Donnerstag, 9. März 2017

[Kurzrezension] Nach dem Ende von Chris Weitz

Titel: Nach dem Ende
Reihe: Young World
 Band: 2
Autor: Chris Weitz
Genre: Dystopie
Erscheinungsdatum: 27.05.2016
Seiten: 320
Verlag: dtv Junior
Format: Hardcover
ISBN-13: 978-3-423-76137-6
Originalpreis: 18,95€

Kurzbeschreibung: 
Nachdem eine mysteriöse Krankheit alle Erwachsenen ausgelöscht hat, übernehmen Teenager das Kommando. In Manhattan organisieren sie sich in Clans. Donna und Jeff vom Washington Square Clan wagen sich auf die riskante Suche nach einem Gegenmittel. Gerade als sie zusammen mit einigen Freunden an ein Antiserum gelangen, wird die Clique getrennt. Jeff kehrt nach New York zurück, während es Donna nach England verschlägt. Dort wird sie vom britischen Geheimdienst immer wieder zu den Ereignissen kurz vor der Krise befragt. Und erst fast zu spät begreift sie: dort wo Jefferson ist, mitten in New York, liegt der Schlüssel zu einer noch viel größeren Bedrohung, als die Krankheit es jemals war. 

Meinung: 
In den zweiten Band der Reihe hatte ich die Hoffnung gesetzt, dass er vielleicht ausgleichen könnte, was der erste vermasselt hat. Gelungen ist es leider nicht. Während der erste Band noch vor Action strotzte, wird sie hier schmerzlich vermisst. Der Roman liest sich sehr zäh. Auf der anderen Seite gibt es diesmal umso ausführlichere Erklärungen und Diskussionen, die fast den ganzen Inhalt einzunehmen scheinen. Dadurch werden die kritischen Themen, die bereits im ersten Band angesprochen wurden, deutlicher hervorgehoben und zur Sprache gebracht. Das ist wieder sehr gelungen. Trotzdem wird das Buch bis zum Ende hin nicht sehr spannend und selbst dieses reizt nicht wirklich zum Weiterlesen, obwohl es offen ist. Ein großer Minuspunkt dieses Bandes ist Donna, die im ersten Band ja noch zu den Charakteren gehörten, die zu allem eine Meinung hatten und ein eher rebellisches Naturell besitzt. Diesmal ist sie allerdings erschreckend passiv. Selbst ihre Erkenntnisse teilt sie erst sehr spät mit. Generell war ihr Plotstrang fast gänzlich langweilig. Interessant war wiederum, was es mit dem Cliffhanger des ersten Bandes auf sich hat und daraus ergibt. Gerade am Ende spitzt sich die Lage sehr zu und es kommt nahezu zum Worst-Case-Szenario. Auch ein unerwarteter Charakter kehrt zurück, den ich allerdings nicht zwingend begrüßt habe, da es eher klischeehaft wirkte. Sprachlich fand ich den Roman wieder gut und diesmal bekommt man noch ein paar mehr Perspektiven zu lesen, die alle wieder ihren eigenen Stil haben. Vor allem Brainbox fand ich dabei ansprechend und gleichzeitig sehr anstrengend, aber umso charakteristischer. An und für sich ist die Handlung des Romans durchaus wieder interessant, aber wird langweilig präsentiert und schafft eigentlich nur Gleichgültigkeit, da auch die Charaktere alle nicht ganz bei der Sache sind.

Fazit: 
„Nach dem Ende“ unterbietet den Auftakt der Reihe leider und bietet zurückentwickelte Charaktere, die ihre Überzeugungen nicht mehr vertreten, und eine Handlung, die zwar Potenzial hat, aber nicht richtig rüberkommt.

Gesamt: 3/5

Inhalt: 3/5
Charaktere: 2/5
Lesespaß: 2/5
Schreibstil: 4/5

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