Montag, 31. Oktober 2016

[Rezension] Helix - Sie werden uns ersetzen von Marc Elsberg

Titel: Helix – Sie werden uns ersetzen
Autor: Marc Elsberg
Genre: Thriller
Erscheinungsdatum: 31.10.2016
Seiten: 648
Verlag: blanvalet
Format: Hardcover 
ISBN-13: 978-3-7645-0564-6
Originalpreis: 22,99€

Kurzbeschreibung: 
Der US-Außenminister stirbt bei einem Staatsbesuch in München. Während der Obduktion wird auf seinem Herzen ein seltsames Zeichen gefunden – von Bakterien verursacht? In Brasilien, Tansania und Indien entdecken Mitarbeiter eines internationalen Chemiekonzerns Nutzpflanzen und –tiere, die es eigentlich nicht geben kann. Zur gleichen Zeit wenden sich Helen und Greg, ein Paar Ende dreißig, die auf natürlichem Weg keine Kinder zeugen können, an eine Kinderwunschklinik in Kalifornien. Der Arzt macht ihnen Hoffnung, erklärt sogar, er könne die genetischen Anlagen ihres Kindes deutlich verbessern. Er erzählt ihnen von einem – noch inoffiziellen – privaten Forschungsprogramm, das bereits an die hundert solcher »sonderbegabter« Kinder hervorgebracht hat, und natürlich wollen Helen und Greg ihrem Kind die besten Voraussetzungen mitgeben, oder? Doch dann verschwindet eines dieser Kinder, und alles deutet auf einen Zusammenhang mit sonderbaren Ereignissen hin – nicht nur in München, sondern überall auf der Welt… 

Meinung: 
Optisch hält sich der Roman sehr zurück und fällt trotzdem auf, vielleicht gerade wegen dieser Zurückhaltung. Der angedeutete DNA-Strang als Titel ist auf jeden Fall ein origineller Blickfang. Innen ist das Buch typographisch sehr angenehm gestaltet und vor allem die vielen kürzeren Kapitel und Abschnitte laden zum Weiterlesen ein. Die Kurzbeschreibung ist zwar recht lang, aber dennoch – oder gerade deswegen – Interesse weckend und verrät nur die Ausgangspunkte der Geschichte.

Der Roman hält sich nicht mit langen Erklärungen auf, sondern springt sofort ins Geschehen. Der Außenminister ist tot. Dies ist der Dreh- und Angelpunkt für alle Geschehnisse, die noch kommen. Das Thema Gentechnik wird hier auf sehr interessante Art verarbeitet und hinterlässt bis zum Schluss ein beklemmendes Gefühl und weckt grausige Horrorvisionen für die Zukunft. Hier werden viele Plotstränge vermischt, die an verschiedenen Orten auf der Welt spielen und auf den ersten Blick nur eines miteinander zu tun haben, das große Thema Gentechnik. Diese Plotstränge werden hier raffiniert verwoben und bieten trotz einem ruhigen Erzähltempo viel Spannung und eine rasante Handlung. Bis zum Schluss bleibt die Handlung undurchsichtig, dann sogar noch mehr als zuvor. Vor allem wie geschickt die verschiedenen Handlungen verknüpft werden, ist wirklich bemerkenswert. Gentechnik ist ein Thema, das schon heute Menschen verschreckt und nervös macht, aber die Szenarien, die in dem Roman beschrieben werden, wirken so realistisch, dass alles davon bereits möglich sein könnte. Vor allem die Designerkinder finde ich eine wirklich gruselige Vorstellung. Auch die Entwicklungen an sich sind nachvollziehbar und auch für Laien, die mit vielen der fachspezifischen Begriffe nicht vertraut sind, leicht verständlich. Am Ende lässt der Roman einen vor allem aufgewühlt zurück. Das eher offene Ende ist dabei auf positive Art provokant.

In „Helix“ gibt es sehr viele Charaktere, die sogar ab und an Perspektivträger sein dürfen. Die wichtigsten sind aber vermutlich Jessica und Helen, die den größten Anteil an der Geschichte haben. Beides sind Frauen, die man vielleicht nicht unbedingt mögen muss, aber vor allem authentisch reagieren. Vor allem Jessica war eine sehr angenehme Figur, mit der man sehr leicht mitfühlen kann. Helen wiederum ist in einer Situation, die vermutlich keiner von uns nachfühlen kann, aber dennoch war für sie auch immer Verständnis da, auch wenn ich ihr Verhalten deswegen nicht unbedingt gebilligt habe. Generell wirken alle Charaktere wie Menschen von der Straße und sind gerade durch die spärliche Charakterausschmückung, die dem Schreibstil sehr entgegen kommt, glaubwürdig.

Dieser ist sehr sachlich und aufs notwendigste beschränkt. Es gibt keine ewigen Gedankenmonologe oder poetisch anmutende Beschreibungen. Stattdessen erzählt Elsberg direkt und ohne Umschweife. Er kommt auf den Punkt, was gerade in diesem Roman eine Notwendigkeit ist, um das Thema in den Vordergrund zu rücken, was ihm auch gut gelingt. An manchen Stellen waren die Absätze unangenehm lang und erstreckten sich manchmal auch über mehr als eine Seite, aber dies wird von den häufigen Perspektivwechseln wieder ausgeglichen.

„Helix“ ist in summa ein Roman, der einen noch lange zu beschäftigen weiß und nachdenklich macht. Das Thema ist hochaktuell, heikel und konfliktgeladen und bietet damit den perfekten Stoff. Zudem werden hier die verschiedensten Arten wie Gentechnik eingesetzt werden könnte, kombiniert, wodurch ein noch eindrucksvolleres Bild entsteht. Dies war mein erstes Buch von Elsberg und die vielen positiven Meinungen, die man über den Autor hört, kann ich nur bestätigen. Ihm ist hiermit ein wirklich gutes Werk gelungen. Dennoch muss ich sagen, dass mir bis zum Ende hin das gewisse Etwas gefehlt hat.

Fazit:
Dieser Roman hat durch die brisante Themenwahl und sachlich gute Umsetzung das Potenzial dazu, ein neuer Bestseller zu werden. Das Tempo ist zwar eher mäßig gehalten, dennoch möchte man bis zum Schluss weiterlesen.

Gesamt: 4/5

Inhalt: 4/5
Charaktere: 4/5
Lesespaß: 4/5
Schreibstil: 5/5

Sonntag, 30. Oktober 2016

[Kurzrezension] Eine Hochzeit aus Brokat von Valentina Fast

Titel: Eine Hochzeit aus Brokat
Reihe: Royal
Band: 5
Autor: Valentina Fast
Genre: Dystopie
Erscheinungsdatum: 03.12.2015
Seiten: 318
Verlag: Impress
Format: Ebook
ISBN-13: 978-3-646-60172-5
Originalpreis: 3,99€

Kurzbeschreibung: 
Nach zahlreichen Herausforderungen, Unterrichtsstunden in Etikette und Anstand, exorbitanten Kleidern und einem wiederholt gebrochenen Herzen hat Tatyana es endlich geschafft: Das Herz des Prinzen gehört ihr und seine letzte Entscheidung steht an. Doch die Fassade des königlichen Prinzessinnen-Wettbewerbs hat längst schon so tiefe Risse bekommen, dass sie sich nur noch seiner Liebe und nicht mehr seiner Wahl sicher sein kann. Denn es geht bereits um viel mehr als nur darum, die Gunst des Prinzen zu erwerben… 

Meinung: 
Der fünfte Band der Reihe hätte durchaus erfrischend sein können, wenn die Handlung hier nicht wieder auf ein Minimum reduziert wäre. Zwar bekommen wir einen Einblick in einen neuen Schauplatz, aber viel mehr ändert sich nicht. Der Wächterplot an sich ist in Ordnung, auch wenn er an manchen Stellen mit Klischees ausgeschmückt wird. Ansonsten wirkt die Geschichte aber vor allem nur verwirrender wegen den Geheimnissen vor Tatyana und gleichzeitig erzwungen. Allein die Charaktere wirken in diesem Band steifer denn je. Sie lachen unter anderem völlig plötzlich los, ohne dass es sich richtig aus dem Zusammenhang ergeben hätte. Man hat hier mehr das Gefühl als würde man ein Theaterstück mit schlechten Schauspielern beobachten. Dies liegt vermutlich am Schreibstil, der sich hier strikt gegen die allgemeine Autorenregel „Show, don’t tell“ stellt. Auch das Verhalten der männlichen Fraktion gegenüber Tatyana ist mal wieder sehr stereotypisch und einseitig gehalten. Generell spricht nichts dagegen, dass sie auf mehrere Kerle attraktiv wirkt, aber hier wird es fast schon ins Lächerliche gezogen. Dieser Band endet schließlich wieder mit einem Cliffhanger, der zumindest auf mehr Spannung im sechsten und letzten Band hoffen lässt.

Fazit: 
„Eine Hochzeit aus Brokat“ bietet zwar überraschende Wendungen und das Potenzial zur Verbesserung, allerdings nicht mehr. Im Gesamten bleibt der Roman oberflächlich und blass.

Gesamt: 2/5

Inhalt: 2/5
Charaktere: 2/5
Lesespaß: 1/5
Schreibstil: 2/5

Freitag, 28. Oktober 2016

[Rezension] Der Weg des Inquisitors von Frank Rehfeld

Titel: Der Weg des Inquisitors
Autor: Frank Rehfeld
Genre: Fantasy
Erscheinungsdatum: 17.10.2016
Seiten: 480
Verlag: blanvalet
Format: Paperback
ISBN-13: 978-3-7341-6056-1
Originalpreis: 14,99€

Kurzbeschreibung: 
Der junge Waise Torin verfügt über alles, was er als Inquisitor der Kirche der Göttlichen Familie benötigt: einen festen Glauben, mächtige Förderer und die unumstößliche Gewissheit, dass die Kirche immer im Recht ist. Er weiß auch, wie wichtig seine Arbeit ist, denn das Böse, das in der großen Wüste lauert, verdirbt immer mehr Menschen. Die Inquisition ist das einzige Bollwerk der Menschen gegen diese namenlosen Schrecken. Doch dann erkennt Torin, dass nicht alle Verurteilten wirklich Hexen sind, sondern oft unschuldig – aber auch, dass das wahre Böse viel mächtiger ist, als irgendjemand bislang ahnt. 

Meinung: 
Das Cover des Romans ist sehr zurückhaltend und eine gute Mischung aus phantastischem und historischem, auch wenn es nicht sehr aussagekräftig ist. Schön anzusehen und vor allem praktisch ist die Karte, die den Kontinent Antasia zeigt, auf dem die Geschichte spielt. Die Kurzbeschreibung auf der Rückseite des Buches ist zwar verheißungsvoll, aber in Hinblick auf den Inhalt des Romans ungünstig gewählt, da man das Gefühl bekommt als wäre Torin bereits Inquisitor. Die Geschehnisse, die angerissen werden, spielen sich allerdings erst auf den letzten hundert Seiten des Romans ab.

