Sonntag, 15. Januar 2017

[Rückblick] Meine Highlights 2016


2016 war für mich nach langer Zeit mal wieder ein gutes Lesejahr. 49 Bücher habe ich verschlungen, das eine mehr und das andere weniger begeistert. Meine Flops des Jahres möchte ich am liebsten unter den Teppich kehren und gar nicht mehr darüber reden. Dennoch kann ich auch darüber etwas Gutes sagen: Keines meiner gelesenen Bücher hat die 2-Punkte-Bewertung unterboten und keines war so schlimm, dass ich es abgebrochen habe. Aber dieser Beitrag soll nicht meinen Flops gewidmet sein, sondern meinen Highlights, die mich dieses Jahr ganz besonders begeistern konnten. Ein Klick auf den Titel führt euch zu meiner Rezension, ein Klick aufs Cover wiederum zur Verlagsseite. 

Einzelbände


Das dunkle Herz des Waldes von Naomi Novik
Der Klappentext des Romans lässt den Leser erst eine typische fantastische Liebesgeschichte erwarten, aber stattdessen bekommt er ein vielschichtiges Märchen geboten. Bis auf ein paar etwas ausgedehnte Passagen konnte der Roman mich sowohl mit seinem Inhalt als auch seinen Charakteren vollkommen überzeugen. Die Handlung bietet das volle Programm an Unterhaltung und bleibt dabei nicht nur schlüssig, sondern geht auf die verschiedenen Plotstränge auch intensiv ein. Genauso fällt es nicht schwer, die Charaktere schnell ins Herz zu schließen. Gerade für Märchenfans und Fans von Fantasyromanen mit einer Prise Magie ist dieses Buch perfekt.

Erebos von Ursula Poznanski
Ursula Poznanski ist 2016 zu einer meiner Lieblingsautorinnen avanciert. Geschafft hat sie das mit ihren Jugendthrillern, die auf aktuelle jugendliche Themen eingehen und dadurch nicht nur brandaktuell sind, sondern auch an den Geist der Jugend anknüpfen. Erebos war unter ihren bisherigen Jugendthrillern für mich nicht nur das erste Buch der Autorin, sondern auch das beste. Wenn man einmal mit diesem Roman angefangen hat, kann man ihn kaum noch aus der Hand legen und wird gleichzeitig selbst von der Thematik gefangen. Das Computerspiel, in das Nick hineingezogen wird, veranschaulicht sehr gut, wie gefährlich Spielsucht werden kann, ohne dabei mahnend den Finger zu heben.

Reihenbände


Die Dämonenakademie - Der Erwählte von Taran Matharu
Der Debütroman von Taran Matharu bietet eigentlich alles für den klassischen Fantasyfan: Menschen, Zwerge, Elfen, Orks und mehr. Außerdem gibt es magische Vertraute - die Dämonen - und eine Schule, an der man lernt mit seinen Kräften umzugehen. Hinzu kommen ein nicht unbedingt neuer, aber dennoch raffinierter Plot verwoben mit einem ganz eigenen Charme, der beim Lesen aufkommt. Es gelingt dem Autor mit alten Elementen eine neue Geschichte zu schreiben, die trotzdem begeistern kann. Der Erwählte ist dabei der erste Band der Trilogie. Der zweite Band erscheint schon im Mai.

Die Bestimmung von Veronica Roth
Nachdem sie mittlerweile auch schon verfilmt wurde, dürfte die Die Bestimmung-Reihe, die auch als die Divergent-Reihe bekannt ist, bereits ziemlich populär sein. Für mich war es dieses Jahr ein Reread und ich habe mich in den ersten Band noch einmal neu verliebt. Egal, was man vom Ende der Reihe hält, - und ich selbst fand es auch nur mittelmäßig - der erste Band, Die Bestimmung, ist auf jeden Fall ein sehr intensiver Roman, der sich absolut lohnt. Veronica Roth stellt den Leser hier vor die Frage, ob es gut ist nach verschiedenen Tugenden zu leben oder eher Humbug, und zeigt ein sehr komplexes Gesellschaftssystem. Tris ist dabei eine starke und sympathische Identifikationsfigur.

Metro 2033 von Dmitry Glukhovsky
Neben Erebos hatte ich mit Metro 2033 vermutlich das intensivste Leseerlebnis des Jahres. Der Roman ist sehr düster und der Schreibstil gewöhnungsbedürftig, aber trotz allem fällt es nicht schwer sich in die Atmosphäre einhüllen zu lassen und mit dem jungen Artjom mitzufiebern. Es ist mal etwas ganz anderes von einem Leben auf U-Bahngleisen zu lesen. Glukhovsky hat ein sehr komplexes System ausgearbeitet und jeder U-Bahnstation eine eigene Geschichte verliehen, die er völlig authentisch rüberbringt. Metro 2033 ist der erste Band der Metro-Reihe.


