Mittwoch, 31. August 2016

[Neuzugänge] #006 - Ich kam, sah und kaufte

Ein Leben ohne Bücher ist wie eine Kindheit ohne Märchen, 
ist wie eine Jugend ohne Liebe, ist wie ein Alter ohne Frieden.
- Carl Peter Fröhling

Wer kennt sie nicht? Diese furchtbar reizvollen Wühltische, die einen mit einem tollen Buch locken...und dann geht man mit 10 Büchern raus. Zumindest war das bei mir der Fall, auch wenn ich zu meiner Verteidigung sagen muss, dass ich dabei der Thalia-Aktion gefolgt bin, bei der man 10 Bücher für 10€ bekommt. 

Gekauft:

Die Rosenkriege: Sturmvogel von Conn Iggulden
Dies ist der erste Band der Reihe. Erst kürzlich habe ich den neuen Band dazu entdeckt und bin neugierig auf die Reihe geworden.
England 1437: König Henry VI. ist krank und unfähig zu regieren, das Königshaus gerät ins Wanken. Zudem droht ein Konflikt mit Frankreich, der England in eine Katastrophe reißen könnte. Die Vermählung Henrys mit der französischen Adeligen Margaret von Anjou soll die Macht des Reiches sichern. Doch das Bündnis mit den verhassten Franzosen ruft bei der Bevölkerung Empörung hervor. Richard, Duke von York, nutzt den Hass gegen den König und seine willensstarke Gemahlin zu seinen Zwecken – die Rosenkriege beginnen…

Schattenkult von Robert Corvus
Von Robert Corvus habe ich noch nichts gelesen, aber Gutes gehört und außerdem auf der LBM letztes Jahr seiner Lesung zu "Grauwacht" gelauscht. 
Der Kult dient seinen unsterblichen Herren mit Hingabe und unvorstellbarer Grausamkeit - wer den Schatten trotzt, den erwartet Schlimmeres als den Tod. Doch auch das Leben seiner eigenen Anwärter schätzt der Kult gering. Dies erfährt die junge Tynay gleich bei ihrer ersten Mission, als sie im Gefolge der unsterblichen Baroness Bentora reist. Um das Orakel zu überzeugen, muss Bentora den Sohn des Stiergottes übertreffen. Dafür wird sie über Leichen gehen. Und bald begreift Tynay, dass ihr Leben auf der Waage von Sieg und Niederlage kein Gewicht hat ...

Pretty Little Liars: Herzlos von Sara Shepard
Von der Reihe habe ich ja bisher nur den ersten Band gelesen, aber wenn ich den siebten Band schon als ME finde, wollte ich das auch nutzen. Fehlen nur noch acht Bände...
Ali ist am Leben! Hanna, Spencer, Emily und Aria sind sich sicher, dass sie die Tote nach der Feuersbrunst gesehen haben. Doch keiner glaubt ihnen und Ali bleibt verschwunden. Die vier Girls haben ohnehin genug Probleme: Hanna landet in der Klapsmühle, Aria versucht Kontakt mit den Toten aufzunehmen, Emily ist mal wieder von zuhause weggelaufen und Spencer forscht nach einem Mörder in ihrer Familie. Und A. überwacht jeden Schritt…

Schnee wie Asche von Sara Raasch
Diesen Roman habe ich schon auf einigen anderen Blogs gesehen und bin neugierig geworden. 
Sechzehn Jahre sind vergangen, seit das Königreich Winter in Schutt und Asche gelegt und seine Einwohner versklavt wurden. Sechzehn Jahre, seit die verwaiste Meira gemeinsam mit sieben Winterianern im Exil lebt, mit nur einem Ziel vor Augen: die Magie und die Macht von Winter zurückzuerobern. Täglich trainiert sie dafür mit ihrem besten Freund Mather, dem zukünftigen König von Winter, den sie verzweifelt liebt. Als Meira Gerüchte über ein verloren geglaubtes Medaillon hört, das die Magie von Winter wiederherstellen könnte, verlässt sie den Schutz der Exilanten, um auf eigene Faust nach dem Medaillon zu suchen. Dabei gerät sie in einen Strudel unkontrollierbarer Mächte …

Das Blut der Rebellin von Sabrina Qunaj
Leider war nirgendwo ersichtlich, dass es sich um den 2. Teil der Reihe handelt, aber die Bücher klingen dennoch interessant.
Wales im 12. Jahrhundert: Während in England ein Bürgerkrieg tobt, rebellieren die Waliser unermüdlich gegen die neuen Machthaber. Um die Position der Normannen zu stärken, soll die junge Isabel, Tochter des mächtigen Geraldine-Geschlechts, den grausamen Sheriff von Pembroke heiraten. Doch am Vorabend der Hochzeit greifen die Rebellen an. Isabel kann fliehen und wird bald selbst zur Freiheitskämpferin. Der Sheriff hat seine Braut allerdings nicht vergessen und beauftragt den walisischen Prinzen Ralph le Walleys, sie zurückzuholen. Als die beiden sich ineinander verlieben, stehen sie plötzlich im Zentrum eines Krieges, in dem sie sich für eine Seite entscheiden müssen.

Blutsbrüder von Simon Scarrow
Gleiches Problem wie beim oberen Buch. Auch hier war nicht ersichtlich, dass dies der 13.(!) Band einer Reihe ist. Allerdings werde ich ihn wohl einfach wie einen Einzelband lesen.
Britannien, A. D. 52: Präfekt Cato und Centurio Macro, die besten Kämpfer der Legion, führen ihre Mannen weiter im Kampf gegen die einheimischen Stämme unter dem mächtigen Anführer Caratacus. Moral und Stärke der römischen Truppen sind durch unausgesetzte Attacken ausgehöhlt. In dieser verzweifelten Situation wählen Cato und Macro den direkten Angriffsweg ohne Rücksicht auf Verluste. Doch innerhalb ihrer Ränge gibt es einen Verräter. Die beiden römischen Blutsbrüder müssen nicht nur gegen Caratacus, sondern auch um ihr Leben kämpfen ...

Operation Red Sparrow von Jason Matthews
Diesen Thriller habe ich ganz neu entdeckt und einfach mal mitgenommen.
Der aufstrebende CIA-Agent Nathaniel Nash soll in Moskau einen hochrangigen Informanten der Gegenseite treffen. Als plötzlich Schergen des russischen Geheimdienstes auftauchen, gelingt es Nash, seine Quelle unerkannt in Sicherheit zu bringen. Doch mit der Aktion gefährdet er die gesamte Operation und wird selbst zur Zielscheibe. Denn um den Verräter in den eigenen Reihen zur Strecke zu bringen, setzt der russische Geheimdienst die junge Agentin Dominika Egorowa auf Nash an. Dominika ist ein „Red Sparrow“, ausgebildet zur verführerischen und tödlichen Falle. Ein gefährliches Doppelspiel zwischen den Fronten entbrennt...

Die Kompanie der Oger von A. Lee Martinez
Von dem Autor habe ich bereits ein Buch auf dem SuB liegen. Seine Klappentexte klingen sehr amüsant, wie auch dieser hier.
Never Dead Ned hat eine äußerst lästige Angewohnheit – er kann nicht sterben! Dies bringt ihm einen unerwünschten Job ein: Er soll die Oger-Kompanie befehligen, den am meisten verwahrlosten Haufen der Welt. Zur Truppe gehören nicht nur der schüchterne Ork Gabel, sondern auch Baumwesen, Totengräber und ein blindes Orakel, das die Zukunft vorherriechen kann. Und während sich Amazonen und Sirenen einen unerbittlichen Kampf um Neds Zuneigung liefern, ist diesem ein Dämonenkönig auf den Fersen, um den Weltuntergang einzuläuten.

Die Soldaten von Tobias O. Meißner
Auch dies war eher eine Zufallsentdeckung und ich dachte mir: Einfach mal ausprobieren.
Hinter den Mauern der Festung Carlyr verbirgt sich ein grausamer Schrecken: Die Affenmenschen haben das verbrannte Land im Norden besetzt und bereiten sich auf den nächsten Feldzug gegen die Menschheit vor. 
Um nach der letzten Niederlage gegen den Feind neue Rekruten auszubilden, wird Leutnant Fenna nach Carlyr versetzt. Doch er sieht sich einer nahezu unlösbaren Aufgabe gegenüber: Wie soll er die Schlacht mit all jenen unerfahrenen Soldaten gewinnen, die ihm unterstellt wurden? Als Fenna zusammen mit der Akademieabsolventin Loa Gyffs seine Kompanie ins Land der Feinde führt, entdeckt er, dass die Wüste ein weitaus gefährlicheres Geheimnis als die Affenmenschen birgt...