Das macht „Der Weg des Inquisitors“ dennoch zu keinem schlechten Roman, auch wenn man sich lange fragt, wann die Ereignisse der Kurzbeschreibung zum Tragen kommen. In der Geschichte verfolgt man den Werdegang von Torin, einem Klosterjungen, der um jeden Preis Inquisitor werden will. Der Anfang des Romans gestaltet sich dabei sehr brutal, da hier einige Foltermethoden genau beschrieben werden. Dies beschränkt sich aber vor allem auf den Beginn und kommt später nur noch ab und an auf. Die Geschichte wurde in zwei Bücher aufgeteilt, wobei der erste Teil dabei im Gesamten mehr Action aufweist, auch wenn beide in der Hinsicht nicht viel zu bieten haben. Stattdessen verfolgt man Torins Leben und die Ausbildung der Inquisitoren. Auch werden diese immer wieder mit Hexen, so genannten Visha, konfrontiert. Generell war es eine sehr schöne, langsam erzählte Geschichte und Torin war darin wie ein alter Bekannter, dem man über die Schulter schaut. Das einzige wirkliche Manko ist allerdings der Epilog. Ich finde offene Enden an sich nicht schlimm, aber in diesem Fall leider etwas zu viel des Guten, da man bereits sehr wenig Informationen über die böse Macht, die in Antasia herrscht, erfährt. Abgesehen mal davon schreit das Ende auch fast nach einer Fortsetzung, da so viele Fragen unbeantwortet bleiben. Gleichzeitig ist die Idee aber großartig, so wie auch die Umsetzung, auch wenn es ab und an mal ein paar langatmige Passagen gab.

Die Charaktere in diesem Buch wirken sehr glaubwürdig und aus dem Leben gegriffen, obwohl sich Rehfeld hier auch dezent einiger Klischees und Stereotypen bedient. Obwohl viele Figuren ihre eigenen Motivationen haben und dadurch im Konflikt mit Torin stehen, wirken sie trotzdem sympathisch. Natürlich gibt es aber auch die typischen Rivalen des Protagonisten, die zwar nicht so detailliert gearbeitet wirkten, aber dennoch ihre Rolle gut ausfüllten. Das Spannende war vor allem, dass der Leser nicht immer mit Torin übereinstimmt. Manchmal hat er seltsame Phasen und Gedankengänge, aber dennoch versteht man ihn und kann sein Handeln und Denken nachvollziehen. Auch die anderen wichtigeren Charaktere wie Naron, Berryl und Shirina haben Ecken und Kanten und trotz der klischeehaften Konstellation für sich einzigartig.

Schwierig finde ich vor allem immer einen Schreibstil zu bewerten, an dem eigentlich nichts auffällt. Und das ist hier gar nicht einmal negativ gemeint. Tatsächlich fügt sich Rehfelds Stil nämlich so gut in die Geschichte ein, dass mir nie seltsame Formulierungen oder Floskeln aufgefallen wären. Stattdessen passt die ganze Wortwahl hervorragend zum Inhalt. Auch die Namen fand ich hier ganz interessant, da sie teilweise an bekannte Begriffe oder Namen angelehnt sind, aber dennoch eigenständig genug sind. Interessant wäre aber zu erfahren, wie man „Shai-Tilith“ ausspricht.

Dies ist ein klassischer Fall von unscheinbarem Äußeren, das dafür Gold in sich birgt. Leider ist hier aber auch nicht alles Gold, was glänzt – vor allem die Auflösung der Geschichte, die quasi nicht vorhanden ist und zum Nachdenken einlädt. Vor allem ab der Hälfte des Romans hat mir das Lesen wirklich Spaß gemacht und die letzten hundert Seiten haben sich flott runtergelesen. Am Ende bleiben viele Fragen offen und die Hoffnung auf eine Fortsetzung, die diese befriedigen könnte. Als Einzelband hinterlässt das Ende aber einen bitteren Nachgeschmack, da mag der restliche Roman noch so fabelhaft munden.

Fazit: 
„Der Weg des Inquisitors“ ist ein interessanter Roman, der auf spannende Art von einer Inquisitoren-Ausbildung zu erzählen weiß. Dabei freundet man sich auch schnell mit den Charakteren an. Nichtsdestotrotz bleibt am Ende einiges im Unklaren.

Gesamt: 4/5

Inhalt: 4/5
Charaktere: 4/5
Lesespaß: 4/5
Schreibstil: 4/5

Donnerstag, 27. Oktober 2016

[Aktion] Serienabend #018


Im Mai hat die liebe Kosmeticca zu einer Aktion ausgerufen, die vor allem für Serienliebhaber gedacht ist. Worum geht es im Speziellen? Jeden Donnerstag stellt man eine Serie vor, die man gerade schaut, mit der aktuellen Folge. Das kann eine neue Serie sein, aber auch ein Rewatch.

Steckbrief

Titel: Gilmore Girls

Inhalt:
Lorelai und Rory Gilmore leben in Stars Hollow, einer verträumten Kleinstadt in Neuengland. Sie sind nicht nur Mutter und Tochter, sondern auch beste Freundinnen. Mutter Lorelai wurde bereits mit 16 Jahren schwanger und verließ das von ihr enttäuschte Elternhaus, als sie sich weigerte, den Vater des Kindes zu ehelichen. Seither pflegt sie kaum Kontakt zu ihren Eltern im benachbarten Hartford, doch das ändert sich gleich zu Beginn der Serie.
Rory ist mittlerweile auch 16 Jahre alt und ihr Traum ist es, einmal auf die prestigeträchtige Harvard Universität zu gehen. Der erste Schritt dorthin ist die Aufnahme in eine gute Schule, was der fleißigen Schülerin auch gelingt. Die Chilton Preparatory School lässt sie zwar zu, doch, obwohl ihre Mutter als Managerin einer Pension tätig ist, sind die Kosten für das Schulgeld deutlich zu hoch. Um Rory trotzdem auf die Schule schicken zu können, geht Lorelai nach Jahren der Funkstille auf ihre Eltern zu, die ihre Enkelin bisher kaum kennen. 
Emily und Richard Gilmore sind ein finanziell sehr gut gestelltes Paar, gehören der High Society von Neuengland an und legen großen Wert auf Etikette - womit ihre rebellische Tochter noch nie etwas anfangen konnte. Mit Rory hingegen verstehen sich die beiden prächtig und so lassen sie sich darauf ein, Lorelai das Geld für Rorys Ausbildung zu leihen. Unter einer Bedingung: Jeden Freitag müssen die beiden jüngeren Gilmores zum Abendessen im Hause der Großeltern erscheinen.

Staffel: Staffel 6

Folge: Folge 1, "Funkstille"


1. Beschreibe die aktuelle Folge in drei Worten

Ring, Gericht und Funkstille

2. Bewerte die Folge mit einer Schulnote und begründe deine Entscheidung

Ich gebe eine 1-. Dass Rory so völlig neben sich steht, finde ich furchtbar. Und ich finde, Logan kann zumindest in dem Punkt mit der Yacht echt nichts dafür, auch wenn er sonst tatsächlich nicht grad die beste Gesellschaft darstellt. Ich frage mich wie die Sache im Gericht mit Lorelai ausgegangen wäre, vermutlich glimpflicher. Wenigstens kann sie sich jetzt freuen. Die Sache mit ihr und Luke ist großartig. Und ich hoffe, das mit dem Haus wird auch noch was. Und die Sache zwischen Lorelai und Rory kann ich voll verstehen, zumindest aus Lorelais Sicht. Sie hat echt versuch ihr bestes für ihre Tochter zu geben und dann das...und Rory scheint das völlig gelassen hinzunehmen.

3. Wie entdeckst du neue Serien (Werbung, Freunde, Empfehlungen, Bibliothek, ...)?

Also, in der Frage stehen schon ein paar Antworten. Manche Serien hab ich über Fernsehwerbung entdeckt, manche über Facebook, manche über spezielle Blogbeiträge, in denen neue Serien vorgestellt werden, manche habe ich durch Freunde oder Bekannte oder andere Blogger entdeckt,...und ja, manche wurden mir auch empfohlen. Und manchmal suche ich auch einfach gezielt nach neuen Serien. Das ist völlig unterschiedlich. Nur in der Bibliothek habe ich noch keine Serie entdeckt. Da suche ich nämlich lieber Bücher. ;)

Mittwoch, 26. Oktober 2016

[Rezension aus dem Archiv] Die Legende der Wächter - Die Wanderschaft von Kathryn Lasky

Titel: Die Wanderschaft
Reihe: Die Legende der Wächter
Teil: 2
Autor: Kathryn Lasky
Sprecher: Stefan Kaminski
Genre: Jugendbuch
Erscheinungsdatum: 07.10.2010
Seiten: 280
CD’s: 3
Verlag: Jumbo Neue Medien & Verlag GmbH
Format: Hörbuch
ISBN-13: 978-3833726170
Preis: 14,99€

Kurzbeschreibung: 
Soren und das Elfenkäuzchen Gylfie suchen ihre verschollenen Eltern. Alles, was sie finden, sind verlassene und zerstörte Nester. Während ihrer Suche treffen sie auf den Höhlenkauz Digger, dessen Eltern von den Eulen von Sankt Ägolius getötet wurden. Zusammen mit dem rebellischen Bartkauz Morgengrau machen sich die Freunde zu dem sagenhaften Ga'Hoole-Baum auf, wo edle Eulen in einer ritterlichen Gemeinschaft leben sollen. Und tatsächlich geht ihr Traum in Erfüllung und sie werden im Großen Ga'Hoole-Baum aufgenommen. Hier lernen sie fliegen, navigieren und kämpfen und werden in die Geheimnisse der Eulen-Gesellschaft eingeweiht. 

Inhalt: 
Soren, Gylfie, Digger und Morgengrau sind auf der Suche des Ga’Hoole-Baums, dessen Eulen angeblich das Böse bekämpfen. Doch ihre Reise beinhaltet viele Hindernisse und auch bei ihrer Ankunft im Ga’Hoole-Baum entwickelt sich rein gar nichts nach den Vorstellungen der jungen Eulen.

Meinung: 
Der zweite Teil der Reihe ähnelt dem ersten vom Cover her sehr. Auch hier sieht man wieder einen großen Eulenkopf, wenn auch einen anderen. Darunter spielt sich eine wiederum andere Szene ab als bei Teil 1, denn hier sitzen zwei Eulen auf einem Ast und durch die grüne Farbe wirkt alles ein wenig düster und geheimnisvoll. Diesmal passen die goldenen Lettern zwar besser zum Cover, aber dennoch finde ich den Titel so nicht passend. Auch hier haben wir wieder die fehlende Kennzeichnung der Reihe. Auf der Rückseite gibt es eine gute Kurzbeschreibung und noch ein paar Worte zum Sprecher. Auch dieses Hörbuch besteht aus drei CDs, die mit dem immer gleichen Bild bedruckt sind, wenn auch eines davon optisch heller ist. Ebenso gibt es wieder ein kleines Beiheftchen, in dem zuallererst die Kapitelangaben und Minutenlängen, dann Personenangaben, Autor- und Sprecherinformationen, eine Weltkarte und schließlich Werbung für andere Hörbücher und Bücher zu finden sind. Das finde ich schön gemacht.