Reihen



Mercy-Thompson-Reihe von Patricia Briggs
Als ich den Reread zur Reihe gestartet habe, ging ich eigentlich davon aus, dass ich die Bücher mittlerweile schlechter fände, aber das ist absolut nicht der Fall. Die komplette Reihe konnte mich erneut von sich überzeugen und zeigt eine selten tapfere und selbstständige Protagonistin mit immer wieder neuen originellen Handlungssträngen. Dabei fällt es Patricia Briggs nicht schwer, die viele Charaktere und ihre Beziehungen zueinander immer weiter auszubauen. Man verliert auch nie den Überblick über die Charaktere. Stattdessen werden vor allem auch Nebencharaktere liebevoll eingeflochten und ausgeschmückt. Bei der Mercy-Thompson-Reihe handelt es sich um eine sehr bodenständige und actionreiche Romanreihe, bei der gerne um die Ecke gedacht wird. Der neunte Band der Reihe erscheint im Juni.


Weitere Leseperlen 2016



Hier führen euch die Cover zu meinen Rezensionen.

Generell war 2016 eigentlich ein Lesejahr, mit dem ich insgesamt sehr zufrieden war. Leider gab es vor allem im September und Oktober eine ziemliche Leseflaute bei mir, die durch viele Leseflops bedingt war. Vor allem konnte ich aber einige neue Autoren entdecken, die ich auch weiterhin verfolgen werde. Außerdem habe ich 2016 viel mehr Thriller gelesen als in früheren Jahren. Vielleicht ist ja unter meinen Highlights und Leseperlen des Jahres auch etwas für euch dabei. 

Kommentare:

  1. Huhu,

    zu Die Bestimmung kann ich dir nur recht geben. Den ersten Teil hab ich geliebt und konnte ich kaum aus der Hand legen. Danach mochte ich manches und manches nicht, aber Four ist und bleibt der beste Charakter der ganzen Reihe.

    Von Schwert der Wahrheit hab ich nur den ersten Sammelband gelesen. Ich fand es okay, aber die Serie mag ich lieber.

    LG Corly

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    1. Huhu Corly!

      Ich fand Four auch sehr gut dargestellt in den Büchern. Generell fand ich das Verhalten der Charaktere in der Reihe eigentlich immer plausibel, auch wenn die Handlung später an sich nicht so toll war und das Ende der Reihe ja doch etwas nüchtern war - aber besser als so ein typisches Klischee-Happy-End.

      Also, ich bin ja auch ein großer Serienfan von Legend of the Seeker, aber den zweiten Band fand ich auch gewisse Art anders besser als die Serie. Es ist schwierig, beides wirklich zu vergleichen, da zwar gewisse Handlungsstränge auftreten, aber meist ganz anders verknüpft werden. Die Story um Rachel wird im Buch ja zum Beispiel viel aufgebauschter präsentiert. In der Serie geht das etwas mehr unter.

      Liebe Grüße,
      Diana

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    2. ich fand Tris irgendwann zu nervig ehrlich gesagt. Auch Tris hätte etwas gefühlvoller in Sachen Four sein können.

      Ja, stimmt. Die Bücher sind schon anders als die Serie. Da hast du recht. Die Bücher sind mir allgemein einfach zu dick. Die Serie liegt mir mehr. Mir gefällt es auch nicht wirklich wie Khalen dargestellt wird in den Büchern. In der Serie mag ich sie lieber.

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    3. In den späteren Bänden auf jeden Fall, das stimmt.

      Khalen war für mich auch ein großes Problem in den Büchern. Ich mochte die emanzipierte Khalen in der Serie sehr und gerade, dass sie Richard nicht völlig verfallen ist und sich ihm quasi hilflos unterwirft. Aber ich hoffe, dass sich das vielleicht noch in den nächsten Bänden weiterentwickelt.

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    4. hm, ich weiß noch nicht ob ich weiterlesen will. Wirklich reizen tut es mich nicht. Es gibt so viele andere, die mir besser gefallen.

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  2. Guten Morgen,

    ich hatte im September auch eine Flaute, wegen zu vieler Flops, dafür war mein Oktober verdammt lesestark.
    Von deinen Highlights kenne ich einige. Metro 2033 war dieses Jahr auch unter meinen Top 10. Das Dunkle Herz des Waldes sogar unter meinen Top 3.

    Die Bestimmung fand ich ganz gut - aber nicht gut genug um die Reihe weiter zu verfolgen. Ich habe mich dann spoilern lassen und festgestellt, dass mich der Werdegang der Reihe auch nicht besonders mitgerissen hätte.

