Montag, 29. Mai 2017

[Kurzrezension] Rette mich vor dir von Tahereh Mafi

Titel: Rette mich vor dir
Reihe: Shatter me
Band: 2
Autor: Tahereh Mafi
Genre: Dystopie, Jugendbuch
Erscheinungsdatum: 30.09.2013
Seiten: 416
Verlag: Goldmann
Format: Hardcover
ISBN-13: 978-3-442-31304-4
Originalpreis: 16,99€

Kurzbeschreibung: 
Juliette ist die Flucht gelungen. Sie und Adam sind den Fängen des grausamen Regimes entkommen und haben Zuflucht gefunden im Omega Point, dem geheimen Stützpunkt der Rebellen. Hier gibt es andere wie sie mit übernatürlichen Kräften, und zum ersten Mal fühlt Juliette sich nicht mehr als Außgestoßene, als Monster. Doch der Fluch ihrer tödlichen Berührung verfolgt sie auch hier – zumal Adam nicht länger völlig immun dagegen ist. Während ihre Liebe zueinander immer unmöglicher scheint, rückt der Krieg mit dem Reestablishment unaufhaltsam näher. Und mit ihm das Wiedersehen mit dem dunklen und geheimnisvollen Warner, hinter dessen scheinbar gefühlloser Fassade sich so viel mehr verbirgt, als es den Anschein hat ... 

Meinung: 
Der zweite Band der „Shatter me“-Reihe fährt leider mit den gleichen Fehlern fort, die schon der erste Band gemacht hat. Die Protagonistin Juliette ist so egozentrisch wie eh und je, was in diesem Teil leider noch weiter in den Vordergrund tritt. Sie jammert eigentlich fast immer aus irgendwelchen Gründen. Meistens betreffen diese entweder Adam oder sie selbst, weil sie sich ständig in Selbstmitleid suhlt. Wenigstens geht das auch den neuen Charakteren aus Omega Point so und sie muss schnell lernen, dass ihr dieses Verhalten nichts bringt – auch wenn sie es nicht wirklich ablegt. Wie auch im letzten Band bleibt Adam genauso unsympathisch wie ein Stein. Er ist einfach völlig charakterlos. Kenji wiederum gibt der Geschichte ein bisschen Pfiff. Vielleicht mochte ich ihn auch einfach, weil er Juliette öfter zur Sau macht. Zur Handlung in diesem Band muss man sagen, dass sie wie schon vorher kaum vorhanden ist. Juliette lebt sich in Omega Point ein. Dann kommt es zu ein paar unterwarteten Ereignissen, die allerdings keine große Spannung erzeugt haben, und schließlich wird genau das noch einmal wiederholt. Man erfährt ein paar neue Dinge über die Charaktere und das war’s dann auch schon. Hinzu kommen die üblichen Klischees, wobei ich da echt gespannt bin wie die Autorin die Dreiecksgeschichte auflösen will. Apropos…neben Adam gibt es ja auch noch Warner. Und seine Geschichte war in diesem Band das einzige halbwegs interessante und glaubwürdige. Seine Geschichte wirkt einfach nicht so erzwungen, weil er viel besser ausgearbeitet wirkt als alle anderen. Fast hat man das Gefühl, dass alles nur um Warner – und seine Beziehung zu Juliette – herum geschrieben wurde. Aber die Autorin schafft es leider auch die Warner-Momente seltsam wirken zu lassen, weil Juliette sich immer total dämlich verhält. Sie bekommt eine Aufgabe und was macht sie? Alles, aber nicht diese Aufgabe ausführen. Generell wirkt auch einfach alles nicht echt. Die Reaktionen sind oft überspitzt und unglaubwürdig. Die Liebesgeschichte wird völlig nach vorne gerückt, obwohl Juliette keine richtige Motivation hat, warum sie Adam eigentlich mag. Die Idee an sich ist ganz nett, weil hier ein paar X-Men-Elemente eingeflochten werden, aber der Schwerpunkt liegt leider nicht darauf, ansonsten hätte dies ein vielversprechender Band werden können. So frustriert das Lesen nur ungemein. Sollte ich weiterlesen, dann wirklich nur wegen Warner, Kenji und Omega Point.

Fazit:
„Rette mich vor dir“ kann so wenig überzeugen wie sein Vorgänger. Zwar gibt es hier ein paar Lichtblicke, aber die Protagonistin bleibt gewohnt anstrengend und jegliche vorantreibende Handlung wird in den Hintergrund gedrängt. Die potenziell spannenden Szenen werden meist schnell heruntergerattert.

Inhalt: 2/5
Charaktere: 2/5
Lesespaß: 2/5
Schreibstil: 3/5

Gesamt:

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