Auch hier hat mir anfangs wieder die Spannung gefehlt, die im gesamten Hörbuch auch nur spärlich gesät wurde. Den Ausgang potenziell guter Handlungsstränge kann der Hörer meistens bereits erahnen. Vieles ist einfach zu offensichtlich und manchmal wird der Plot auch einfach unnötig gedehnt, obwohl es keinen großen Sinn macht. Man merkt einfach, dass dieses Hörbuch mehr zur Überbrückung gedacht ist. Aber als leichte Hörlektüre finde ich es trotzdem gelungen. Man erfährt von neuen Handlungsplätzen und immer wieder passiert etwas.

Auch in diesem Buch wird sehr auf die einzelnen Charaktere eingegangen. Soren und seine Freunde haben sich wieder ein wenig weiterentwickelt und es macht einfach Spaß ihrer Geschichte zu folgen, da sie so unterschiedliche Persönlichkeiten sind, die immer wieder fesseln. Hier erfährt man auch einiges über die Eulenfamilien und auch die Nebencharaktere sind alle voller Leben, wenn auch manchmal etwas seltsam.

Den zweiten Teil der Reihe hat Stefan Kaminski genauso gut gesprochen wie den ersten. Seine Stimme passt gut zu dem Hörbuch und er versteht es die Stimmen so zu sprechen, dass man sie auseinanderhält. Auch die Musik ist wieder vorhanden, die an passenden Stellen einen Einschnitt macht.

Auch den zweiten Teil habe ich in wenigen Stunden durch gehört und war eigentlich immer sehr aufmerksam. Zwar war mir am Anfang doch recht langweilig, aber schlecht ist das Hörbuch keineswegs. Allein Kaminski macht dieses Hörbuch zu einem tollen Erlebnis.

Fazit: 
Ich würde das Hörbuch eher der jüngeren Generation ans Herz legen. Es ist wunderbar gemacht und eine ganz nette Fortsetzung geworden.

Gesamt: 4/5

Handlung: 3/5
Charaktere: 4/5
Hörspaß: 4/5
Sprecher: 5/5

Verfasst am: 11.03.2011

Dienstag, 25. Oktober 2016

[Aktion] Gemeinsam Lesen #020


Diese Aktion leiten Summi und Naddlpaddl von Schlunzen-Bücher. Jeden Dienstag stellt man das Buch vor, das man aktuell liest und beantwortet noch eine zusätzliche Frage.

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du? 

Gerade lese ich "Helix" von Marc Elsberg und bin dort auf S. 1.


2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite? 
Dann stand nur mehr das Rednerpult auf der Bühne des vollbesetzten Hotelsaals, und der Außenminister lag reglos daneben.
 3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Viel kann ich bisher ja noch nicht zum Buch sagen, aber ich hoffe, es wird richtig gut. Immerhin haben mir das schon ein paar Leute prophezeit, die andere Bücher des Autors gelesen haben. Ich las mich einfach mal überraschen, aber der erste Satz zeigt ja immerhin schon einmal, dass sich das Buch sofort ins Geschehen stürzt.

4. Bist du ein Mängelexemplar-Jäger?

Früher ja, heute nicht mehr so. Wenn ich Mängelexemplare sehe, muss ich sie nicht mehr ums Biegen und Brechen haben. Zum einen weiß ich, dass ich normale Bücher eigentlich lieber habe und abgesehen mal davon ist mein SuB einfach zu hoch für Unmengen an Mängelexemplaren und bei denen drücke ich auch mal ein Auge zu, wenn der Klappentext mich nur halb anspricht, aber es ab einer gewissen Menge an Büchern noch einen extra Rabatt gibt. Mittlerweile versuche ich deswegen solche Wühltische zu umgehen. Manchmal stöbere ich gerne und man findet so ja auch durchaus ein paar Schätzchen, aber gerade meine Mängelexemplare gehören vermutlich zum größten Stapel meines SuB. 

Montag, 24. Oktober 2016

[Kurzrezension] Eine Krone aus Stahl von Valentina Fast

Titel: Eine Krone aus Stahl
Reihe: Royal
Band: 4
Autor: Valentina Fast
Genre: Dystopie
Erscheinungsdatum: 05.11.2015
Seiten: 253
Verlag: Impress
Format: Ebook
ISBN-13: 978-3-646-60171-8
Originalpreis: 3,99€

Kurzbeschreibung: 
Wenige Wochen nur trennen die übriggebliebenen Kandidatinnen von der Enthüllung des echten Prinzen und seiner Wahl der Prinzessin. Alle vier jungen Männer scheinen sich bereits für ihre zukünftige Frau entschieden zu haben, nur wer Anspruch auf Tatyana erheben wird, liegt immer noch im Dunkeln. Dass sie selbst zwiegespalten ist, macht die Situation nicht unbedingt leichter. Erst eine gemeinsame Reise durch das gesamte Königreich öffnet ihr die Augen – nicht nur, was ihr Herz betrifft, sondern auch, was die wahren Pläne des Königreichs angeht…

Meinung: 
„Eine Krone aus Stahl“ schließt sich den vorhergehenden Bänden inhaltlich nahtlos an, wie es bereits gewohnt ist. Auch in diesem Band ist die Handlung leider eher dröge und gerade die Tatsache, die bereits im Klappentext angesprochen wird – nämlich, dass die Entscheidungen schon gefällt scheinen, nimmt der ganzen Geschichte die Spannung, zumal der zweite Plotstrang um die Meteoriten wieder überwiegend in den Hintergrund tritt, auch wenn die Handlung dennoch im späteren Verlauf dieses Buches interessanter wird. Aber eigentlich passiert hier nichts und das hilft dem Roman nicht gerade dabei den Leser bei der Stange zu halten. Auch über die Kuppel und Viterra wird wieder so gut wie gar nichts gesagt.

Auch die Charaktere an sich haben sich nur mäßig verbessert. Phillip erscheint hier tatsächlich plausibler als zuvor, während Tatyana leider immer noch viel zu aufbrausend ist und ständig jammert. In dem Punkt kann sie sich leider mit ihrer Kontrahentin Charlotte messen. Generell bleibt das Buch sehr klischeehaft und kalkuliert. Die Enthüllungen am Ende sind recht offensichtlich. Auch negativ aufgefallen sind mir die vielen Phrasenwiederholungen. Zum Beispiel wünscht sich Tatyana immer wieder, dass sich unter ihr der Boden auftun soll. Gerade an diesem Band sieht man sehr gut, dass die Bände einzeln nur mäßig Spannung aufbringen und es klüger gewesen wäre, mehrere zu einem Buch zusammenzuschließen.

Fazit: 
Alles in Allem knüpft „Eine Krone aus Stahl“ nicht nur inhaltlich an seine Vorgänger an und weißt fast noch weniger Handlung auf. Die Geschichte zieht sich hin, ohne an Reiz zu gewinnen und wird mehr und mehr zur Farcé.

Gesamt: 2/5

Inhalt: 1/5
Charaktere: 2/5
Lesespaß: 1/5
Schreibstil: 3/5

Samstag, 22. Oktober 2016

[Challenge] Lesemarathon im Oktober 2016



Die liebe Lisa von Little Bookland lädt wieder zu einem 48-Stunden-Lesemarathon ein. Und nachdem ich bei vielen anderen Gelegenheiten nie die Zeit hatte, um an Lesemarathen teilzunehmen, möchte ich diesen nicht versäumen. Ich werde es aber definitiv etwas lockerer angehen als beim letzten Mal, da ich mich gleichzeitig auch noch auf den NaNoWriMo vorbereite. Aber da ich genau wegen diesem im November lesetechnisch vermutlich etwas kürzer treten werde, würde ich gerne noch ein paar Bücher vor Monatsende verschlingen.

Meine Ziele: 
- am Samstag das erste Buch von "Der Weg des Inquisitors" schaffen (bis S.162)
- am Sonntag mindestens bis S.378 lesen
- mindestens 300 Seiten lesen
- "Der Weg des Inquisitors" beenden

Gelesene Seiten am Samstag: 211 Seiten
Gelesene Seiten am Sonntag: 269 Seiten
Gelesene Seiten insgesamt: 480 Seiten

Beendete Bücher: 1

Updates:

22.10., 15.15 - 16.20 (1 Stunde und 5 Minuten)
Mit "Der Weg des Inquisitors" habe ich nun ganz frisch begonnen und die ersten 42 Seiten geschafft. Bis jetzt ist das Buch auf jeden Fall interessant und absolut nichts für schwache Gemüter. Aber ich denke, dass allein schon der Titel das bereits vermuten lassen hat. Viel ist noch nicht passiert. Vor allem hat man die ersten 30 Seiten eher einem inneren Monolog des aktuellen Inquisitors Naron gelauscht, aber einige Geschehnisse des ersten und zweiten Kapitels lassen bereits auf eine interessante Geschichte hoffen. Mal sehen wie es weitergeht.


22.10., 18.30 - 19.40 (1 Stunde und 10 Minuten)
Da ich diesmal weniger abgelenkt war - bei meiner ersten Lesesession habe nebenbei Civilization V gespielt - ging es etwas zügiger voran und ich konnte besser in die Geschichte eintauchen. So habe ich weitere 59 Seiten geschafft. Langsam bekomme ich eine Ahnung, in welche Richtung diese Geschichte gehen soll, aber im Großen und Ganzen bleibt es noch im Verborgenem. Vor allem hoffe ich, dass man Torin bald näher kennenlernt, denn bisher bleibt seine Motivation noch recht eindimensional. Ich bin zuversichtlich, dass ich mein Ziel von 162 Seiten bis zum Schlafen gehen noch schaffe, aber mehr wird es wohl nicht, da ich noch ein paar andere Dinge erledigen muss. 

22.10., 20.45 - 23.00 (2 Stunden und 15 Minuten)
Mein Ziel habe ich jetzt doch noch überboten und habe nun insgesamt 211 Seiten geschafft, in den zwei Stunden also 110 Seiten. Bis jetzt gefällt mir das Buch ganz gut, auch wenn die Richtung immer noch nicht ganz eindeutig ist. Momentan mutmaße ich, dass hier vor allem Torins Weg zum Inquisitor aufgezeigt wird, was der Klappentext nicht direkt verlauten lassen hat. Außerdem gibt es wohl einen Feind zu besiegen und auf den bin ich schon sehr gespannt. Ganz die Hälfte des Romans habe ich zwar nicht geschafft, aber vielleicht gelingt es mir ja morgen doch noch das Buch zu beenden. Das wäre auf jeden Fall erbaulich.

23.10., 12.50 - 13.30 (40 Minuten)
Auch heute starte ich wieder recht locker in den Lesemarathon und habe bisher 25 Seiten gelesen und damit einen kurzen Einblick in die Ausbildung der Adepten gewonnen, die gerade begonnen hat. Ein paar Entwicklungen sind dabei ein bisschen stereotypisch, aber deswegen keineswegs schlecht. Bis zum nächsten Update würde ich gern die 300-Seiten-Marke durchbrechen.