Eragon: Der Auftrag des Ältesten von Christopher Paolini
Die "Eragon"-Reihe habe ich schon vor langer Zeit mal gelesen, hatte aber leider die Bücher bis auf den ersten Band nicht mehr.
Geschunden, aber siegreich ist Eragon aus seiner ersten Schlacht gegen den mächtigen Tyrannen Galbatorix hervorgegangen. Er ist zum Helden vieler Elfen, Zwerge und Varden geworden, doch nicht alle sind ihm wohlgesinnt. Die Kräuterfrau Angela hat einen Verräter prophezeit, der aus Eragons eigener Familie stammen soll. Eragon ist sich sicher: Der einzig lebende Verwandte ist sein Cousin Roran – aber niemals würde dieser sich gegen ihn wenden! Doch die Prophezeiung spricht: »So wird es kommen, selbst wenn du es zu verhindern suchst.«


Bei ein paar der Bücher wünschte ich mir im Nachhinein, dass ich besser auf Klappentext oder Reihenauszeichnung geachtet hätte, aber trotzdem war das ein absolutes Schnäppchen.
Habt ihr von den Büchern schon eins gelesen? Wie fandet ihr es?

[Rezension aus dem Archiv] Männertaxi von Andrea Koßmann

Titel: Männertaxi 
Autor: Andrea Koßmann
Genre: Frauenroman, Humor
Erscheinungsdatum: 10.09.2010
Seiten: 448
Verlag: Knaur TB
Format: Taschenbuch
ISBN-13: 978-3426504888
Preis: 8,99€

Kurzbeschreibung: 
Warum kann man Männer nicht bestellen wie Pizza: »Einmal die Nummer 12, bitte extrascharf!«? Isa will diese Marktlücke schließen und beginnt mit Vergnügen, die »Speisekarte« zusammenzustellen. Sie ahnt nicht, dass das Männertaxi nicht nur das Liebesleben ihrer Kundinnen beflügeln, sondern auch ihr eigenes kräftig durcheinanderwirbeln wird...

Inhalt: 
Isa und Pia haben die Idee. Sie gründen das Männertaxi, das wie eine Art Pizzaservice, nur eben mit Männern, ablaufen soll. Wie Isa darauf kommt? Sie will sich nicht mehr verlieben und nur Spaß haben. Keine Verpflichtungen mit Männern. Dass das alles gar nicht so einfach ist und sich durch das Männertaxi viele Probleme auftun, merkt sie erst mit der Zeit.

Meinung: 
Das Cover ist sehr schrill und auffällig. Das helle Gelb zieht sofort die Blicke auf sich. Das Wort "Taxi" wurde wie auf einem Taxischild geschrieben, was meiner Meinung nach sehr passend und witzig ist. Ansonsten stehen um den Buchtitel und Autorennamen noch niedliche Kritzeleien, die zum Inhalt des Buches passen, man anfangs aber kaum versteht. Bis auf die Schrift ist alles - außer dem Taxischild - in Glanzoptik gemacht und sieht dadurch noch auffälliger aus. Und die Schrift fühlt sich toll an. Auf der Rückseite des Buches sind auch Kritzeleien und die Kurzbeschreibung ist passend lang. Macht neugierig und verrät nicht zu viel. Darunter findet man noch ein positives Statement von Kerstin Gier. Im Buch steht erst einmal etwas über Andrea Koßmann. Ganz hinten im Buch sind Empfehlungen für andere Bücher. Süß finde ich persönlich die "Kritzeleien" bei jedem Kapitelanfang. Da gibt es Blumen, Sterne, Sonnen und viel mehr. Auch gut gemacht ist, dass so etwas wie SMS und der Männertaxiflyer mit anderer Schrift und so weiter gedruckt worden sind, damit sie auch schön auffallen.

Mir gefiel die Plotidee sehr und sie wurde auch gut umgesetzt. Immer wieder gibt es spannende Momente, in denen man Isa begleiten darf. Allerdings gibt es auch sehr viel Klischee, wodurch manche Handlungen auch wieder sehr durchsichtig werden und ich oft den Ausgang der jeweiligen Handlung erahnen konnte. Besonders wichtig in diesem Buch ist wohl der Humoreffekt. Männertaxi hat das gewisse Etwas, wenn es ums Lachen geht und immer wieder kommen die aberwitzigsten Handlungen vor. Ich fand schön wie sich alles entwickelt hat.

Isa ist ein recht oberflächlicher Mensch. Sie macht sich viel aus dem Aussehen und ergründet die Menschen kaum. Zumindest anfangs. In diesem Roman wird sie immer mehr zum Detektiv und erkennt Seiten an anderen Leuten, die sie vorher nicht kannte. Das ist auch ein wenig traurig, weil es so wirkt als hätte Isa sich vor dem Roman nur mit ihrer Freundin Pia und den Pizzalieferanten auseinander gesetzt. Außerdem konnte ich ihre Handlungsweisen manchmal gar nicht nachvollziehen. Die anderen Charaktere waren aber eigentlich recht gut gehalten und haben sich auch weiterentwickelt wie Isa. Zwar haben die anderen Charaktere es Pia manchmal etwas zu leicht gemacht, aber das könnte man auch auf ihre Art und Weise des Handelns schieben. Manchmal wirkte es auf mich so als wäre alles aufgesetzt und man wolle nur das Ziel ansteuern, das auf die gewählte Art schneller vorankommt. Dieser Punkt spielt natürlich auch in die Handlung mit hinein.

Ansonsten fand ich Andrea Koßmanns Schreibstil wirklich toll. Das mag unter anderem daran liegen, dass ich öfter Videos von ihr ansehe und ihr Schreibstil im Grunde auch ihren Redestil wiedergibt. Und ich persönlich mag es, dieser Frau zuzuhören. Sie hat in dem Buch viel wörtliche Rede benutzt, aber nicht zu wenig Beschreibungen. Ihre Art zu schreiben ist lockerflockig und flüßig zu lesen. Wer schon einmal eines ihrer Videos gesehen hat, wird wissen, wovon ich spreche.

Ich habe das Buch innerhalb von zwei Tagen durchgelesen und hätte es sicher auch in einem geschafft, wenn mir nicht so viel dazwischengekommen wäre. Es hat Spaß gemacht das Buch zu lesen, aber natürlich gibt es eben auch Dinge, die ich nicht verstanden und zu bemängeln habe. Dennoch ist dieses Buch für nicht ganz so Anspruchsvolle sicher wunderbar!

Fazit: 
Dieses Buch ist nichts für pingelige Menschen, sondern für diejenigen mit Fantasie und die sich einfach mal einen gemütlichen Abend mit einem Buch machen wollen. Der Lachfaktor ist auf jeden Fall vorhanden! Frauenromanliebhaber und humorvolle Menschen werden dieses Buch lieben.

Gesamt: 4/5

Handlung: 3/5
Charaktere: 3/5
Lesespaß: 5/5
Schreibstil: 5/5

Verfasst am: 20.12.2010

Dienstag, 30. August 2016

[Aktion] Gemeinsam Lesen #013


Diese Aktion leiten Summi und Naddlpaddl von Schlunzen-Bücher. Jeden Dienstag stellt man das Buch vor, das man aktuell liest und beantwortet noch eine zusätzliche Frage.

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du? 

Gerade lese ich "Schwestern der Wahrheit" von Susan Dennard und bin dort auf S. 382.


2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite? 
Nodensgabe war das glücklichste Dorf, das Safi je gesehen hatte.  
3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Es ist auf jeden Fall sehr fesselnd und bevor man es sich versieht ist man schon fünfzig Seiten weiter... Es gibt ein paar Punkte, die nicht ganz rund oder sehr offensichtlich sind, aber im Großen und Ganzen finde ich den Roman bis jetzt sehr spannend und diese Spannung steigt von Seite zu Seite. Interessant finde ich hier auch die Wahl der Perspektiven.

