2016 war für mich nach langer Zeit mal wieder ein gutes Lesejahr. 49 Bücher habe ich verschlungen, das eine mehr und das andere weniger begeistert. Meine Flops des Jahres möchte ich am liebsten unter den Teppich kehren und gar nicht mehr darüber reden. Dennoch kann ich auch darüber etwas Gutes sagen: Keines meiner gelesenen Bücher hat die 2-Punkte-Bewertung unterboten und keines war so schlimm, dass ich es abgebrochen habe. Aber dieser Beitrag soll nicht meinen Flops gewidmet sein, sondern meinen Highlights, die mich dieses Jahr ganz besonders begeistern konnten. Ein Klick auf den Titel führt euch zu meiner Rezension, ein Klick aufs Cover wiederum zur Verlagsseite.
Einzelbände
Erebos von Ursula Poznanski
Ursula Poznanski ist 2016 zu einer meiner Lieblingsautorinnen avanciert. Geschafft hat sie das mit ihren Jugendthrillern, die auf aktuelle jugendliche Themen eingehen und dadurch nicht nur brandaktuell sind, sondern auch an den Geist der Jugend anknüpfen. Erebos war unter ihren bisherigen Jugendthrillern für mich nicht nur das erste Buch der Autorin, sondern auch das beste. Wenn man einmal mit diesem Roman angefangen hat, kann man ihn kaum noch aus der Hand legen und wird gleichzeitig selbst von der Thematik gefangen. Das Computerspiel, in das Nick hineingezogen wird, veranschaulicht sehr gut, wie gefährlich Spielsucht werden kann, ohne dabei mahnend den Finger zu heben.
Reihenbände
Die Dämonenakademie - Der Erwählte von Taran Matharu
Der Debütroman von Taran Matharu bietet eigentlich alles für den klassischen Fantasyfan: Menschen, Zwerge, Elfen, Orks und mehr. Außerdem gibt es magische Vertraute - die Dämonen - und eine Schule, an der man lernt mit seinen Kräften umzugehen. Hinzu kommen ein nicht unbedingt neuer, aber dennoch raffinierter Plot verwoben mit einem ganz eigenen Charme, der beim Lesen aufkommt. Es gelingt dem Autor mit alten Elementen eine neue Geschichte zu schreiben, die trotzdem begeistern kann. Der Erwählte ist dabei der erste Band der Trilogie. Der zweite Band erscheint schon im Mai.
Die Bestimmung von Veronica Roth
Nachdem sie mittlerweile auch schon verfilmt wurde, dürfte die Die Bestimmung-Reihe, die auch als die Divergent-Reihe bekannt ist, bereits ziemlich populär sein. Für mich war es dieses Jahr ein Reread und ich habe mich in den ersten Band noch einmal neu verliebt. Egal, was man vom Ende der Reihe hält, - und ich selbst fand es auch nur mittelmäßig - der erste Band, Die Bestimmung, ist auf jeden Fall ein sehr intensiver Roman, der sich absolut lohnt. Veronica Roth stellt den Leser hier vor die Frage, ob es gut ist nach verschiedenen Tugenden zu leben oder eher Humbug, und zeigt ein sehr komplexes Gesellschaftssystem. Tris ist dabei eine starke und sympathische Identifikationsfigur.
Metro 2033 von Dmitry Glukhovsky
Neben Erebos hatte ich mit Metro 2033 vermutlich das intensivste Leseerlebnis des Jahres. Der Roman ist sehr düster und der Schreibstil gewöhnungsbedürftig, aber trotz allem fällt es nicht schwer sich in die Atmosphäre einhüllen zu lassen und mit dem jungen Artjom mitzufiebern. Es ist mal etwas ganz anderes von einem Leben auf U-Bahngleisen zu lesen. Glukhovsky hat ein sehr komplexes System ausgearbeitet und jeder U-Bahnstation eine eigene Geschichte verliehen, die er völlig authentisch rüberbringt. Metro 2033 ist der erste Band der Metro-Reihe.
Reihen

Mercy-Thompson-Reihe von Patricia Briggs
Als ich den Reread zur Reihe gestartet habe, ging ich eigentlich davon aus, dass ich die Bücher mittlerweile schlechter fände, aber das ist absolut nicht der Fall. Die komplette Reihe konnte mich erneut von sich überzeugen und zeigt eine selten tapfere und selbstständige Protagonistin mit immer wieder neuen originellen Handlungssträngen. Dabei fällt es Patricia Briggs nicht schwer, die viele Charaktere und ihre Beziehungen zueinander immer weiter auszubauen. Man verliert auch nie den Überblick über die Charaktere. Stattdessen werden vor allem auch Nebencharaktere liebevoll eingeflochten und ausgeschmückt. Bei der Mercy-Thompson-Reihe handelt es sich um eine sehr bodenständige und actionreiche Romanreihe, bei der gerne um die Ecke gedacht wird. Der neunte Band der Reihe erscheint im Juni.
Weitere Leseperlen 2016
Hier führen euch die Cover zu meinen Rezensionen.
Generell war 2016 eigentlich ein Lesejahr, mit dem ich insgesamt sehr zufrieden war. Leider gab es vor allem im September und Oktober eine ziemliche Leseflaute bei mir, die durch viele Leseflops bedingt war. Vor allem konnte ich aber einige neue Autoren entdecken, die ich auch weiterhin verfolgen werde. Außerdem habe ich 2016 viel mehr Thriller gelesen als in früheren Jahren. Vielleicht ist ja unter meinen Highlights und Leseperlen des Jahres auch etwas für euch dabei.




