23.10., 15.40 - 18.30 (2 Stunden und 50 Minuten)
Mittlerweile habe ich tatsächlich S. 378 erreicht und damit mein vorgenommenes Ziel für den Tag erreicht. Ironischerweise wird es aber genau an dieser Stelle spannend, daher würde ich das Buch heute sehr gerne noch beenden. Obwohl die Geschehnisse bis jetzt nicht sonderlich spannend waren, war es doch interessant der Ausbildung Torins zu folgen. An manchen Stellen fällt das stereotypische Schreiben des Autors auf, aber macht das Buch deswegen nicht weniger glaubwürdig oder gar nervig. Ich bin vor allem schon gespannt wie die Sache mit dem Bösen ausgeht, denn endlich wird auf den Klappentext zu sprechen gekommen.

23.10., 20.30 - 22.30 (2 Stunden)
Gestern hätte ich es nicht erwartet, heute ist es geschehen. Ich habe "Der Weg des Inquisitors" ausgelesen und meine Gefühle dazu befinden sich im Streit. Tatsächlich waren die letzten hundert Seiten des Buches sehr spannend zu lesen und gingen für meinen Geschmack in die richtige Richtung. Einzig der Epilog liegt etwas bitter auf der Zunge. Dieses offene Ende lässt einen als Leser verwirrt zurück und lässt fast auf eine Fortsetzung hoffen. Trotzdem mochte ich das Buch gerade gegen Ende hin sehr. 

[Aktion] Leseausblick #004

Diese Aktion hat Martin von Martins Minds ins Leben gerufen. Jeden Samstag stellt man ein Buch vor, das man als nächstes lesen möchte und beantwortet ein paar Fragen dazu. 

Klappentext:
Der US-Außenminister stirbt bei einem Staatsbesuch in München. Während der Obduktion wird auf seinem Herzen ein seltsames Zeichen gefunden – von Bakterien verursacht? In Brasilien, Tansania und Indien entdecken Mitarbeiter eines internationalen Chemiekonzerns Nutzpflanzen und –tiere, die es eigentlich nicht geben kann. Zur gleichen Zeit wenden sich Helen und Greg, ein Paar Ende dreißig, die auf natürlichem Weg keine Kinder zeugen können, an eine Kinderwunschklinik in Kalifornien. Der Arzt macht ihnen Hoffnung, erklärt sogar, er könne die genetischen Anlagen ihres Kindes deutlich verbessern. Er erzählt ihnen von einem – noch inoffiziellen – privaten Forschungsprogramm, das bereits an die hundert solcher »sonderbegabter« Kinder hervorgebracht hat, und natürlich wollen Helen und Greg ihrem Kind die besten Voraussetzungen mitgeben, oder? Doch dann verschwindet eines dieser Kinder, und alles deutet auf einen Zusammenhang mit sonderbaren Ereignissen hin – nicht nur in München, sondern überall auf der Welt…

1. Warum wolltest du das Buch haben? 
Naja, der Klappentext klingt richtig spannend und Marc Elsbergs früherer Roman "Blackout" stand ziemlich lang auf der Bestsellerliste. Daran bin ich in der Buchhandlung ständig vorbeigelaufen, immer in der Versuchung es noch zu lesen. Irgendwie kam es nie so weit, aber jetzt möchte ich es gern mit "Helix" versuchen und wenn mir der gefällt, auch mit seinen anderen Romanen. Die Ideen dahinter finde ich alle sehr interessant.

2. Wie lange liegt es schon auf deinem SuB? 
Erst seit zwei Tagen.

3. Warum möchtest du es jetzt lesen?
Zum einen ist es ein Rezensionsexemplar und deswegen will ich es nicht auf die lange Bank schieben. Aber abgesehen einmal davon hungere ich nach einem spannenden, guten Buch und vielleicht finde ich es ja in "Helix", auch wenn ich genauso große Hoffnungen in mein aktuelles Buch, "Der Weg des Inquisitors", setze. Leider konnten mich die meisten Bücher, die ich zuletzt gelesen habe, nicht so sehr mitreißen und es wäre echt schön, mal wieder ein Buch zu lesen, das einem unter die Haut geht. 

Freitag, 21. Oktober 2016

[Neuzugänge] #009 - Bücherfasten für Anfänger

Je mehr ich las, 
umso näher brachten die Bücher mir die Welt, 
um so heller und bedeutsamer wurde für mich das Leben.
- Maxim Gorki

Damit mein SuB nicht immer weiter explodiert, wollte ich es demnächst mal wieder etwas ruhiger angehen lassen. Denn sonst lese ich nie mehr als ich dazubekomme und erreiche mein Ziel von maximal 100 Büchern auf dem SuB garantiert nicht. Ein paar Neuzugänge gibt es trotzdem wieder und dabei freue ich mich vor allem über die dazugekommenen Rezensionsexemplare. 

Gekauft:

Mit Band 5 & 6 der "Royal"-Reihe wollte ich ursprünglich noch etwas warten, aber dann dachte ich mir, dass ich es besser bewerten kann, wenn ich sie möglichst zusammenhängend lese. Der fünfte Band ist mittlerweile auch schon gelesen, jetzt wartet nur noch der sechste Band auf dem SuB.

Royal: Eine Hochzeit aus Brokat von Valentina Fast
Nach zahlreichen Herausforderungen, Unterrichtsstunden in Etikette und Anstand, exorbitanten Kleidern und einem wiederholt gebrochenen Herzen hat Tatyana es endlich geschafft: Das Herz des Prinzen gehört ihr und seine letzte Entscheidung steht an. Doch die Fassade des königlichen Prinzessinnen-Wettbewerbs hat längst schon so tiefe Risse bekommen, dass sie sich nur noch seiner Liebe und nicht mehr seiner Wahl sicher sein kann. Denn es geht bereits um viel mehr als nur darum, die Gunst des Prinzen zu erwerben…

Royal: Eine Liebe aus Samt von Valentina Fast
Es ist so weit. Mit dem Angriff auf das Königreich unter der Glaskuppel haben extravagante Ballkleider, glitzernde Juwelen und funkelnde Mädchenträume ihre Bedeutung für immer verloren. Während fremde Soldaten das Land überschwemmen, bleibt Tatyana nichts anderes übrig als zu fliehen – und kommt so zu einem Ort, von dem sie niemals gedacht hätte, ihn je betreten zu können. Nun liegt es an ihr, das Königreich zu retten, auch wenn dessen Prinz ihr das Herz gebrochen hat…



Rezensionsexemplar:

Der Weg des Inquisitors von Frank Rehfeld
Dieser Fantasyroman wurde mir freundlicherweise vom Bloggerportal zur Verfügung gestellt.  
Der junge Waise Torin verfügt über alles, was er als Inquisitor der Kirche der Göttlichen Familie benötigt: einen festen Glauben, mächtige Förderer und die unumstößliche Gewissheit, dass die Kirche immer im Recht ist. Er weiß auch, wie wichtig seine Arbeit ist, denn das Böse, das in der großen Wüste lauert, verdirbt immer mehr Menschen. Die Inquisition ist das einzige Bollwerk der Menschen gegen diese namenlosen Schrecken. Doch dann erkennt Torin, dass nicht alle Verurteilten wirklich Hexen sind, sondern oft unschuldig – aber auch, dass das wahre Böse viel mächtiger ist, als irgendjemand bislang ahnt.

Helix - Sie werden uns ersetzen von Marc Elsberg
Dieser Thriller des Bestsellerautors wurde mir ebenfalls vom Bloggerportal zur Verfügung gestellt.  
Der US-Außenminister stirbt bei einem Staatsbesuch in München. Während der Obduktion wird auf seinem Herzen ein seltsames Zeichen gefunden – von Bakterien verursacht? In Brasilien, Tansania und Indien entdecken Mitarbeiter eines internationalen Chemiekonzerns Nutzpflanzen und –tiere, die es eigentlich nicht geben kann. Zur gleichen Zeit wenden sich Helen und Greg, ein Paar Ende dreißig, die auf natürlichem Weg keine Kinder zeugen können, an eine Kinderwunschklinik in Kalifornien. Der Arzt macht ihnen Hoffnung, erklärt sogar, er könne die genetischen Anlagen ihres Kindes deutlich verbessern. Er erzählt ihnen von einem – noch inoffiziellen – privaten Forschungsprogramm, das bereits an die hundert solcher »sonderbegabter« Kinder hervorgebracht hat, und natürlich wollen Helen und Greg ihrem Kind die besten Voraussetzungen mitgeben, oder? Doch dann verschwindet eines dieser Kinder, und alles deutet auf einen Zusammenhang mit sonderbaren Ereignissen hin – nicht nur in München, sondern überall auf der Welt…

Donnerstag, 20. Oktober 2016

[Aktion] Serienabend #017


Im Mai hat die liebe Kosmeticca zu einer Aktion ausgerufen, die vor allem für Serienliebhaber gedacht ist. Worum geht es im Speziellen? Jeden Donnerstag stellt man eine Serie vor, die man gerade schaut, mit der aktuellen Folge. Das kann eine neue Serie sein, aber auch ein Rewatch.

Steckbrief

Titel: Gilmore Girls

Inhalt:
Lorelai und Rory Gilmore leben in Stars Hollow, einer verträumten Kleinstadt in Neuengland. Sie sind nicht nur Mutter und Tochter, sondern auch beste Freundinnen. Mutter Lorelai wurde bereits mit 16 Jahren schwanger und verließ das von ihr enttäuschte Elternhaus, als sie sich weigerte, den Vater des Kindes zu ehelichen. Seither pflegt sie kaum Kontakt zu ihren Eltern im benachbarten Hartford, doch das ändert sich gleich zu Beginn der Serie.
Rory ist mittlerweile auch 16 Jahre alt und ihr Traum ist es, einmal auf die prestigeträchtige Harvard Universität zu gehen. Der erste Schritt dorthin ist die Aufnahme in eine gute Schule, was der fleißigen Schülerin auch gelingt. Die Chilton Preparatory School lässt sie zwar zu, doch, obwohl ihre Mutter als Managerin einer Pension tätig ist, sind die Kosten für das Schulgeld deutlich zu hoch. Um Rory trotzdem auf die Schule schicken zu können, geht Lorelai nach Jahren der Funkstille auf ihre Eltern zu, die ihre Enkelin bisher kaum kennen. 
Emily und Richard Gilmore sind ein finanziell sehr gut gestelltes Paar, gehören der High Society von Neuengland an und legen großen Wert auf Etikette - womit ihre rebellische Tochter noch nie etwas anfangen konnte. Mit Rory hingegen verstehen sich die beiden prächtig und so lassen sie sich darauf ein, Lorelai das Geld für Rorys Ausbildung zu leihen. Unter einer Bedingung: Jeden Freitag müssen die beiden jüngeren Gilmores zum Abendessen im Hause der Großeltern erscheinen.