4. Haben Autoren bei dir Star-Charakter?

Dabei stellt sich natürlich die Frage, wie genau man "Star" überhaupt definiert, oder? Laut Duden ist ein Star nämlich "jemand, der auf einem bestimmten Gebiet Berühmtheit erlangt hat" oder ein/e "gefeierter, berühmter Künstler; gefeierte, berühmte Künstlerin". Das ist ja in dem Sinne etwas, was nicht unbedingt subjektiv betrachtet werden kann. Aber wenn wir mal von der typischen Bedeutung ausgehen, würde ich sagen: Jein. Denn ich bin niemand, der Stars verehrt. Für mich sind Autoren wichtigere Persönlichkeiten als irgendwelche Promis, die vielleicht ein teures Hotel besitzen oder so. Ich kenne ja selbst persönlich einige veröffentlichte Autoren (so wie auch nicht veröffentlichte, da ich selbst ja auch schreibe und darüber andere Autoren kennenlernen konnte - wobei man hier wieder den Begriff Autor abgrenzen müsste). Und ich glaube, dadurch kommt man schnell wieder auf den Boden der Tatsachen. Autoren sind auch nur Menschen. Aber meine Lieblingsautoren sind für mich schon ein bisschen wie Heilige. ;)

Montag, 29. August 2016

[Rezension] Die Magier von Pierre Grimbert

Reihe: Die Magier
Titel: Die Gefährten des Lichts
           Krieger der Dämmerung
           Götter der Nacht
           Kinder der Ewigkeit
Autor: Pierre Grimbert
Genre: Fantasy
Erscheinungsdatum: 09.05.2016
Seiten: 1.120
Verlag: Heyne
Format: Taschenbuch
ISBN-13: 978-3-453-53428-5
Originalpreis: 16,99€

Kurzbeschreibung: 
Am Rande des Mittenmeers liegt die kleine, magische Insel Ji. Dort verschwand einst eine Delegation der weisesten Männer und Frauen aller Nationen spurlos in einem Felsenlabyrinth, und bis heute weiß niemand, was ihnen zugestoßen ist. Ihre Nachfahren treffen sich deshalb erneut auf Ji – nur hier glauben sie das Rätsel um das Schicksal ihrer Ahnen lösen zu können. Doch dann wird ein Nachkomme nach dem anderen ermordet, und den Überlebenden wird klar, dass die Verbrechen in engem Zusammenhang mit dem Geheimnis der Insel stehen... 

Meinung: 
Das Cover von „Die Magier“ ist definitiv ein Hingucker. Im Nachhinein hätte ich es allerdings schöner gefunden, wenn aus den Covern der Einzelbände ein vereintes Cover geschaffen worden wäre, weil der Erkennungswert dadurch gesteigert würde. Ich habe das Buch nämlich anfangs gar nicht mit den Einzelbänden, die ich schon oft im Buchladen gesehen habe, in Verbindung gebracht. Da alle vier Bände der Reihe hier in einem vereint sind, ist das Buch auch entsprechend dick, wobei versucht wurde es dennoch möglichst dünn zu halten und so sind die Seiten sehr dünn und groß und die Schrift eher klein. Hinten gibt es auch noch ein langes Glossar, das wirklich hilfreich war. Leider sind bei mir mehrere Seiten noch nicht auseinander geschnitten gewesen, weswegen die jetzt etwas unschön hervorstehen. Schade finde ich, dass es für die Quadrologie keine Karte gibt, da es hier sehr um Reisen geht und es schön gewesen wäre das Ganze nachverfolgen zu können. Der Klappentext macht neugierig und formuliert sehr frei, worum es in dem Roman geht, wodurch die Spannung aufrechterhalten wird.

Der Anfang ist recht zäh, da man erst einmal sehr viele Charaktere kennenlernt, die dann im Laufe der Bücher die Perspektivträger sind. Dadurch passiert auch auf den ersten 100 Seiten nicht viel. Leider ändert sich das aber auch nicht unbedingt über die nächsten 1.000 Seiten hinweg. In der Reihe befinden sich die Charaktere vor allem auf einer Reise, die für meinen Geschmack fast etwas zu ausschlachtend beschrieben wurde. Den Weltenbau dabei fand ich sehr schön und wenn Grimbert nicht so detailliert auf die Reise eingegangen wäre, hätte man die Welt vermutlich nicht so gut kennenlernen können, aber nichtsdestotrotz ist es einfach zu lang. In jedem der vier Bücher gibt es nur kurze Passagen, in denen mal wirklich etwas passiert. Dazwischen begleitet man nur die Protagonisten und liest wie sie sich neue Fähigkeiten aneignen. Ab dem Ende des dritten Bandes steigt die Spannung langsam an, aber letztendlich war ich vom Ende dennoch enttäuscht. Es gibt zwar einen Showdown, aber das Problem an sich wird quasi mit wenigen Sätzen abgehakt, was sehr schade war. Die Idee hinter der Reihe hat mir eigentlich sehr gefallen und man hätte viel draus machen können, aber hier wurde leider viel Potenzial verschenkt. Von allem gibt es irgendwie immer nur ein wenig. Der Weltenbau ist dabei auch so ein Ding. Wie bereits erwähnt, fand ich es toll, mehr über die Welt zu erfahren, aber so richtig viel erfährt man auch nicht, eher Bruchstücke. Selbst die Entwicklung der Beziehungen zwischen den Personen war irgendwie nicht ganz stimmig. Grimbert zieht die Liebesgeschichten über alle vier Bände hinweg. Eigentlich mag ich es sehr, wenn man es damit langsam angeht, aber hier ist es so langsam, dass es schon wieder unglaubwürdig wirkt. Vor allem wird es zwischendrin immer wieder zu einer riesigen Sache gemacht, aber ich hatte nicht das Gefühl, dass es fürs Ende sonderlich relevant war. Ein weiterer Punkt ist außerdem der wirklich irreführende Titel der Reihe. Im Buch gibt es Magie, aber die kommt eher nebensächlich vor und ist definitiv kein Hauptbestandteil des Buches, zumal es nur eine Hand voll Magier gibt, die auftreten. Allerdings wird einer von ihnen stattdessen Hexer genannt. Der französische Titel ist dagegen einleuchtend und treffend und müsste grob übersetzt in etwas „Das Geheimnis von Ji“ lauten.

Es gibt in dieser Reihe sehr viele Perspektivträger, von denen manche auch nur einige Seiten zugesprochen bekommen. Die Protagonisten sind hier die Gefährten Corenn, Grigán, Léti, Yan, Rey, Bowbaq und Lana. Das Geschehen wird überwiegend aus ihrer Sicht beschrieben. Aber auch die Antagonisten bekommen eine Perspektive, die im Verlauf der Reihe zunimmt, vermutlich um auch die Spannung zu erhöhen. An sich mochte ich die meisten der Charaktere, auch wenn sie zuweilen sehr auf einige Eigenschaften und Attribute beschränkt werden. So sind sie nicht unbedingt vielschichtige Charaktere, aber auch als Stereotype sind sie sympathisch und man fiebert mit ihnen mit. Selbst die Antagonisten konnte man durch ihre Perspektive bis zu einem gewissen Grad verstehen. Nur der Hauptantagonist blieb für mich recht blass, denn er hat von Anfang bis zum Ende keine glaubwürdige Motivation.

Der Schreibstil war im Großen und Ganzen passend für eine High Fantasy-Reihe. Es gab dennoch ein paar Punkte, die mich gestört haben. Allem voran gehört dazu leider die Erzählperspektive. Am Anfang wirkt das Buch als gäbe es – mit wenigen Ausnahmen der Ich-Perspektive – eine personale Erzählperspektive. Das würde bedeuten, dass der Erzähler auf das Wissen der einzelnen Charaktere beschränkt ist. An und für sich verhält es sich auch so, aber je weiter die Reihe voranschreitet, desto öfter wird innerhalb eines Absatzes zwischen den Empfindungen der verschiedenen Charaktere hin und her gehüpft, so dass man nicht mehr von einer Multiperspektive reden kann, sondern eher von einem auktorialen Erzähler. Generell hätte ich damit kein Problem gehabt, wenn die Perspektiven anfangs nicht personal erzählt würden. Außerdem fiel es anfangs sehr schwer die vielen ungewöhnlichen Namen im Kopf zu behalten, die teilweise erst hunderte Seiten später wieder wichtig wurden. Und abgesehen mal davon hatte ich als Leserin auch sehr große Probleme mit der Zeitrechnung, die hier verwendet wird. Grimbert nutzt ein eigenes System mit Dekanten, Dezillen, Dezimen, etc. Diese kann man nicht mit unseren Stunden und Minuten vergleichen, sondern sind eigene Einheiten. Eine Dekade sind zum Beispiel 10 Tage. Das ist vielleicht noch recht einfach und man kann es ableiten, aber ein Dekant sind 2 Stunden und 25 Minuten, was deutlich schwerer zu merken ist. Ich habe mir diese Einheiten anfangs im Glossar durchgelesen, aber leider schnell wieder vergessen. Die ganze Zeit hin und her blättern, ist aber auch keine schöne Option, zumal das Buch ja eine recht stattliche Dicke aufweist.