    Erebos fand ich nur okay. Die erste Hälfte war recht spannend, aber das Ende sehr überzogen. Saeculum fand ich besser. Das Buch war richtig atmosphärisch und die Interaktion der Figuren konnte mich echt überzeugen. Vor allem weil ich LARP kenne, war es spannend zu sehen, wie die Autorin das Thema umsetzt.

    Das Schwert der Wahrheit habe ich vor ein paar Jahren mal begonnen und fand es ganz spannend und überraschend grausam, allerdings musste ich die Bücher bei einer Trennung abgeben und habe deshalb nie neu angefangen.

    Die Dämonenakademie steht auf meiner Wunschliste und will ich dieses Jahr unbedingt (zeitnah) lesen. Hab so viel Gutes über das Buch gehört.

    Freut mich sehr, dass du so viele Highlights hattest. Ich hatte auch nur ein einziges Buch, das nur einen STern bekommen hat. Allerdings hatte ich auch 2 Abbrüche.

    LG, Ina

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    1. Huhu Ina!

      Ist ja lustig, aber schön, dass der Oktober bei dir dann wenigstens glänzen konnte. :) Da hatte ich zwar auch ein paar gute Bücher, aber hauptsächlich war der Monat trotzdem noch etwas mau.
      Ich muss auch sagen, dass ich gerade "Das dunkle Herz des Waldes" und "Metro 2033" als sehr starke Bücher empfinde. Die Atmosphäre wird in beiden Büchern gut eingefangen und trotz komplexer Storyline wird es nie unübersichtlich oder vorhersehbar.

      Ja, die Fortsetzungen von "Die Bestimmung" waren tatsächlich auch nicht so packend. Der erste Band hat mir gefallen, weil er so handlungsreich war und Tris eine starke Persönlichkeit.

      "Saeculum" mochte ich auch sehr gerne, aber irgendwie war gerade Iris mir ein bisschen zu extrem. Sie als Charakter und die Storyline um sie herum waren so eingebaut, dass es mir schwerfiel, das glaubwürdig zu finden, auch wenn die Handlung an sich trotzdem sehr spannend war. Aber Iris' Story war mir quasi ein bisschen zu viel des Guten. Aber die Umsetzung von LARP fand ich auch spannend zu lesen.

      Stimmt, grausam war "Das Schwert der Wahrheit" bisher wirklich. Ich hoffe ja, dass ich bald den dritten Band lesen werde. Langsam splittet es sich ja komplett von der Serie ab, was bedeutet, dass es für mich auch viel spannender wird. Vielleicht willst du die Reihe ja trotzdem irgendwann nochmal ganz lesen?

      Ja, "Die Dämonenakademie" kann ich echt nur empfehlen. Das Buch konnte mich sehr gut unterhalten. Es ist natürlich eher für Jugendliche geschrieben und das merkt man zuweilen auch, aber ich fand die Plotstränge trotzdem gut verwoben und vor allem der Cliffhanger am Ende von Band 1 ist echt klasse.

      Abgebrochen habe ich zum Glück nur ein Buch und zwar "A Song of Ice and Fire: A Storm of Swords: Steel and Snow" von George R.R. Martin. Das lag aber einfach daran, dass ich mich darauf nicht richtig einlassen konnte.

      Liebe Grüße,
      Diana

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  3. Huhu,
    Ich bin selbst gerade am ersten Band der "Bestimmung"-Reihe und ich kann nur sagen, dass ich begeistert bin. Ich hatte natürlich viele Erwartungen, da die Filme meine Lieblinge sind und ich muss sagen, der erste enttäuscht mich bisher ganz und gar nicht. Ich hätte das Buch beinahe fast die ganze gestrige Nacht verschlungen, bis ich mich dann wieder ermahnen musste, dass ich morgens sonst nicht rechtzeitig aufwache :D
    Die restlichen Bücher kenne ich nicht, aber viele von ihnen sprechen mich sehr wohl an, vor allem "Die Dämonenakademie". Dämonen sind meine liebsten Fantasywesen!

    Liebe Grüße
    Tanja ♥

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    1. Huhu Tanja!

      Freut mich, dass Band 1 dir so gut gefällt. :) Ich fand die Bücher auch viel besser als die Filme, von daher überrascht es mich gar nicht, dass der erste Teil dir gefällt, wenn dir die Filme auch zugesagt haben. Ich muss ja gestehen, dass ich spätestens ab dem dritten Film furchtbar enttäuscht war. Den habe ich auch abgebrochen, weil ich ihn irgendwie nicht ganz verstanden habe - und das als Buchleserin.
      Die Dämonen in "Die Dämonenakademie" sind etwas anders als klassische Dämonen. Also nicht so wie - blöd gesagt - die Dämonen aus Charmed oder Supernatural. Eigentlich sind es eher magische Kampftiere, aber ich kann es trotzdem empfehlen. Ist wirklich eine schöne Idee!

      Liebe Grüße,
      Diana

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