Staffel: Staffel 4

Folge: Folge 12, "Abgefahren"


1. Beschreibe die aktuelle Folge in drei Worten

Liz, Fleming und Jason

2. Bewerte die Folge mit einer Schulnote und begründe deine Entscheidung

Ich gebe eine 1-. Ich mochte die Folge ziemlich gern, auch wenn sie echt chaotisch war. Dass Liz bei Luke zu Besuch war, war ja ein ziemlicher Knall. Das mit dem Auto und Jesse habe ich mir aber fast schon gedacht...hoffen wir nur, dass es Rory nicht zu sehr durcheinander bringt. Paris hat mich ehrlich gesagt fast schon schockiert. Sie ist so furchtbar abgebrüht. Ich meine, Jamie hatte Geburtstag! Jason kann ich nicht wirklich leiden. Ich meine, wer telefoniert denn den ganzen Vormittag, wenn er eigentlich mit seiner Freundin zu tun hat? Aber auf der anderen Seite will er unbedingt, dass Lorelai und er es offiziell machen. Ich hoffe, das hält nicht lange. Ansonsten bin ich vor allem gespannt darauf, in welche Richtung es Lane jetzt verschlagen wird.

3. Was sind deine Serienpläne für den Herbst? Gibt es bestimmte Serien, die du anschauen möchtest oder auf die du dich ganz besonders freust?

Naja, natürlich freue ich mich darauf, dass z.B. "The Vampire Diaries" wieder weitergeht. Ansonsten wollte ich auch in ein paar aktuelle neue Serien reinschnuppern, aber festgelegt habe ich mich da noch nicht. Eventuell wollte ich auch mit einer Freundin zusammen eine Serie schauen, aber das ist bisher nur kurz im Gespräch gewesen. Einen wirklichen Plan habe ich also nicht, aber ich denke auch, dass ich mit "Gilmore Girls" noch ein paar Wochen beschäftigt sein werde und dann ist der halbe Herbst auch schon wieder vorbei. 

Mittwoch, 19. Oktober 2016

[Rezension aus dem Archiv] Kalix - Fluch der Werwölfe von Martin Millar

Titel: Kalix - Fluch der Werwölfe
Autor: Martin Millar
Genre: Fantasy
Erscheinungsdatum: 01.09.2010
Seiten: 744
Verlag: Fischer
Format: Broschiert
ISBN-13: 978-3841421029
Preis: 16,95€

Kurzbeschreibung: 
Teenager-Werwölfin Kalix MacRinnalch hat so einige Probleme: ihre Verwandten und die Gilde der Werwolfjäger wollen sie tot sehen und das verstärkt ihre gewaltige Depression ziemlich. Diese mit Drogen zu bekämpfen, vereinfacht die Sache allerdings auch nicht gerade. Zum Glück hat Kalix ihre menschlichen Freunde Daniel und Moonglow, die ihr in London Unterschlupf bieten. Doch die beiden naiven Studenten sind keine wirkliche Unterstützung, wenn es um fiese, modesüchtige Feuergeister und bösartige Gangster-Wölfe geht. Nur der hellseherisch begabte Werwolf Decembrius könnte Kalix helfen, doch er hat seine eigenen Gründe dafür... 

Meinung: 
Rein äußerlich hebt sich der zweite Band der Kalix-Reihe erheblich vom ersten Teil ab. Anders als beim ersten Band ziert keine fotografierte Frau das Cover, sondern ein junges Mädchen im Comicstil, was nicht wirklich zum Thema passt. Außerdem ist das Mädchen keinem der Protagonisten zuzuordnen, da alle anders aussehen. Es wirkt alles sehr flippig, da grelle Farben Titel und Mädchen vom Londoner Hintergrund abheben. Der Titel ist mit aggressivem Rot geschrieben. Die Farbe passt sehr gut, auch wenn das Gesamtbild nicht stimmig ist. Der Buchrücken ist schlichter. Oben sieht man einen Mond und in der Mitte Autor und Titel, wobei letzterer wieder in einem grünen Kästchen steht. Die Rückseite des Buches ist nicht ganz so flippig. Ganz oben in einem grünen Kästchen steht ein knapper Eindruck über die Protagonistin Kalix, darunter steht weiß auf schwarz die Kurzbeschreibung, wobei diese nicht sehr viel über den Inhalt des Buches sagt. Ganz vorne im Buch gibt es auch noch einmal einen Klappentext und ganz hinten Informationen zum Autor und zur Übersetzerin. Und davor wird noch Werbung für diverse Bücher gemacht. Die Schrift ist überraschend groß. Es gibt über 200 Kapitel, die immer Mitten auf den Seiten neu anfangen. Das ist gut nachvollziehbar, da das Buch ein wirklich dicker Schinken ist und auch sehr groß. Schade ist natürlich, dass dieses Buch dem Vorgänger in keinster Weise ähnelt.

Man kann eigentlich sehr schlecht wiedergeben, was in diesem Buch passiert, weil so viele verschiedene Handlungsstränge gleichzeitig ablaufen. Das ist keineswegs schlecht, nur fehlt einem manchmal das Ziel des Buches. Da Kalix die Hauptfigur ist, müsste sie auch irgendetwas anstreben, was sie aber nicht tut. Daher dümpelt das Buch eher dahin, auch wenn es wirklich viele Spannungsmomente gibt und die Idee des Buches absolut genial ist. Dennoch läuft die Handlung oft so ineinander über, dass es wirkt als hätten die Protagonisten eigentlich immer Glück und müssten gar nichts machen, um sich oder andere zu retten.

Wirklich sympathisch sind eigentlich die wenigsten Charaktere, was das Buch aber grundsätzlich nicht schlecht macht. Viele haben schlimme Eigenschaften. Doch am meisten hat mich Kalix gestört. Alle anderen haben wenigstens die Fähigkeit sich weiterzuentwickeln, aber bei Kalix ist es so, dass sich nichts verändert. Das ganze Buch über hofft man, dass es langsam zur Besserung kommt und Kalix endlich etwas aus sich macht. Leider laufen ihre Verhaltensweisen immer nach der gleichen Weise ab. Thrix und Malveria waren auch sehr nervtötend, weil sie nicht wie Erwachsene, sondern oft wie Kinder agieren.

Was zum Schreibstil, aber auch noch ein wenig zu den Charakteren gehört, ist, dass es grässlich war kindische, primitive Dialoge zu lesen, obwohl die meisten der Protagonisten eigentlich sehr gut gebildet sind. Wenn Kalix oder Agrivex kindlich reden, ist das nicht schlimm, aber zum Beispiel bei Dominil, die in Oxford war, erwartet man etwas ganz anderes. Auch außerhalb der Monologe gibt es viele einfache, langweilige Sätze. Es gibt sehr viel wörtliche Rede und eher sehr wenige Beschreibungen. Das Buch liest sich recht flüssig.

Mir fiel es nicht schwer das Buch in verhältnismäßig kurzer Zeit zu lesen. Es gibt so viel Handlung, das man einfach bei der Stange gehalten wird. Dennoch habe ich mich des Öfteren über die Handlung und die Charaktere und besonders deren Dialoge aufgeregt. Den ersten Teil kann die Fortsetzung sicherlich nicht toppen.

Fazit: 
Die Fortsetzung von Kalix muss man nicht unbedingt gelesen haben, wer die Werwölfe aber ins Herz geschlossen hat, sollte sich die Geschichte dennoch nicht entgehen lassen. Die Handlungen sind mal wieder sehr erfrischend.

Gesamt: 3/5

Handlung: 3/5
Charaktere: 3/5
Lesespaß:3/5
Schreibstil: 2/5

Verfasst am: 02.03.2011

Dienstag, 18. Oktober 2016

[Aktion] Gemeinsam Lesen #019


Diese Aktion leiten Summi und Naddlpaddl von Schlunzen-Bücher. Jeden Dienstag stellt man das Buch vor, das man aktuell liest und beantwortet noch eine zusätzliche Frage.

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du? 

Gerade lese ich "Die Hexen von Kiew" von Lada Lusina und bin dort auf S.170.


2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite? 
"Der Teufel?", flüsterte Mascha.
 3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Bis jetzt bin ich mir noch nicht sicher, was ich von dem Roman halten soll. Der Schreibstil ist sehr interessant und mal was anderes. Außerdem erfährt man hier einiges über Kiew. Auf der anderen Seite wirkt die Handlung bisher für meinen Geschmack ein wenig zu übertrieben, was aber auch daran liegt, dass die Protagonistinnen Katja, Mascha und Dascha unterschiedlicher nicht sein könnten. Bisher hat die Geschichte auch noch nicht richtig angefangen. Anders als ich gedacht habe, ist es tatsächlich kein lockerflockiger Unterhaltungsroman, sondern man muss konzentriert lesen, damit einem nichts entgeht.

4. Welche Buchreihe muss man Deiner Meinung nach gelesen haben?

Wenn mir mal die obligatorische "Harry Potter"-Reihe außen vor lassen, würde ich mich vermutlich für "Die Gilde der Schwarzen Magier" von Trudi Canavan entscheiden. Die Autorin gehört zu meinen Lieblingsautoren und diese Reihe war ein weiterer Schritt, um meine Liebe zur Fantasy zu entfachen. Abgesehen mal davon ist Canavans Weltenbau einfach toll. Ob man sie wirklich gelesen haben muss, ist jetzt natürlich subjektiv, aber ich selbst habe mich in die ganze Geschichte und eigentlich alle Romane der Autorin verliebt. Canavan hat zwar auch ein paar Schwächen, aber über die konnte ich immer hinwegsehen. 

Montag, 17. Oktober 2016

[Rezension] Ein Schloss aus Alabaster von Valentina Fast

Titel: Ein Schloss aus Alabaster
Reihe: Royal
Band: 3
Autor: Valentina Fast
Genre: Dystopie
Erscheinungsdatum: 01.10.2015
Seiten: 249
Verlag: Impress
Format: Ebook
ISBN-13: 978-3-646-60162-6
Originalpreis: 3,99€

Kurzbeschreibung: 
Nur zwölf Mädchen sind in der prunkvollen Fernsehshow zur Wahl der Prinzessin übriggeblieben und immer noch weiß niemand, wer von den vier jungen Männern der wahre Anwärter auf den Thron ist. Tatyana ist das aber mittlerweile egal. Ihr Herz schlägt bereits für einen von ihnen und was sie auch versucht, sie kann nichts dagegen tun. Erst als ihre Erinnerung an das zurückkehrt, was wirklich in der Nacht des Meteoritenschauers passiert ist, beginnen ihre Gefühle wieder zu schwanken… 

Meinung: 
Auch das Cover des dritten Bandes weckt sofort Assoziationen mit der gesamten Reihe. Auf der einen Seite wirken das Cover – wie auch die anderen – sehr passiv und erzählt nicht wirklich etwas über den Inhalt des Romans, aber drückt gleichzeitig sehr gut aus, um was es vordergründig geht: Eine Prinzessinnenauswahl. Der Klappentext gefällt mir hier bisher am besten, da er nicht nur die Auswahl behandelt, sondern auch den zweiten Plotstrang aufnimmt. Allerdings ist die Kurzbeschreibung trotzdem ein bisschen irreführend formuliert. Und wirklich spannend eigentlich auch nicht, aber das Ende des zweiten Bandes sorgt vermutlich allein dafür, dass man weiterliest.