Es hat sehr lange gedauert bis ich das Buch komplett durchgelesen hatte, was zwar auch an der Seitenzahl lag, aber vor allem auch an der Tatsache, dass ich zwischenzeitlich immer mal wieder die Lust an der Reihe verlor. Ich bin mir nicht einmal sicher, ob sie als Einzelbände vielleicht reizvoller wären. Aber gerade, da ich die Bücher am Stück gelesen habe, ist mir sehr stark aufgefallen wie wenig vorantreibende Handlung das Buch hat. Das Potenzial ist zweifelsohne da gewesen und es ist durchaus schön die Abenteuer der sympathischen Protagonisten zu verfolgen, aber die Umsetzung des Romans ist leider nicht überzeugend und die Spannung tritt erst sehr spät ein und das Ende speist einen eher ab. Eigentlich hatte ich ja gerade darauf gehofft, dass das Ende noch einmal alles umreißt, aber leider hat es mich stattdessen eher frustriert. Es gab viele Momente, an denen es hätte aufwärts gehen können, aber leider leider werden einem hier viele Handlungsbruchstücke hingeworfen, aber nicht voll ausgenutzt und schnell abgehandelt.

Fazit: 
Dies ist eine High Fantasy-Reihe, die viel Potenzial hat, es aber nicht nutzt. Auf interessante Weise wird hier eine Welt erschaffen, die sehr originell und raffiniert verwoben ist. Leider kann die Handlung mit den Hintergründen zur Geschichte nicht mithalten und liest sich eher zäh. Wer gerne neue Welten entdeckt, kann den Versuch wagen, aber jenen, die einen spannenden Plot erwarten, rate ich von „Die Magier“ eher ab.

Gesamt: 3/5

Inhalt: 3/5
Charaktere: 3/5
Lesespaß: 2/5
Schreibstil: 3/5

Sonntag, 28. August 2016

[Rezension] Elanus von Ursula Poznanski

Titel: Elanus
Autor: Ursula Poznanski
Sprecher: Jens Wawrczeck
Genre: Thriller
Erscheinungsdatum: 22.08.2016
Hörzeit: 11 Stunden, 33 Minuten
Verlag: der Hörverlag
Format: Hörbuch
Fassung: Ungekürzt
ISBN-13: 978-3-8445-2322-5
Originalpreis: 14,99€

Kurzbeschreibung: 
Der siebzehnjährige Jona ist seinen Altersgenossen an Intelligenz und Auffassungsgabe voraus, allerdings macht ihn das nicht gerade beliebt. Gegen das Mobbing wehrt er sich mit einem ungewöhnlichen Mittel: einer Drohne. Klein, leise und mit einer Kamera versehen, kann sie jeden aufspüren, dessen Handynummer Jona besitzt. Sie versorgt ihn mit brisanten Details aus dem Privatleben seiner Opfer. Doch womit Jona nicht gerechnet hat: Offenbar wird auch er selbst überwacht. Dann häufen sich Zufälle, die darauf hindeuten, dass jemand hinter ihm her ist... 

Meinung: 
Das Cover ist sehr abstrakt gehalten, lässt aber die Thematik bereits erahnen. Generell gefällt es mir von meinen bisher rezensierten Büchern der Autorin optisch am besten, auch wenn es das unauffälligste ist. Das Hörbuch hat eine Papphülle, die ich persönlich sehr mag, da sie nicht so leicht kaputt gehen. Enthalten ist eine CD mit 122 Tracks, bei denen angegeben ist, welche Kapitel sie umfassen. Die Kurzbeschreibung ist sehr vage gehalten, aber trifft dennoch den Nagel auf den Kopf. Generell hatte ich mir erst etwas ganz anderes vorgestellt, aber die eher offene Beschreibung passt zur Geschichte.

Mit „Elanus“ setzt sich Poznanski wieder einmal mit einem hochaktuellen Thema auseinander: Überwachung. Im Mittelpunkt der Handlung steht Jona, ein Junge, der intelligenter ist als vielleicht klug für ihn wäre. Trotz seiner jungen 17 Jahre hat er bereits eine Drohne entwickelt, mit der er jeden überwachen kann, dessen Handynummer er besitzt: Elanus. Doch als Jona sein Studium an der Universität beginnt, stolpert er in eine Sache rein, die zu groß für ihn ist. Anfangs fällt es etwas schwer in den Roman rein zu finden, was aber weniger an der Handlung als an dem Protagonisten liegt. Dazu gleich noch mehr. Der Roman ist sehr fesselnd und lässt einen ab einem bestimmten Moment nicht mehr los. Dabei muss man sagen, dass Anfang und Ende des Romans nicht unterschiedlicher sein könnten und ich persönlich hätte nie mit den Geschehnissen gerechnet. Poznanski schafft hier wie immer ein undurchsichtiges Werk, das überrascht und fasziniert. Vor allem Action und Spannung ist hier wieder geboten und man fiebert bei diesem Detektivthriller auf jeder Seite mit, was genau hinter den Ereignissen stecken könnte. Wenn man die Augen offen hält, könnte man sogar auf die Auflösung kommen, aber generell muss man sagen, dass der Handlungsstrang wieder raffiniert verwoben wurde und die Spannung bis zum Ende anhält. Die Auflösung fand ich im Vergleich zum Rest des Romans allerdings ein bisschen langweilig, aber dennoch gut geschrieben und das Ende ließ mich an einigen Stellen sogar erschaudern. Auch gibt es hier wieder eine zarte Liebesgeschichte, die mich bisher von allen Romanen der Autorin bisher am besten überzeugen konnte.

Jona ist ein Charakter, mit dem man erst nicht wirklich warm wird. Das liegt daran, dass er ein besserwisserischer Neunmalklug ist, der sich gern in den Mittelpunkt drängt und sich sozial sehr schwer tut. Mit der Zeit gewöhnt man sich daran und er versucht auch sich zu bessern, aber gerade anfangs ist er kein netter Zeitgenosse. Das ist allerdings Absicht und unterstreicht damit kritisch auch nochmal Jonas Hobby, seine Drohne Elanus anderen Leuten nach spionieren zu lassen. Weitgehend waren die wenigsten Charaktere wirklich sympathisch – wie es mir auch schon bei ihren anderen Romanen ergangen ist – aber dafür wieder überwiegend gut ausgearbeitet. Jeder hat seine Macken, die ihm Persönlichkeit einhauchen. Manchmal ist es vielleicht etwas zu gut gemeint, aber alles in Allem waren die Charaktere sehr glaubwürdig, auch wenn man über die meisten leider nicht viel erfährt.

Jens Wawrczeck hat mich von der ersten Minute an in den Bann gezogen. Er schafft es, die Geschichte wunderbar zu vermitteln und darin einzutauchen. Dabei hilft ihm zweifelsohne seine jahrelange Erfahrung, die man dem Sprecher anhört. Vor allem die Dialoge hat er sehr gut umgesetzt. Selbst Akzente hat Wawrczeck wie selbstverständlich eingebunden. Der Schreibstil an sich ist wieder typisch für die Autorin gehalten und dementsprechend sehr auf Handlung fokussiert, wodurch man alles genau vor Augen hat. Vor allem diese Lebendigkeit in der Erzählung hilft dabei sich alles genau vorstellen zu können.

Bis zur letzten Seite hin hat mir an diesem Roman etwas gefehlt. Es ist ein gutes Werk geworden, aber wenn ich an die Vorgänger der Autorin zurückdenke, kann es nicht mithalten. Das Ende ist nicht wie sonst ein Knall, sondern eher ein leises Puffen. Es ist durchaus gut umgesetzt, aber irgendwie fehlte das gewisse Etwas. Als wäre Poznanski nichts mehr eingefallen. Dabei beweist sie mit ihren anderen Romanen, dass sie durchaus besser schreiben kann. Auch der Anfang war zäh und es dauerte lange bis die Geschichte endlich ins Rollen kam, auch wenn die Einleitung nötig war, um die späteren Geschehnisse zu erklären. Generell fand ich, dass viel Potenzial verschwendet wurde. Dennoch konnte mich der Roman im Gesamten wieder überzeugen und hat mich dazu veranlasst das Hörbuch in einem Rutsch durch zu hören.

