 1
Autor: Sara Shepard
Genre: Jugendthriller
Erscheinungsdatum: 12.03.2012
Seiten: 320
Verlag: cbj
Format: Taschenbuch
ISBN-13: 978-3-570-30800-4
Originalpreis: 9,99€





Kurzbeschreibung:
Ein Zwilling verschwindet – ein tödliches Spiel beginnt ... 
Kurz vor ihrem 18. Geburtstag macht Emma via Facebook eine überraschende Entdeckung: Sie hat eine eineiige Zwillingsschwester! Doch noch bevor sie Sutton treffen kann, erhält sie die mysteriöse Nachricht, dass ihre Schwester tot ist – und sie ihre Rolle übernehmen soll. Der Beginn eines gefährlichen Lügen-Spiels: Aus Emma wird Sutton, um herauszufinden, was wirklich geschehen ist. Dabei übernimmt sie nicht nur Suttons Leben als makelloses Upperclass- Girl, die teuflischen Glamour-Freundinnen und Boyfriend Garret – sondern gerät auch in tödliche Gefahr. Denn nur der Mörder weiß, dass Emma nicht Sutton ist ...

Meinung:
„Lying Game“ ist Shepards zweite Romanreihe, die sich wieder von Lügen, Intrigen und Teenager handelt – genau wie die bekannte und beliebte Buchreihe „Pretty Little Liars“. Und genau wie diese wurde auch „Lying Game“ bereits verfilmt. Aber da hören die Ähnlichkeiten dann auch schon langsam auf. Kann der Romanauftakt der Vorgängerreihe das Wasser reichen?

Der Einstieg in dieses Buch ist gleichzeitig originell und gewöhnungsbedürftig. Die verstorbene Sutton muss als Geist ihrer Zwillingsschwester Emma folgen. Dabei weiß und sieht sie alles, was Emma auch sieht. Emma wiederum erfährt per Zufall von ihrer Zwillingsschwester und macht sich auf die Suche nach ihr – und muss sich plötzlich als diese ausgeben. Die Idee des Buches ist durchaus interessant und spannend, aber wird leider nicht sonderlich spannend erzählt. Zumindest hatte ich nie das Gefühl, dass es wirklich ernst wurde. Vieles war leider auch sehr vorhersehbar. Der Kern der Geschichte ist das sogenannte Lügenspiel und das ist tatsächlich ganz interessant. Das Ende kam etwas unerwartet und es gibt einen Cliffhanger, aber das Niveau des Romans richtet sich an Jugendliche und so komplex ist die Geschichte auch gehalten. Trotzdem kommen einige Fragen auf, die – sonst wäre es ja langweilig – nicht im ersten Band beantwortet werden.

Sutton und Emma sind zwei Charaktere, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Während Sutton verwöhnt und reich aufgewachsen ist, wurde Emma von Pflegefamilie zu Pflegefamilie weitergereicht. Ich wünschte allerdings, der Kontrast hätte sich etwas mehr in Emmas Schauspielerei niedergeschlagen. Grundsätzlich sind beide Figuren sympathisch, aber das liegt daran, dass die Geist-Sutton ihr Gedächtnis verloren hat und sich nur noch an unwichtige Dinge erinnert. Ihre Perspektive bietet durchaus eine ungewöhnliche Komponente, allerdings muss man sich daran gewöhnen, dass sie ständig unnötig in die Geschehnisse reinredet und dabei nicht einmal etwas Wichtiges zu sagen hat. Die anderen Charaktere, die Emma in Suttons Leben kennenlernt, scheinen alle ziemlich oberflächlich zu sein – verwöhnte Gören. Nach und nach erfährt man aber mehr über sie. Generell muss man aber sagen, dass die Charaktere hier weniger stark im Vordergrund stehen als die Handlung und die Ausarbeitung dadurch entsprechend flach ausfällt. Das kann sich aber noch im Laufe der Reihe ändern.

Der Schreibstil liest sich wie bei jedem von Shepards Romanen. Man fliegt nur so durch die Seiten, was durch die kurzen Kapitel noch begünstigt wird. Wie gesagt ist Sutton als Perspektivträgerin etwas gewöhnungsbedürftig und diese Art der Erzählung kann auch etwas verwirren. So werden Suttons Ich-Perspektive und Emmas personale Erzählstimme vermischt. Dabei ist nicht ganz klar, ob Sutton widergibt, was Emma erlebt und denkt, oder ob die Perspektiven nur zusammengefügt werden. Das ist aber insgesamt nicht schlimm, da der Roman sich sehr locker liest und sich sprachlich an Jugendliche richtet.

„Und raus bist du“ ist wieder ein origineller Unterhaltungsroman von Shepard. Das Buch liest sich ausgezeichnet in einem Rutsch durch. Obwohl die Handlung zumindest in diesem Band nicht sonderlich komplex zu sein scheint und Spannung für meinen Geschmack nicht wirklich aufgebaut wurde, habe ich das Buch gerne gelesen und bin gespannt auf den nächsten Band. Man sollte nicht zu viel erwarten, aber als Lektüre für zwischendurch ist der Roman perfekt.

Fazit:
Der Auftakt zu „Lying Game“ wird „Pretty Little Liars“-Fans ebenfalls begeistern können. Die beiden Protagonistinnen sind sympathisch und zusammen mit ihnen taucht man ins Leben der Reichen und Schönen ein – und in ihr Meer aus Intrigen, Lügen und Geheimnissen. Die Handlung ist zwar an manchen Stellen vorhersehbar, aber dennoch unterhaltend. Und wie üblich bei Shepard wartet auch hier der ein oder andere Twist auf den Leser.

Inhalt: 4/5
Charaktere: 3/5
Lesespaß: 4/5
Schreibstil: 3/5

Gesamt:

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