Hier ist mir der Prolog zum ersten Mal wirklich unangenehm aufgefallen. Er ist aus Tatyanas Sicht geschrieben, die bereits alles durchlebt hat und sich zurückerinnert. Aber da sie dabei einfach keine wichtige Information verrät, hätte man den Prolog genauso gut weglassen können. Wo ich im zweiten Band noch sagen konnte, dass es sich gebessert hat, bleibt die Verbesserung hier leider aus. Die Handlung ist nicht wirklich spannend und gerade nach diesem Band hatte ich das Gefühl, dass ich an der Stelle auch gut und einfach hätte abbrechen können, auch wenn man bis dahin noch nicht weiß, wer der Prinz ist und was es mit den Meteoriten auf sich hat. Die Liebeshandlung wird hier etwas schlüssiger dargestellt als bisher – zumindest das Verhalten der Charaktere im Bezug darauf – aber ist trotzdem übertrieben. Weiterhin hatte ich das Gefühl, dass Tatyana ständige Gedankenwiederholungen hatte. Immer wieder wiederholt sie die gleichen Gedanken, wenn auch mit anderen Worten. Ohne diese Ausschweifungen hätte man das Buch deutlich kürzen können – und die anderen Bände vermutlich ebenso. Auch Tatyanas Beliebtheit beim Volk und allen vier Männern stößt hier wieder extrem auf. Und auch in diesem Teil drängt sie sich wieder sehr oft in den Vordergrund und wirkt damit egoistisch, auch wenn das nicht direkt angesprochen wird. Auch über die Kuppel und Viterra selbst erfährt man hier wieder nichts und wird damit noch mehr im Regen stehen gelassen als in den Vorbänden.

Zu den Charakteren gibt es weiterhin wenig Neues zu erzählen. Tatyanas Verhalten gegenüber den jungen Männern wird hier etwas glaubwürdiger dargestellt, aber immer noch ist sie nicht wirklich sympathisch. An ihr wirkt einfach etwas falsch, zu perfekt, zu beliebt. Und das ohne, dass sie auch nur einen Finger dafür krümmen müsste. Besonders furchtbar fand ich, wie leicht sie dem jungen Mann ihres Herzens nachgibt, obwohl er sie immer wieder mies behandelt. Die anderen Charaktere werden nur mäßig detaillierter beschrieben. So lernt man hier ein paar der Kandidatinnen etwas besser kennen, aber das bleibt ziemlich begrenzt. In diesem Teil merkt man auch schon, dass sich die jungen Männer teilweise schon für bestimmte Kandidatinnen interessieren.

Der Schreibstil hat sich im Vergleich zum zweiten Band nicht wirklich geändert. Es gibt auch hier wieder Begriffe und Ausdrücke, die nicht ganz reinpassen wollen, aber im Großen und Ganzen liest es sich recht flüssig. Wie bereits erwähnt, hätte man allerdings einiges heraus kürzen können, da gerade hier oft inhaltliche Wiederholungen auftauchen, die mit verschiedenen Ausdrucksweisen wiedergegeben werden.

Letztendlich fand ich den dritten Band der „Royal“-Reihe sogar ein bisschen schlechter als die ersten beiden Bände, was vor allem der mangelnden Handlung geschuldet ist. Auch hier kann ich nur wieder anmerken, dass ich es besser gefunden hätte, wenn man die Reihe nicht so extrem aufgesplittet hätte. Das hätte gerade diesem Band auch etwas mehr Schwung gegeben, da hier nichts Außergewöhnliches passiert und man sich ein bisschen fühlt als würde man auf der Stelle treten. Bis jetzt wurde der neue Plotstrang immer wieder gestreift, aber nie richtig angegangen, was sehr schade ist. Mittlerweile ist nicht einmal mehr richtig interessant, wer eigentlich der Prinz ist, zumal sich die Tendenzen aus den Vorbänden mittlerweile festigen.

Fazit:
„Ein Schloss aus Alabaster“ fällt im Vergleich zu den bisherigen Bänden der Reihe etwas ab und liest sich verhältnismäßig eher zäh. Den Charakteren fehlt weiterhin die Authentizität und auch Spannung kommt hier keine auf.

Gesamt: 2/5

Inhalt: 2/5
Charaktere: 2/5
Lesespaß: 1/5
Schreibstil: 3/5

Sonntag, 16. Oktober 2016

[Aktion] SuB-Destroyer #005


Diese Aktion wurde von Schlunzen-Bücher eingeführt. Am 15. eines Monats werden drei Themen genannt, zu denen man aus seinem eigenen SuB Bücher auswählen soll. Unter diesen soll dann abgestimmt werden, welches dann bis zum nächsten Monat gelesen werden soll. Diesmal bin ich etwas spät dran, aber möchte trotzdem wieder mitmachen, vor allem da die Kategorien diesmal vielversprechende Bücher zutage gefördert haben. Die Abstimmphase geht bis nächsten Sonntag und danach habe ich dann wieder den üblichen Monat Zeit für das gewählte Buch, also bis zum 23. November.

Im letzten Monat sollte ich "Die Hexen von Kiew" von Lada Lusina lesen. Leider habe ich das Buch bis jetzt noch nicht angefangen, aber ich wollte es als nächstes lesen und hoffe, dass ich es nicht zu spät nach der Frist beende. Irgendwie wollte einfach nicht die Motivation aufkommen, nachdem ich innerhalb der letzten Wochen fast nur Bücher gelesen haben, die mir einfach nicht zugesagt haben. Aber auf der anderen Seite spornt mich gerade euer Interesse an dem Buch an, es doch noch zu lesen. Sobald ich das Buch dann gelesen und rezensiert habe, verlinke ich die Rezension hier.


Die Kategorien im Oktober:

1. Ein Hardcover

Eine amerikanische Stadt, neun Jahre, nachdem die Bomben fielen. Majestätisch thront die Kuppel des Kapitols über den Trümmern – in ihr leben die Reinen, die Makellosen. Sie wurden auserwählt, eine neue, bessere Menschheit zu begründen. Unten in der Stadt kämpfen alle Übrigen ums Überleben. Auch die 16-jährige Pressia hat es schwer, sich und ihren Großvater durchzubringen. Und dann soll sie auch noch eingezogen werden, um für das grausame Militärregime zu arbeiten, das Angst und Schrecken in der Stadt verbreitet. Als sie den Verschwörungstheoretiker Bradwell kennenlernt, scheint das zunächst ihre Rettung zu sein. Er kennt den Untergrund und hilft ihr, unterzutauchen. Doch dann wird sie erwischt...

2. Ein Cover mit einem Gesicht drauf

Als Ethan zum ersten Mal seine neue Mitschülerin Lena sieht, ist er sofort wie vom Blitz getroffen: Seit Monaten begegnet ihm das schöne schwarzhaarige Mädchen mit den unglaublichen grünen Augen in seinen Träumen, und nun steht sie leibhaftig vor ihm. Ethan verliebt sich unsterblich in sie, nicht ahnend, dass Lena ein dunkles Geheimnis verbirgt. Sie entstammt einer uralten Hexenfamilie, und an ihrem sechzehnten Geburtstag wird sich ihr Schicksal – und damit auch Ethans – für immer entscheiden...



3. Ein Buch, das (dich) weniger als zwei Euro gekostet hat

Als Nadias verwitweter Vater ihr mitteilt, dass er wieder heiraten will, löst er eine gewaltige Familienkrise aus. Sein neuer Schatz ist eine üppige Blondine, aus der Ukraine wie er auch, mit einer Vorliebe für grüne Satinunterwäsche, Fertiggerichte und hochtechnisierte Kücheneinrichtungen. Nadia ist sofort klar, daß diese Frau vor nichts haltmachen wird, um ihre ehrgeizigen Träume zu verwirklichen … 
Doch etwas Gutes hat die Angelegenheit: Nadia und ihre Schwester Vera sprechen seit Jahren das erste Mal wieder miteinander, verbunden durch das gemeinsame Ziel: ihr Vater muss aus den Klauen der Glücksritterin gerettet werden! Doch auch der alte Mann arbeitet zielstrebig an der Erfüllung seiner Träume. Unter anderem schreibt er an einer ›Geschichte des Traktors auf Ukrainisch‹, die nicht weniger als die Geschichte der industrialisierten Welt behandelt …

Ihr könnt bis zum 23.10. um 23:59 hier per Kommentar abstimmen, welches Buch ich lesen soll. Ich würde mich über eure Beteiligung freuen. 

Samstag, 15. Oktober 2016

[Aktion] Leseausblick #003

Diese Aktion hat Martin von Martins Minds ins Leben gerufen. Jeden Samstag stellt man ein Buch vor, das man als nächstes lesen möchte und beantwortet ein paar Fragen dazu. 

Klappentext:
Drei junge Frauen im heutigen Kiew werden, nicht ganz freiwillig, zu Hexen und geraten von einem haarsträubenden Abenteuer ins nächste. Es ist eben gar nicht so einfach, einen Zaubertrank nicht nur richtig zu brauen, sondern auch korrekt anzuwenden! Ist es Zufall, dass gerade jetzt Anhänger eines Satanistenkults in Kiew ihr Unwesen treiben? Eine uralte Macht soll beschworen werden, und die drei Hexen müssen feststellen, dass der verehrte Michail Bulgakow sich an entscheidender Stelle irrte...


1. Warum wolltest du das Buch haben? 
Ehrlich gesagt kann ich mich gar nicht mehr daran erinnern wie das Buch damals zu mir kam, da es schon so lange her ist. Ich mutmaße aber, dass es im Rahmen einer Ebay-Ersteigerung war. Warum mich das Buch interessiert, ist recht leicht zu beantworten: Der Handlungsort hat mich gereizt. Aber auch die Handlung klingt vielversprechend.

2. Wie lange liegt es schon auf deinem SuB? 
Ich würde jetzt sagen, mindestens 5 Jahre. Genauer kann ich es leider nicht angeben. Aber wie man sieht, liegt es - wie sehr viele meiner ungelesenen Bücher - schon sehr lange auf dem SuB. 

3. Warum möchtest du es jetzt lesen?
Anstoß dazu hat mir die Aktion "SuB-Destroyer" gegeben, bei der unter anderem dieses Buch zur Auswahl stand. Langsam neigt sich der Monat, den ich zum Lesen Zeit habe aber dem Ende zu und deswegen sollte ich mich wohl endlich mal an den Roman ran wagen. Ich bin auf jeden Fall gespannt, ob das Buch so amüsant ist, wie es klingt.

Freitag, 14. Oktober 2016

[Rezension] Ein Königreich aus Seide von Valentina Fast

Titel: Ein Königreich aus Seide
Reihe: Royal
Band: 2
Autor: Valentina Fast
Genre: Dystopie
Erscheinungsdatum: 03.09.2015
Seiten: 224
Verlag: Impress
Format: ebook
ISBN-13: 978-3-646-60161-9
Originalpreis: 3,99€

Kurzbeschreibung:
Die entscheidenden Tage des Wettbewerbs um die Gunst des unbekannten Prinzen haben begonnen. Tatyana und den anderen Mädchen wird die erste Aufgabe zugewiesen und sie erfordert nicht wenig Einfallsreichtum und Geschick. Gleichzeitig beginnen sich die vier möglichen Prinzen Abend für Abend mit jedem der Mädchen zu treffen. Die Spannung steigt. Mit wem wird wohl Tatyana ausgehen müssen? Und was, wenn er sie nicht mag? Doch dann passiert eines Nachts etwas, mit dem sie am wenigsten gerechnet hat… 

Meinung: 
Das Cover des zweiten Bandes erinnert sofort an den Vorgänger und besticht wieder durch seine Schlichtheit, aber gleichzeitige Betonung auf dem Mädchenhaften. Der Klappentext klingt nach dem Lesen des ersten Bandes nicht allzu spannend, aber weckt zumindest Neugier auf das weitere Geschehen der Reihe. Nachdem mir der erste Teil der Reihe eigentlich nicht sonderlich zugesagt hat, wollte ich trotzdem wissen wie es weitergeht und der Reihe eine zweite Chance geben.