Fazit: 
„Elanus“ ist vielleicht nicht das stärkste Buch der Autorin, aber rollt die Themen „Überwachung“ und „Drohnen“ auf originelle Art auf und schreibt letztendlich eine Geschichte, mit der man anfangs nicht gerechnet hätte. Der Sprecher Jens Wawrczeck macht dieses Hörbuch auf jeden Fall zu einem ganz besonderen Hörvergnügen.

Gesamt: 4/5

Inhalt: 4/5
Charaktere: 4/5
Sprecher: 5/5
Hörspaß: 4/5

Samstag, 27. August 2016

[Aktion] Buch Safari #013


Diese Aktion hat Anja von Anjas Bücherblog ins Leben gerufen. Dabei geht es darum jeden Samstag ein Buch vom SuB oder der Wunschliste vorzustellen und drei Fragen dazu zu beantworten, um sie so etwas näher kennenzulernen - und vielleicht auch die Leidenschaft dafür neu zu entfachen.

1. Nenne ein Sommerbuch

Sarah ist ein Kontrollfreak: Sie besitzt für jeden Anlass das perfekte Kleid, sie hat den perfekten Partner und nun auch endlich den perfekten Verlobungsring am Finger. Erst bei der Planung ihrer Hochzeit merkt sie, dass ihr die Trauzeugin fehlt - sie hat einfach keine beste Freundin. Als dann die chaotische Pippa in ihr Leben stolpert, ändert sich alles. Pippa ist Automechanikerin und das genaue Gegenteil von Sarah: zu laut, zu widerspenstig, zu ehrlich. Aber kann so jemand wie Pippa auch Sarahs Herz retten?

2. SuB: Wieso ist das Buch noch ungelesen?
    Wunschliste: Wieso möchtest du dieses Buch unbedingt haben?

Weil mir zu viele andere Bücher dazwischen kamen. Eigentlich wollte ich das Buch schon länger gelesen haben, allein schon weil so ein Buch wirklich gut zum Sommer passt und man in dieser Jahreszeit doch eindeutig lieber etwas dünnere Kost liest - auch wenn ich momentan wohl eher genau das Gegenteil versuche und Bücher unter 500 Seiten ignoriere. Nichtsdestotrotz hoffe ich, dass ich das Buch bald mal einschieben kann.

3. Magst du es wenn Bücher an realen Orten z.B. Berlin oder sogar deiner Heimatstadt spielen?

Insofern der Ort dann auch eine Bedeutung hat: Ja. Ich finde es toll einen Ort durch ein Buch ergründen zu können, weil man dann eine Geschichtsstunde auf andere Art erhält. Deswegen habe ich auch so gerne die "Die Erben der Nacht"-Reihe von Ulrike Schweikert gelesen. Dort erfährt man sehr viel über die einzelnen Orte, aber es ist in die Geschichte verwoben, wodurch es nicht zu viel Infodump gibt. Über meine Heimatstadt oder einen Ort, wo ich schon einmal war, habe ich noch nie ein Buch gelesen. Wahrscheinlich wäre das aber auch sehr spannend. Mir wäre dann aber auch wichtig, dass die Story passt. 

Mittwoch, 24. August 2016

[Neuzugänge] #005 - Sommerzeit ist Bücherzeit

Phantasie ist nicht Ausflucht. Denn sich etwas vorstellen, heißt, 
eine Welt bauen, eine Welt erschaffen.
- Eugène Ionesco

Die letzten Wochen haben mich wieder einige neue Bücher erreicht, auf die eine oder andere Art. Mehr als genug, um einen neuen Neuzugänge-Beitrag zu rechtfertigen. 

Gekauft:

Royal: Ein Leben aus Glas von Valentina Fast
Diese Reihe wird momentan extrem angepriesen und deswegen wollte ich mich selbst davon überzeugen, ob das positive Urteil gerechtfertigt ist.
Viterra, das Königreich unter einer Glaskuppel, ist der einzige Ort auf Erden, an dem die Menschen die atomare Katastrophe überlebt haben. Um die Bevölkerung bei Laune zu halten, findet dort alle zwei Jahrzehnte die große Fernsehshow zur Königinnenwahl statt. Aber diesmal ist alles anders. Diesmal will der Prinz ein Mädchen finden, das ihn um seiner selbst liebt. Vor den Augen des gesamten Königreichs soll die siebzehnjährige Tatyana zusammen mit den schönsten Mädchen des Landes um die Gunst vier junger Männer buhlen, von denen keiner weiß, wer der echte Prinz ist. Sie würde alles darum geben, nicht teilnehmen zu müssen. Aber auch sie kann sich dem Glanz eines Königslebens nur schwer entziehen …

Malou: Diebin von Geschichten von Lisa Rosenbecker
Dieses eBook ist ganz frisch erschienen und der Klappentext hat mich sofort neugierig darauf gemacht.
Jeder weiß, dass der Kuss einer Muse auch aus dem gewöhnlichsten Menschen einen gefeierten Autor machen kann. Doch die wenigsten wissen um die Anti-Musen, wie Malou Winters eine ist. Als Tochter einer Normalsterblichen und einer Romanfigur hat sie von der versteckten Zwischenweltbibliothek aus Zugang zu sämtlichen Londoner Buchwelten, die jemals erdacht und aufgeschrieben wurden. Statt jedoch zu inspirieren, ist es ihre Bestimmung, nicht zu Papier gebrachte Ideen zu finden und zu löschen. Eine Lebensaufgabe, die sie nicht selten frustriert, vor allem da in letzter Zeit etwas mit den Personen, zu denen ihre Aufträge sie führen, nicht zu stimmen scheint. Und dann gerät sie auch noch ins Visier eines nicht unattraktiven jungen Mannes, der gefährlich nah dran ist, ihre wahre Identität zu erraten…

Rezensionsexemplar:

Schwestern der Wahrheit von Susan Dennard

Dies ist der Auftakt einer neuen Fantasyreihe und wurde mir freundlicherweise vom Bloggerportal zur Verfügung gestellt.
Manche Menschen werden mit einer magischen Begabung geboren, die ihnen besondere Kräfte verleiht. Safiya kann Lüge von Wahrheit unterscheiden, ihre Freundin Iseult sieht Gedanken und Gefühle. Die beiden wollen frei sein und niemandem dienen. Als sie einen folgenschweren Fehler begehen und der Krieg immer näher rückt, müssen Safi und Iseult sich entscheiden, auf welcher Seite sie stehen. Doch die größte Gefahr trägt Safi in sich: Ihre Wahrmagie ist extrem selten und manche würden alles tun, um sie in ihre Gewalt zu bringen…

Elanus von Ursula Poznanski
Dies ist das neueste Buch von Ursula Poznanski und wurde mir freundlicherweise vom Bloggerportal als Hörbuch zur Verfügung gestellt.
Der siebzehnjährige Jona ist seinen Altersgenossen an Intelligenz und Auffassungsgabe voraus, allerdings macht ihn das nicht gerade beliebt. Gegen das Mobbing wehrt er sich mit einem ungewöhnlichen Mittel: einer Drohne. Klein, leise und mit einer Kamera versehen, kann sie jeden aufspüren, dessen Handynummer Jona besitzt. Sie versorgt ihn mit brisanten Details aus dem Privatleben seiner Opfer. Doch womit Jona nicht gerechnet hat: Offenbar wird auch er selbst überwacht. Dann häufen sich Zufälle, die darauf hindeuten, dass jemand hinter ihm her ist...

Geschenkt: 

Die folgenden Bücher habe ich von einer guten Freundin geschenkt bekommen. Bei den Büchern von Licia Troisi habe ich immer nur den ersten Band der drei Reihen angegeben. Das letzte Buch ist ein Comic.

