Mittwoch, 18. Januar 2017

[Rezension aus dem Archiv] Wilde Jagd von Christian Lorenz Müller

Titel: Wilde Jagd
Autor: Christian Lorenz Müller
Genre: Heimatroman
Erscheinungsdatum: 16.09.2010
Seiten: 254
Verlag: Hoffmann und Campe
Format: Gebunden
ISBN-13: 978-3455402896
Preis: 20,00€

Kurzbeschreibung: 
»Der Wind trieb Wolkenschatten zusammen, grauwollige Zottelwesen, die langsam ins Österreichische hinüberzogen.« Emmeran spricht nicht gern. Lieber macht er die Stallarbeit oder Holz im Bergwald. Am offensten noch ist er gegenüber seinem Neffen Johannes. Als der bei einem Arbeitsunfall schwer verletzt wird, für den Emmeran sich verantwortlich fühlt, begreift er, dass lange Ungesagtes endlich ausgesprochen werden muss.

Meinung: 
Ich finde das Cover ziemlich originell, wenn man bedenkt, dass heutzutage ständig ähnliche Cover abgedruckt werden. Wie das bei Heimatromanen ist, weiß ich zwar nicht, aber das Cover finde ich trotzdem positiv. Die Kurzbeschreibung besteht aus nur einem Satz, den ich nicht so ansprechend finde. Der Klappentext ist da schon deutlich ansprechender, aber natürlich auch viel informativer.

Das Buch ist sehr langatmig und es fehlt jegliche Spannung. Man erfährt sehr detailliert Ereignisse aus Emmerans Leben, die sich sowohl in Vergangenheit als auch Gegenwart abspielen. Das große Geheimnis wird am Ende auch nicht sehr spannend gelüftet, sondern deckt sich einfach von selbst auf. Im Grunde wird es gegen Ende des Buches ziemlich verwirrend. Müller versteht es zwar gut zu schreiben, aber die Idee des Romans an sich hat er schlecht umgesetzt.

Emmeran lernt man recht gut kennen und er wirkt auch sympathisch und durchaus realistisch. Auch die anderen Charaktere besitzen Tiefe und sind alle sehr unterschiedlich. Die Beziehungen zwischen ihnen werden gut dargestellt und man kann meistens alles gut nachvollziehen.

Wie bereits erwähnt schreibt der Autor sehr detailliert und kann das Klima auf der Moosbichler-Alm gut rüberbringen. Es gibt leider sehr viele Stellen, in denen man nur Beschreibungen und irgendwelche Handlungen beschrieben bekommt, die für den Leser nicht unbedingt wichtig wären. Wörtliche Rede gibt es kaum und die Absätze im Buch sind oft sehr lang.

Ich war ganz und gar nicht begeistert von diesem Roman. Immer wieder habe ich darauf gehofft, dass noch etwas passiert, noch etwas Spannung dazukommt, aber nichts. Von Anfang bis Ende musste ich mich hart durchkämpfen. Auch die Charaktere konnten mir die Geschichte nicht versüßen, obwohl sie eigentlich in Ordnung sind. Die Idee war nicht schlecht, aber die Umsetzung einfach nur schrecklich.

Fazit: 
Dieses Buch hat keinerlei Spannung und kann mit seiner Handlung überhaupt nicht überzeugen.

Gesamt: 2/5

Inhalt: 1/5
Charaktere: 3/5
Lesespaß: 1/5
Schreibstil: 2/5

Geschrieben am: 13.04.2011
Zusatzinfos: Absatz zur Aufmachung gekürzt, Fazit leicht abgeändert

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