Im Großen und Ganzen ist das Buch auch besser geworden. Es wirkt deutlich reifer und auch die Handlung an sich ist spannender, da hier noch ein zusätzlicher Konflikt mit eingeflochten wird. So richtig überzeugen konnte es mich trotzdem wieder nicht, gerade weil die Protagonistin ständig im Vordergrund steht. Immerzu geht es ihr nicht gut und alle bemuttern sie oder es geht einfach nur generell darum, dass alle sie mögen. Denn bis auf ihre Konkurrentinnen ist sie immer die Beliebteste. Jeder der jungen Männer mag sie, die Reporterin, die Lehrer, die Vertrauten, das Volk,…und gleichzeitig wird sie immer als das arme Mädchen dargestellt, um das sich gekümmert werden muss. Das wird leider in einem unrealistischen Maß ausgereizt. Auch die Liebesgeschichte wirkt übertrieben und gekünstelt und hier wird fast ein bisschen zu sehr auf „Liebe auf den ersten Blick“ gesetzt. Anders kann man es nicht nennen, denn die Liebesgeschichten bahnen sich hier nicht wirklich natürlich an, sondern werden einem eher hin geklatscht. Auch schade ist, dass man hier wieder nur sehr wenig über Viterra erfährt. Zwar gibt es hier mehr Andeutungen zum Hintergrund der Kuppel, aber der Leser wird weiterhin im Dunkeln gelassen. Das Ende schließt auch hier wie schon im ersten Band mit einem Cliffhanger ab, der es einem fast unmöglich macht das nächste Buch nicht lesen zu wollen.

Zu den Charakteren gibt es im zweiten Band eigentlich nur wenig hinzuzufügen. Mit Tatyana konnte ich mich noch immer nicht identifizieren, geschweige denn ihr Verhalten nachvollziehen. Sie wirkt auf mich wie die nervige von allen gemochte Person, die immer alles richtig macht, selbst wenn sie es nicht tut. Und man selbst wird daneben ignoriert. Und gerade deswegen verstehe ich nicht wie jeder Charakter in diesem Buch sie mögen kann. Sie jammert auch immer noch sehr viel und wirkt einfach nicht ganz rund. Ich habe nie das Gefühl gehabt, über eine richtige Persönlichkeit zu lesen, weil sie so blass bleibt. Auch die anderen Charaktere bleiben mehr Skizzen. Es gibt nur einige wenige, die richtige, dafür aber statische Charakterzüge haben, so wie Tatyanas beste Freundin Claire, die das typische Plappermaul darstellen soll. Hier differenzieren sich die jungen Männer zwar ein bisschen, aber nicht anhand wirklicher Verhaltensweisen, sondern eigentlich wird nur ausgelesen, welche Kandidatin sich für welchen der Männer interessiert.

Mit dem Schreibstil kam ich hier etwas besser zurecht als noch im ersten Band. Er wirkt hier ausgereifter. Dennoch stolpert man trotz dem flüssigen Stil öfter über verschiedene Sätze und Ausdrücke, die gekünstelt wirken oder gar nicht richtig passen wollen.

Ich habe das Buch zwar wieder sehr schnell durchgelesen, aber ein richtiges Vergnügen war es auch diesmal nicht, obwohl mir der zweite Teil der Reihe bereits besser gefallen hat. Immer noch ist nicht sicher, wer der Prinz sein könnte, auch wenn sich eine recht eindeutige Tendenz herausbildet. Spannend fand ich vor allem den zweiten Plotstrang, der sich hier langsam herauskristallisiert und Potenzial haben könnte. Nur leider wird das bisher nur ganz schwach abgehandelt. Es bleibt nach wie vor eher eine oberflächliche Liebesgeschichte, aber verspricht zumindest für die folgenden Bände mehr Tiefe.

Fazit: 
„Ein Königreich aus Seide“ ist eine Fortsetzung, die zeigt, dass sich die Reihe noch nach oben hin steigern kann und es bereits getan hat. Leider bleiben die Charaktere blasse Hüllen, die Dialoge steif und die Handlung um Tatyana klischeehaft und erzwungen.

Gesamt: 2,5/5

Inhalt: 3/5
Charaktere: 2/5
Lesespaß: 2/5
Schreibstil: 3/5

Donnerstag, 13. Oktober 2016

[Aktion ] Serienabend#016


Im Mai hat die liebe Kosmeticca zu einer neuen Aktion ausgerufen, die vor allem für Serienliebhaber gedacht ist. Worum geht es im Speziellen? Jeden Donnerstag stellt man eine Serie vor, die man gerade schaut mit der aktuellen Folge. Das kann eine neue Serie sein, aber auch ein Rewatch.

Steckbrief

Titel: Gilmore Girls

Inhalt:
Lorelai und Rory Gilmore leben in Stars Hollow, einer verträumten Kleinstadt in Neuengland. Sie sind nicht nur Mutter und Tochter, sondern auch beste Freundinnen. Mutter Lorelai wurde bereits mit 16 Jahren schwanger und verließ das von ihr enttäuschte Elternhaus, als sie sich weigerte, den Vater des Kindes zu ehelichen. Seither pflegt sie kaum Kontakt zu ihren Eltern im benachbarten Hartford, doch das ändert sich gleich zu Beginn der Serie.
Rory ist mittlerweile auch 16 Jahre alt und ihr Traum ist es, einmal auf die prestigeträchtige Harvard Universität zu gehen. Der erste Schritt dorthin ist die Aufnahme in eine gute Schule, was der fleißigen Schülerin auch gelingt. Die Chilton Preparatory School lässt sie zwar zu, doch, obwohl ihre Mutter als Managerin einer Pension tätig ist, sind die Kosten für das Schulgeld deutlich zu hoch. Um Rory trotzdem auf die Schule schicken zu können, geht Lorelai nach Jahren der Funkstille auf ihre Eltern zu, die ihre Enkelin bisher kaum kennen. 
Emily und Richard Gilmore sind ein finanziell sehr gut gestelltes Paar, gehören der High Society von Neuengland an und legen großen Wert auf Etikette - womit ihre rebellische Tochter noch nie etwas anfangen konnte. Mit Rory hingegen verstehen sich die beiden prächtig und so lassen sie sich darauf ein, Lorelai das Geld für Rorys Ausbildung zu leihen. Unter einer Bedingung: Jeden Freitag müssen die beiden jüngeren Gilmores zum Abendessen im Hause der Großeltern erscheinen.

Staffel: Staffel 3

Folge: Folge 19, "Eine wilde Nacht"


1. Beschreibe die aktuelle Folge in drei Worten

Party, Eifersucht und Stress

2. Bewerte die Folge mit einer Schulnote und begründe deine Entscheidung

Ich gebe ihr eine 2+. Sie hatte eigentlich wieder ziemlich viele tolle Momente. Zum einen dass Rory und Lorelai nun Freitag abends nichts mehr mit sich anzufangen wissen, da sie nicht zu den Großeltern fahren. Das mit Jesse und dem Abschluss wundert mich nicht und ich muss auch sagen, dass ich ihn langsam immer weniger leiden kann. Eigentlich ist er ja echt nicht auf den Kopf gefallen, aber manchmal stellt er sich echt bescheuert an. Und dann lässt er es auch noch an Rory aus...nach der Szene am Ende bin ich ja gespannt wie es bei den beiden weitergeht. Mal sehen auch wie Lindsay damit umgeht. Und für Lorelai bleibt ja echt nur zu hoffen, dass das mit ihrem Hotel langsam wieder bergauf geht, auch wenn sie die Sache echt gut löst. Da kann man nur Respekt haben. Dass Dave auf Yiung so eifersüchtig ist, ist auch völlig irrational. Arme Lane.

3. Update: Wie viele Folgen/Serien hast du geschafft, seit es den Serienabend gibt?

Devious Maids: Staffel 4 (Serie beendet)
Reign: Staffel 3 (letzte 2 Folgen, aktueller Stand)
Pretty Little Liars: Staffel 1-7 (aktueller Stand)
Gilmore Girls: Staffel 1-3 (aktuell Folge 19)

Ich glaube, da waren noch ein paar einzelne Folgen von anderen Serien dabei, aber das fällt mir jetzt im Zusammenhang mit dem Serienabend ein. Gerade bei PLL und GG schaue ich momentan ja sehr strikt nur diese eine Serie. Im Normalfall neige ich eher dazu auch zwischendrin mal noch was anderes zu schauen, aber jetzt beginnt ja auch langsam wieder die Seriensaison. 

Mittwoch, 12. Oktober 2016

[Rezension aus dem Archiv] Die stumme Bruderschaft von Julia Navarro

Titel: Die stumme Bruderschaft
Autor: Julia Navarro
Genre: historischer Thriller
Erscheinungsdatum: 03.2010
Seiten: 416
Verlag: Blanvalet
Format: Broschiert
ISBN-13: 978-3442374991
Preis: 4,49€

Kurzbeschreibung: 
Nach einem Brandanschlag auf den Turiner Dom wird eine Leiche geborgen – mit abgeschnittener Zunge. Die Ermittlungen führen Kommissar Valoni, die attraktive Archäologin Sofia Galloni und die spanische Journalistin Ana Jiménez zu dem heiligen Grabtuch Christi, das in der Kathedrale aufbewahrt wird, und zu zwei rivalisierenden Geheimbünden. Ihr Konflikt wurzelt tief in der Vergangenheit des Christentums – und noch heute schrecken diese Bruderschaften selbst vor Mord nicht zurück. … 

Meinung: 
Das Cover ist recht dramatisch gestaltet. Die Grundfarbe ist gelb-orange und vorne in der Mitte befindet sich eine Art Kreuz mit einem Stachelkranz. Davon weg fließt Blut. Darüber und darunter stehen groß und gut lesbar Autor und Titel. Auch auf dem Buchrücken kann man das Kreuz sehen. Auf der Rückseite des Buches findet man eine recht anregende Kurzbeschreibung, die viel Spannung verspricht. Darüber ist wieder eine kleine Version des Kreuzes abgebildet und darüber eine Ein-Satz-Zusammenfassung der Geschichte. Ganz unten steht auch noch ein Zitat der FAZ. Man kann auch direkt ablesen, wer das Buch übersetzt hat. Die Schrift ist sehr klein und die Seiten vollständig ausgenutzt, was die Augen leider schnell ermüdet. Die Kapitel beginnen und enden auch mitten auf den Seiten. Es wirkt ein wenig als hätte man das Buch so dünn wie möglich halten wollen, anstatt auf Leserfreundlichkeit einzugehen. Ganz vorne im Buch kann man noch eine recht lange Beschreibung des Buches finden und darunter eine kleine Autoreninformation. Im hinteren Teil gibt es Werbung für andere Bücher. Es gibt leider auch einige Rechtschreibfehler im gesamten Buch.