Zweilicht von Nina Blazon
Der 17-jährige Jay ist in der Stadt seiner Träume angelangt – ein Jahr wird er als Austauschschüler in New York verbringen. Dort verliebt er sich in die geheimnisvolle Madison. Doch was er keinem zu erzählen wagt: Hin und wieder taucht ein anderes Mädchen auf, Ivy, das nur er zu sehen scheint. Sie entführt ihn in eine verwunschene Welt, die seit Jahrhunderten kein lebender Mensch betreten hat. Als auch im New York der Gegenwart die Geister erwachen, beginnt für Jay ein Kampf auf Leben und Tod. Der Dämon mit dem Herzen aus Eis ist ihm auf der Spur. Und Jay muss sich entscheiden – zwischen zwei Mädchen, zwei Leben, zwei Wirklichkeiten…

Die Drachenkämpferin: Im Land des Windes von Licia Troisi
Sie hat violette Augen, nachtblaue Haare und spitze Ohren. Seit ihrer Geburt weiß sie, dass sie eine Kriegerin ist. Sie träumt davon, den Drachenrittern anzugehören und die Fammin zu schlagen, ein Monstervolk, das der Tyrann erschaffen hat, um ihre Welt zu zerstören. Nihal, die bei den Menschen aufwuchs, ist die letzte Überlebende der Halbelfen, einem Volk, das der Tyrann bereits ausgerottet hat. Nihal trägt den Schmerz ihres Volkes in sich, das sie nie kennen gelernt hat, von dem sie aber in ihren Träumen angefleht wird, Vergeltung zu üben. Nur zwei Verbündete stehen ihr zur Seite: der junge Magier Sennar und ihr unfehlbares Schwert aus schwarzem Kristall. Wird es Nihal gelingen, das Schicksal einer Welt abzuwenden, die vom Untergang bedroht ist?

Die Schattenkämpferin: Das Erbe der Drachen von Licia Troisi
Die Halbelfe Nihal und der Magier Sennar haben die Aufgetauchte Welt vom Tyrannen befreit, nun kämpft die blutrünstige Gilde der Assassinen um seine Wiederauferstehung. Allein Dubhe, die furchtlose junge Kämpferin, vermag sie aufzuhalten.
Die Feuerkämpferin: Im Bann der Wächter von Licia Troisi
Eine mysteriöse Krankheit droht die Bewohner der Aufgetauchten Welt auszurotten. Einzig Adhara, die Nymphenblut in ihren Adern trägt, verheißt Rettung. Gemeinsam mit ihrem Gefährten, dem Drachenritter Amhal, macht sie sich auf den gefahrvollen Weg ins Feindesland. Wird die Feuerkämpferin das Böse abwenden? Wird sie ihre Welt vor dem Untergang bewahren?
Die Drachenkämpferin: Die neuen Abenteuer von Nihal von Licia Troisi
Die Aufgetauchte Welt, bevölkert von Elfen, Nymphen, Gnomen, Drachen, zahlreichen unheimlichen Wesen und Menschen, ist ein von Kriegen und Auseinandersetzungen gebeuteltes Land. Nihal ist die letzte Halbelfe. Eine Prophezeiung besagt, dass sie dazu bestimmt ist, die Aufgetauchte Welt vor dem Angriff des Tyrannen zu retten. 
Der Comic "DIE DRACHENKÄMPFERIN" enthüllt Ereignisse aus Nihals Jugend, die sie zu einer Kämpferin werden ließen. Unerschrocken und furchtlos angesichts der Schrecken des Krieges, die nicht spurlos an ihr vorbeigingen.

[Rezension aus dem Archiv] Die Magier von Montparnasse von Oliver Plaschka

Titel: Die Magier von Montparnasse
Autor: Oliver Plaschka
Genre: Fantasy
Erscheinungsdatum: 09.2010
Seiten: 427
Verlag: Klett-Cotta
Format: Gebunden
ISBN-13: 978-3608938746
Preis: 21,95€

Kurzbeschreibung: 
Paris 1926, ein Varieté am Montparnasse. Eigentlich hatten der Bühnenzauberer Ravi und seine Assistentin Blanche nur ihr harmloses Zauberkunststück im Sinn. Dann aber wird der große Ravi gezwungen, die älteste Regel der Zaubererzunft zu brechen: Vor aller Augen setzt er echte Magie ein. 

Inhalt: 
Ravis Assistentin Blanche beißt in einen Apfel und von nun an wiederholt sich jeder Tag in Endlosschlaufe. Blanche aber schläft den ganzen Tag tief und fest. Ravi muss herausfinden, wie er es rückgängig machen kann und dabei trifft er auf Leute, die ihn abhalten wollen, als auch auf welche, die ihn unterstützen. Die Bewohner des Jardin, in dem Ravi haust, spielen dabei auch eine große Rolle.

Meinung: 
Die zwei Gestalten auf der Vorderfront zeigen einem direkt das Thema des Romans: Es geht um Zauberer. Das verrät natürlich auch der Titel. Ich finde das Cover sehr gut gemacht. Das Bild lässt einen gleich fühlen, dass dieser Roman in einer früheren Zeit spielt und die Karten, die Aufmachung des Mannes macht neugierig. Es ist viele vorne abgebildet, wirkt aber dennoch nicht überladen, sondern sehr stimmig. Die Schrift für Titel und Autorname ist gewöhnungsbedürftig, aber schön und passt meiner Meinung nach gut zu den 20ern, in denen der Roman spielt. Die Rückseite ist schlichter gehalten und die Kurzbeschreibung auch sehr knapp. Ich muss auch zugeben, dass ich etwas ganz anderes erwartet hatte. Auch ist ein positiver Kommentar von Christoph Hardebusch auf der Rückseite. Der Klappentext ist aussagekräftiger als die Kurzbeschreibung und man bekommt ein ungefähres Bild von der Geschichte. Auf dem hinteren Klappentext gibt es Informationen zum Autor. Auch sind auf der ersten und letzten Seite Karten von Montparnasse zu sehen, wodurch man sich über die Handlungsorte einen Überblick verschaffen kann. Sehr schön gemacht. Die gewählte Schrift ist angenehm und die Größe passt gut dazu. Nur die Seiten, auf denen Blanche erzählt, waren für meine Augen eine Qual, weil sie durchgehend kursiv sind. Die Kapiteleinteilung ist auch schön gehalten. Zum einen wird in Tage und dann noch zusätzlich in Hauptcharakter der jeweiligen Szene unterschieden.

Die Handlung in diesem Roman ist sehr komplex. Man muss wirklich mitdenken, wenn man am Ball bleiben will. Spannend ist das Buch auf alle Fälle, aber eben auch anstrengend. Es passiert so viel und die ganzen Zauberer enthüllen dem Leser so gut wie nichts. Dadurch wird man natürlich äußerst neugierig, aber hat auch das Gefühl, etwas überlesen zu haben und mit den Charakteren mit herumschnüffeln zu müssen. Wie bereits gesagt, hatte ich bei diesem Roman mit etwas ganz anderem gerechnet und bin dementsprechend froh, dass die Handlung doch so mitreißend ist. Man erfährt wirklich viel und es ist lustig mit anzusehen wie Ravi und Barneby sich gegenseitig misstrauen. Genauso würzen Celéste, Chloderic und Orlando das Buch nicht ungemein mit Spannung und Witz. Mehrere Zauberer gefangen in einer Zeitschleife in Paris. Und keiner weiß, was zu tun ist. Dafür fliegen die Fetzen zwischen den Charakteren und so manch eine Figur wächst einem wirklich ans Herz. Allein wie Plaschka die "normalen" Leute, wie Justine, Gaspard, Alphonse oder Esmée darstellt, ist wirklich zauberhaft.

Jede Figur, die in dem Buch vorkommt, ist sehr glaubwürdig gehalten und wurde sehr stark vertieft. Und auch wenn man nicht viel über die Zauberer erfährt und sie immer ein wenig geheimnisvoll bleiben, lernt der Leser selbst sie besser kennen. Auch die Dynamik stimmt. Die Charaktere wurden perfekt gewählt und passen zueinander und zur Geschichte. Man kann sich jeden haargenau vorstellen und es ist auch jeder auf seine Weise sympathisch. Jeder hat sein eigenes Leben und man erfährt sehr viel darüber. Noch dazu muss ich loben, wie die Charaktere sich verändern und damit auch das Geschehen.

Plaschkas Stil ist sehr detailgetreu. Er schreibt sehr komplex, aber dafür auch sehr genau. Man kann sich alles ganz genau vorstellen und fühlt sich wie ein Teil der Geschichte. Wäre die Geschichte an sich nicht so schwierig, wäre es ein Leichtes das Buch in einem Happen durchzulesen. Es wird gut zwischen wörtlicher Rede und Beschreibungen abgewechselt und auch sonst weiß ich nichts zu bemängeln.

Mir persönlich hat es viel Spaß gemacht, das Buch zu lesen, und ich hätte es gerne zügiger verschlungen. Wie gesagt, man muss eben viel mitdenken. Dennoch kann bis zum Ende hin alles super verstehen und es ist wirklich schade, dass das Buch schon zu Ende ist.

Fazit: 
Für Kinder mag dieses Buch vielleicht nicht das Richtige sein, aber Jugendliche und Erwachsene sollten auf jeden Fall dazu greifen. Man erfährt viel über das 20. Jahrhundert, in dem die Geschichte spielt, über historische Personen und es ist eine ganz besondere Art von Fantasyroman.

Gesamt: 5/5

Handlung: 5/5
Charaktere: 5/5
Lesespaß: 4/5
Schreibstil: 5/5

Verfasst am: 04.12.2010

Dienstag, 23. August 2016

[Aktion] Gemeinsam Lesen #012


Diese Aktion leiten Summi und Naddlpaddl von Schlunzen-Bücher. Jeden Dienstag stellt man das Buch vor, das man aktuell liest und beantwortet noch eine zusätzliche Frage.

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du? 

Gerade lese ich "Die Magier" von Pierre Grimbert und bin dort auf S. 643.


2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite? 
Die Herberge, in der es noch wenige Augenblicke zuvor so ruhig gewesen war, wurde nun von einem Tumult heimgesucht, der einem lorelischen Jahrmarkt in nichts nachstand.  
3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Momentan schwankt es immer wieder zwischen Handlung und Langeweile. Der Autor schreibt die vielen Reisen, die die Protagonisten unternehmen müssen, komplett aus. Das macht den Lesefluss etwas zäh, aber dennoch nicht uninteressant, weil man so auch mehr über die Welt lernt und vor allem Yan und Léti unterwegs viel beigebracht bekommen. Mittlerweile bin ich ja schon im dritten Band der Reihe und hoffe, das Buch vielleicht bis zum Sonntag abschließen zu können. Und außerdem bin ich gespannt darauf, wann es endlich mal zur Sache geht.

4. Hast du eine Mindest- oder Höchstmenge an Seiten, die du liest?

Am Tag? Ich versuche im Normalfall zumindest 50 Seiten am Tag zu schaffen, aber ich sehe das nicht zu verbissen. Am einen Tag lese ich vielleicht kaum bis gar nicht, während ich am nächsten manchmal über 200 Seiten lese. Solange ich kontinuierlich lese, ist es mir relativ egal, ob ich jeden Tag ein gewisses Mindestsoll einhalte. Ein Maximum gibt es für mich generell nicht, aber es gibt durchaus eine gewisse Lesezeit, die ich im Normalfall nicht überschreite. Das ist aber sehr individuell. Manche Bücher lese ich in einem Rutsch durch und dann sind es vielleicht sogar 400 bis 500 Seiten an einem Tag, während es bei manchen einfach nicht möglich ist. Ich denke, wenn man sich wirklich Seitenzahlen vorgibt, die man am Tag schaffen muss, setzt das nur unnötig unter Druck. Und bei Büchern sind mir höhere Seitenzahlen lieber als niedrige. 

Samstag, 20. August 2016

[Aktion] Buch Safari #012


Diese Aktion hat Anja von Anjas Bücherblog ins Leben gerufen. Dabei geht es darum jeden Samstag ein Buch vom SuB oder der Wunschliste vorzustellen und drei Fragen dazu zu beantworten, um sie so etwas näher kennenzulernen - und vielleicht auch die Leidenschaft dafür neu zu entfachen.

1. Nenne ein Buch, auf dessen Cover ein Buch abgebildet ist

Europa im 15. Jahrhundert. Die junge Awa gerät in den Bann eines uralten Nekromanten. Er zwingt sie, seine Schülerin zu werden, und belegt sie obendrein mit einem scheußlichen Fluch. Um sich von dem Zauber zu befreien, muss Awa ein mysteriöses Zauberbuch finden. Auf der Suche durchstreift sie eine finstere Welt, in der jeder nach Hexen wie ihr sucht. Für den Scheiterhaufen...

2. SuB: Wieso ist das Buch noch ungelesen?
    Wunschliste: Wieso möchtest du dieses Buch unbedingt haben?

Eigentlich fand ich das Buch damals sehr interessant und wenn ich mich recht entsinne, habe ich sogar mal rein gelesen, aber irgendwas hat mich gestört. Generell wäre ich aber absolut offen dafür es demnächst mal zu lesen. Das Cover finde ich auch echt klasse. Leider ist es wohl wieder einmal eines von den Büchern, die nur noch als ebook verlegt werden.

3. Wie wichtig sind dir die Meinungen von Buchbloggern?

Also, am Ende setze ich immer auf meine eigene Meinung. Und wenn ich zum Beispiel kein großer Fan von Liebesgeschichten bin, wird mich auch die beste Rezension nicht dazu bringen können, das Buch zu lesen. So ist es natürlich nicht. Ich bin absolut offen für Liebesgeschichten, auch wenn es nicht gerade mein Lieblingsgenre ist. Jedenfalls lasse ich mir von anderen Bloggern gerne Bücher empfehlen. Und wenn ich merke, dass ein Blogger einen ähnlichen Geschmack hat, greife ich auch wahrscheinlicher zu einem von ihm empfohlenen Buch. Das ist ja irgendwie der Sinn hinter der ganzen Bloggerei, oder? Dass man andere zum Lesen animiert. Ich packe nicht jede Empfehlung auf meinen Wunschzettel, aber ich werde schon dadurch beeinflusst. Und andersrum kann es auch oft passieren, dass Bücher länger auf meiner Wunschliste sitzen, wenn jemand sich negativ dazu äußert. 

Donnerstag, 18. August 2016

[Aktion] Serienabend #011


Im Mai hat die liebe Kosmeticca zu einer neuen Aktion ausgerufen, die vor allem für Serienliebhaber gedacht ist. Worum geht es im Speziellen? Jeden Donnerstag stellt man eine Serie vor, die man gerade schaut mit der aktuellen Folge. Das kann eine neue Serie sein, aber auch ein Rewatch.

Steckbrief

Titel: Pretty Little Liars

Inhalt: Im Zentrum von „Pretty Little Liars“ stehen die vier Mädchen Aria, Hanna, Spencer und Emily. Vor einem Jahr noch bildeten sie mit einer fünften - Alison DiLaurentis - die In-Clique der Schule. Genau genommen waren die vier vor allem durch Alison in der Schulhierarchie aufgestiegen. Doch dann verschwand Alison unvermittelt von einem gemeinsam verbrachten Abend - und blieb verschwunden. Die vier Mädchen verloren sich über das folgende Jahr aus den Augen - auch, weil ein gewaltiges Geheimnis (und viele kleinere) auf ihnen lastete. Mittlerweile haben sich die vier mit ihrem neuen, unabhängigen Leben arrangiert. Unvermittelt erhalten sie jedoch Nachrichten per eMail und SMS von A. - einer Person, die alle ihre Geheimnisse, alte wie neue, zu kennen scheint.

Staffel: Staffel 5

Folge: Folge 17, "Das Lager der Pandora"


1. Beschreibe die aktuelle Folge in drei Worten

Jagd, Vertuschung und Angst

2. Bewerte die Folge mit einer Schulnote und begründe deine Entscheidung

SPOILER
Ich finde es langsam echt schwierig die Folgen zu bewerten, aber dieser gebe ich eine 1-. Wie so oft ist Hanna in dieser Folge wieder die Hauptleidtragende. Mit etwas Pech könnte sie bald mit dem Mord in Verbindung gebracht werden. Sie handelt natürlich mal wieder überstürzt, aber ich kann echt nicht verstehen wie Aria, Emily und Spencer so gelassen bleiben können. Als sollte Hanna sich geradezu ausliefern. Die Drei haben dann ja auch ihr eigenes kleines Erlebnis, weil sie Hanna nicht vertrauen. Da sind sie auch gerade nochmal davongekommen. In Heizungs- oder Kältekammern eingesperrt zu werden, scheint ja momentan der neueste Schrei zu sein. Dass Ezra Arias Nachricht so offen aufnimmt, hätte ich nicht gedacht, aber letztendlich hat er wohl auch Recht. Ihr Jahresbucheintrag wirkt im Vergleich zu den anderen echt karg. Die Sache mit Emily konnte ich mir schon denken. Das war etwas zu offensichtlich. Bei Ashley hoffe ich wirklich, dass sie das irgendwie gerade biegen kann. Ich finde sie, Hanna und Ted wären eine süße Familie. Toby ist momentan ja doch etwas seltsam drauf. Seltsamer als eigentlich normal wäre. Mal sehen...momentan spitzt sich ja alles wieder zu.
SPOILER ENDE

3. Wie steht ihr zu Spoilern? Macht es euch nichts aus, wenn ihr wisst wie es weitergeht ('Der Weg ist das Ziel') oder wollt ihr euch die Überraschung auf keinen Fall verderben lassen?