Die Handlung ist ein wenig verwirrend. Es wird immer wieder zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin und her gewechselt. In der Vergangenheit erfährt man mehr über das Grabtuch von Turin und in der Gegenwart finden die Ermittlungen statt. Der Leser ist den Ermittlern damit immer einen Schritt voraus, da er mehr weiß. Dennoch kann die Geschichte nicht wirklich glänzen. Es gibt zwar durchaus spannende Momente, aber der Leser kann sich weder richtig in die Geschichte einlesen, weil es so viele Personen gibt, aus deren Sicht die Geschichte geschrieben ist, und wiederum wechselt die Handlung auch sehr rasch und die Charaktere bleiben einem eher fern.

Mich persönlich haben so ziemlich alle Charaktere genervt, da sie so unecht wirken. Zum einen wirkt es, als würden sie sich zwanghaft verhalten, dann verhalten sie sich auch noch recht unrealistisch und zu guter Letzt werden bestimmte Charakterzüge immer wieder genannt. Sofia zum Beispiel wird immer wieder als überaus intelligent und wunderschön bezeichnet. Mag ja schön sein, aber muss das wirklich immer erwähnt werden, zumal es ohnehin schon nervt, dass sie in allem so gut ist.

Flüssig ist die Geschichte sicherlich nicht. Ursprünglich hatte ich angenommen Navarro wäre Historikerin. Dass sie aber Journalistin ist, schockiert mich dann doch. Alles Historische ist wunderbar geschrieben, aber wenn es um das Verhalten der Personen und grundsätzlich die Sätze geht, bekommt man das Grauen. Zumeist sind die Sätze recht primitiv und ich stand öfters davor das Buch einfach abzubrechen. Da reißen nicht mal die vielen kürzeren Absätze und häufig verwendete wörtliche Rede etwas raus.

Ich musste mich wirklich durch das Buch durchkämpfen. Die historischen Passagen waren zwar einigermaßen unterhaltsam und haben mich sehr belehrt, aber ansonsten hat mir das Lesen kaum Spaß gemacht. Einer Journalistin hätte ich dann doch mehr Schreibkünste als Historikkenntnisse zugetraut.

Fazit: 
Dieses Buch empfehle ich ehrlich gesagt gar keinem. Hier stimmt einfach gar nichts so richtig. Es gibt sowohl bessere Thriller als auch historische Romane und bestimmt auch bessere historische Thriller.

Gesamt: 1/5

Handlung: 2/5
Charaktere: 1/5
Lesespaß: 1/5
Schreibstil: 1/5

Verfasst am: 01.03.2011

Dienstag, 11. Oktober 2016

[Aktion] Gemeinsam Lesen #018


Diese Aktion leiten Summi und Naddlpaddl von Schlunzen-Bücher. Jeden Dienstag stellt man das Buch vor, das man aktuell liest und beantwortet noch eine zusätzliche Frage.

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du? 

Gerade lese ich "Royal: Eine Hochzeit aus Brokat" von Valentina Fast und bin dort auf S.1.


2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite? 
Wenn mir einmal jemand prophezeit hätte, was ich heute fühlen würde, ich hätte ihn vermutlich ausgelacht.
 3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Naja, zum Buch selbst kann ich ja noch nicht viel sagen, da ich erst heute damit anfange. Aber das ist ja mittlerweile Band 5 der "Royal"-Reihe und nachdem ich ihr zwischendrin eine zweite Chance eingeräumt habe, lese ich die Bücher nur noch zu Ende, um ein richtiges Fazit ziehen zu können - und mit der Hoffnung, dass ich vielleicht doch noch positiv überrascht werde. Ich kann leider gar nicht nachvollziehen, warum alle von diesen Büchern so begeistert sind.

4. Liest du lieber alleine oder in Gesellschaft?

Eindeutig alleine. Also, mein Freund liest in letzter Zeit auch vor dem Schlafen gehen, aber ehrlich gesagt macht mich das auch ein bisschen nervös. Hauptsächlich liegt es vermutlich daran, dass ich es gar nicht gewohnt bin, aber gerade beim Lesen möchte ich mich ja auf das Buch einlassen und alles um mich herum vergessen. Gesellschaft ist da eher hinderlich. 

Sonntag, 9. Oktober 2016

[Rezension] Wolf Moon River von Rainer M. Schröder

Titel: Wolf Moon River
Autor: Rainer M. Schröder
Genre: Jugendroman
Erscheinungsdatum: 12.09.2016
Seiten: 384
Verlag: cbj
Format: Ebook / Hardcover
ISBN-13: 978-3-641-16312-9
Originalpreis: 13,99€ / 16,99€

Kurzbeschreibung: 
Patrick wusste, dass es die Hölle wird – der Trip in die kanadische Wildnis mit dem Lover seiner Mutter und dessen Tochter Olivia. Doch wie nah er Himmel oder Hölle tatsächlich kommen würde, konnte der Siebzehnjährige nicht ahnen. Nachdem das Flugzeug abgestürzt, der Pilot tot und die Mutter verletzt ist, bleibt Patrick nichts anderes übrig, als sich mit der verhassten Olivia zu Fuß durch die Wildnis zu schlagen, um Hilfe zu holen. Doch der Weg in die Zivilisation ist weiter und das Wetter katastrophaler als gedacht. Wie gut, dass sie kurz vor dem Aufgeben auf Jack treffen, der mit dem Kanu auf den Stromschnellen des Wolf Moon Rivers gekentert ist. Doch warum hat der gehetzt wirkende Typ eine Schusswunde? Warum spricht er im Schlaf von einer Leiche? Und wird er wirklich verfolgt? Als Patrick merkt, dass sie auf einen Mörder gesetzt haben, ist es so gut wie zu spät... 

Meinung: 
Das Cover vermittelt passend zum Inhalt sofort die richtige Atmosphäre. Nicht nur wirkt es wunderbar herbstlich und düster, sondern zeigt einen Wald in völliger Abgeschiedenheit aus der Vogelperspektive. So schön das Cover ist, so fatal ist die Kurzbeschreibung, die der Geschichte jegliche Spannung und Überraschung nimmt und im Grunde einen ganz anderen Plotschwerpunkt vermittelt. Dadurch wartet der Leser sehr lange auf Geschehnisse, die erst spät im Buch eintreten. Generell hat das Buch ein ganz anderes Tempo als hier angedeutet wird.

Die Handlung ist eigentlich gut und teils auch überraschend, aber durch die bekannte Kurzbeschreibung wird wie gesagt die Luft raus genommen. Ansonsten hätte die Geschichte viel Potenzial gehabt. Der Anfang ist erst einmal überraschend und anders als erwartet. Das Tempo der Geschichte wiederum ist langsam und hinzukommen auch noch Handlungswiederholungen aus verschiedenen Perspektiverzählungen. So gibt es im Grunde fünf Perspektivträger, die die Geschichte erzählen, aber effektiv eher drei nötige Perspektiven. Zwei Handlungsstränge werden hier verknüpft: Der von Jack und der von Olivia und Patrick. Im Laufe des Buches kam mir hier öfter der Gedanke, dass es genauso spannend hätte sein können, wenn man beide Handlungsstränge gar nicht vereint, sondern daraus zwei Romane gemacht hätte. Im Endeffekt bremst nämlich Jacks Handlung die der anderen beiden aus. Jack ist auf der Flucht und die wird wirklich rasant geschildert. Dagegen hat man bei Olivia und Patrick teilweise eher das Gefühl, dass sie auf einem Schulausflug sind und nicht auf einer Art Rettungsmission. Der Plottwist am Ende war wirklich gelungen, aber das Ende an sich ging mir viel zu schnell und war eher eine bittere Enttäuschung.

Die Charaktere werden alle durch einige wenige Merkmale beschrieben. Generell stören diese Stereotype im ersten Moment aber nicht. Gerade Olivia war zum Beispiel ein sehr umgänglicher Charakter und vor allem im Laufe der Geschichte lernt man ihre Eigenarten zu verstehen. Auch Jack hat seine sympathischen Seiten und vor allem wirkt er bis zum Ende hin sehr lebendig. Von allen Charakteren war er vielleicht sogar am authentischsten und hat seine Rolle wirklich gut gespielt. Patricks Mutter war mir für die Situation an sich vielleicht etwas zu gelassen, aber im Großen und Ganzen glaubwürdig. Bei Frank und Scott war ich lange hin- und hergerissen, wie ich sie einstufen soll, aber auch sie wirken zumindest sehr authentisch und in gewissen Zügen sympathisch. Und dann ist da Patrick. Ich gebe zu, dass er sich gegen Ende hin deutlich verbessert hat, aber er war im Grunde der unsympathischste Charakter, den Olivia an ihrer Seite hätte haben können. Er versucht cool zu sein und gibt ständig Sprüche von sich, bei denen man nur die Augen verdrehen kann. Und eigentlich dreht sich alles nur um ihn. Im Endeffekt ist es interessant die völlig konträren Charaktere Olivia und Patrick aufeinandertreffen zu lassen und dazu zu zwingen einander helfen zu müssen. Dennoch konnte gerade Patrick mich nie ganz überzeugen. Er scheint einfach die ganze Welt zu hassen, obwohl ihm niemand so richtig was getan hat.

Schröder schafft es sehr leicht die Atmosphäre mit seinen Worten einzufangen. Dadurch bekommt man schnell ein Gefühl für die Geschichte und hat direkt das Gefühl mit dabei zu sein und kann sich die Handlung gut vorstellen. Was mich allerdings sehr gestört hat, war ein Plotaspekt, der bei Jack angesprochen wurde. Ständig wird von dem Mord berichtet und versucht etwas darüber zu erzählen ohne etwas zu erzählen. Auf Dauer fand ich das als Leser ziemlich nervig und hätte mir gewünscht, dass das Thema dann gar nicht erst ständig angeschnitten würde.

Selbst wenn man darüber hinwegsieht, dass die Kurzbeschreibung jegliche Spannung raubt, hat das Buch einige Kanten und Ecken, an denen man sich zu leicht stößt. Eigentlich mochte ich die Olivia-Patrick-Perspektiven mehr als die anderen, aber dann musste man sich wieder mit Patrick herumquälen, was leider auch eine Qual war. Erziehung scheint er wirklich nicht genossen zu haben. Schlimmer fand ich dann aber das Ende, das völlig sang- und klanglos war. Es war als hätte Schröder es sich einfach machen wollen. Leider hat er dem Roman dadurch Authentizität geraubt.

Fazit:
„Wolf Moon River“ hat eigentlich viele Elemente, die ein gutes Buch ausmachen. Die Zusammensetzung dieser Puzzleteile fällt aber leider schwach aus. Zwar kann der Roman mit seiner Geschichte durchaus begeistern und vor allem die Beschreibung der Wildnis fängt Schröder sehr gut ein, aber ganz stimmig wirkt die Geschichte nicht.

Gesamt: 3/5

Inhalt: 3/5
Charaktere: 3/5
Lesespaß: 3/5
Schreibstil: 4/5