Spoiler sind im Grunde oft schwer zu umgehen und irgendwie erfährt man dann doch immer etwas zu früh. So habe ich mich auch schon zu Pretty Little Liars ab und an gespoilert, weil ich etwas im Wiki nachschlagen wollte und dann über Informationen gestolpert bin, die viel zu offensichtlich platziert wurden. Generell halte ich es ähnlich wie bei Büchern: Beim ersten Schauen will ich es völlig unbeeinflusst gucken, weil der Überraschungsmoment dann noch greift. Es ist mir nicht so wichtig, dass ich Spoilern immer konsequent aus dem Weg gehe - außer vielleicht bei Serien wie "Game of Thrones", allerdings bin ich da eh immer up to date. Ich finde es halt schade, dass viele Leute den Spoilerkodex nicht wahren. Und es gibt einfach Serien, bei denen die Überraschungen und Spannungsmomente sehr wichtig sind. Wenn alle von Anfang an wüssten, dass - um PLL als Beispiel zu nehmen - Alisons Gärtner A ist, wo wäre dann der Spaß? (Und natürlich ist es nicht der Gärtner...)

Mittwoch, 17. August 2016

[Rezension aus dem Archiv] Die Legende der Wächter - Die Entführung von Kathryn Lasky

Titel: Die Entführung
Reihe: Die Legende der Wächter
Teil: 1
Autor: Kathryn Lasky
Sprecher: Stefan Kaminski
Genre: Jugendbuch
Erscheinungsdatum: 07.10.2010
Seiten: 288
CD’s: 3
Verlag: Jumbo
Format: Hörbuch
ISBN-13: 978-3833726163
Preis: 14,95€

Kurzbeschreibung: 
Tief im Wald von Tyto brüten die edlen Schleiereulen. Soren wird hier geboren und wächst in einer friedlichen Welt auf. Doch im Wald geschehen mysteriöse Dinge: Eier verschwinden aus den Nestern, junge Eulen werden entführt. Auch Soren trifft dieses Schicksal. Nach einem Sturz aus dem Nest wird er in einen dunklen Canyon verschleppt, in das sogenannte Internat für verwaiste Eulen 'Sankt Ägolius'. Hier herrschen strenge Regeln: Den jungen Eulen wird Fliegen unter Strafe verboten, sie sollen zu gehorsamen Arbeitern erzogen werden. Doch Soren spürt in seinem Inneren einen unwiderstehlichen Freiheitsdrang und so plant er mit seiner Freundin Gylfie die Flucht. Unterstützt von einem abtrünnigen Lehrer, lernen sie heimlich fliegen und starten eines Nachts in ihr neues, freies Leben. 

Inhalt: 
Soren fällt aus seinem Nest und wird ins Internat „Sankt Ägolius“ verschleppt. Dort werden die Eulen zu strengstem Gehorsam erzogen und sollen nicht mehr eigenständig denken können. Dies versuchen die Aufseher zu verhindern, da die Betreiber des Euleninternats Spoorn und Skench eine Revolte gegen alle Eulenarten planen. Soren lernt Gylfie kennen und möchte mit ihr fliehen. Gemeinsam versuchen sie mehr über das Internat herauszufinden und eine Flucht zu planen.

Meinung: 
Das Cover des Hörbuchs ist wirklich schön. Ein riesiger Eulenkopf und eine Eule, die eine andere trägt. Farblich ist alle gut aufeinander abgestimmt - bis auf den Titel. Das Gold erkennt man im Dunkeln eher schlecht, während man alles andere gut erkennen kann. Auch etwas enttäuscht hat mich, dass nirgends gekennzeichnet ist, welcher Teil das hier ist. Natürlich ist es logisch, dass die Reihe mit „Die Entführung“ beginnt, zumindest, wenn man sich die anderen beiden erschienen Teile ansieht, aber eine direkte Kennzeichnung wäre wirklich schön gewesen. So kann man eigentlich nur hoffen, den richtigen Teil zu haben. Die Kurzbeschreibung ist ausführlich und es gibt noch ein kurzes Lob an den Sprecher. Innen ist das Hörbuch recht typisch aufgebaut. Man kann es vorne und hinten aufklappen. Vorne sind CD 1 und ein Heftchen, hinten CD 2 und 3. Ein großes Plus, weil man dieses Hörbuch nicht erst auseinander nehmen muss, um an die CDs ranzukommen. Besonders toll finde ich das Heftchen, das zur Orientierung dient. Erst werden die Kapitel, die auf den jeweiligen CDs auftauchen inklusive deren Länge erklärt, dann folgen zwei Seiten, auf denen die Hauptfiguren aufgemalt sind. Und danach dann noch die Nebenfiguren auf der Seite danach. Auch eine riesige Karte gibt es. Allerdings fällt mir bei der Betrachtung auf, dass da irgendwas nicht stimmen kann. Danach folgen dann noch Kurzbiographien über Autorin und Sprecher. Und zum Schluss darf natürlich nicht die Werbung für andere Bücher fehlen – zum Teil aus derselben Reihe.

Für mich war das Hörbuch erst nicht sehr spannend, da ich ja die Titel aller drei Hörbucher gelesen hatte, bin ich nämlich von einer ganz anderen Geschichtsabfolge ausgegangen. Gegen Ende hin wurde ich dann aber doch neugierig darauf, was Soren und Gylfie alles passieren würde. Ich will auch nicht sagen, dass der Anfang langweilig ist. Ganz im Gegenteil. Die Geschichte ist wirklich liebevoll geschrieben und man kann jeden Gedanken mitverfolgen. Auch fiebert man deutlich mit den Protagonisten mit. Allerdings ist dieses Buch keine schwere Lektüre. Man kann es locker nebenher hören und sich noch mit Anderem beschäftigen, so wie ich heute. Die Geschichte von Soren und Gylfie erinnert mich ein wenig an den letzten Band der Reihe Die Gilde der Schwarzen Magier von Trudi Canavan, denn thematisch ist es ähnlich gehalten. Die Geschichte tröpfelt im Übrigen auch nicht nur dahin. Man kann richtig mitverfolgen wie Soren und Gylfie selbst die Initiative ergreifen und so etwas finde ich an einem Buch wirklich toll. Wenn in Wahrheit Nebencharaktere die Helden sind, ist es ja nicht sonderlich spannend, aber dieses Buch macht vom Inhalt her Lust auf mehr.

Soren und Gylfie sind sehr sympathische Hauptcharaktere, die sich während des Buches auch tatsächlich weiterentwickeln. Man erfährt viel über sie und ihre Familien und auch andere Charaktere werden ernst genommen und nicht nur oberflächlich behandelt. Im Grunde sind die meisten Charaktere, die vorkommen, auch wirklich von Bedeutung und komme öfters vor. Sorens und Gylfies Freundschaft entwickelt sich immer weiter und sie schöpfen immer mehr Mut. Was ich allerdings nie ganz verstanden habe, war, weshalb Sorens Nummer besonders sein sollte – von der Bedeutung her. Er wurde ja nie besonders hervorgehoben behandelt. Ansonsten ist aber alles stimmig.

Eingeleitet wurde das Hörbuch mit Musik. Das hatte mich erst einmal wirklich erschrocken, denn fürs Erste war die Musik meiner Meinung nach unpassend. Sie hat mich an das alte Ägypten erinnert. Mit der Zeit gewöhnt man sich daran und findet sie auch passend, aber da muss man sich erst einfinden. Kaminskis Stimme ist wohlklingend und er liest sehr gut. Man kann die Eulen alle auseinanderhalten – auch die anderen Tiere – und kommt nicht so schnell durcheinander. Dass dieser Sprecher das Hörbuch aufnehmen durfte, ist wirklich eine wunderbare Wahl gewesen.

Ich habe mir das Hörbuch heute Nachmittag vollständig angehört. Ab und an war ich mal desinteressierter, aber im Großen und Ganzen fand ich das Hörbuch, je länger es andauerte, immer besser. Die Autorin hat ein wunderbares Buch verfasst, das Stefan Kaminski absolut großartig gelesen hat.

Was ich nicht unerwähnt lassen wollte: Die Reihe umfasst ganze 15 Bücher. Zwar sind bisher nur drei erschienen, aber der Rest wird wohl auch noch übersetzt und nur damit ihr nicht von der Menge erschlagen werdet und es euch noch einmal überlegen könnt diese Info.

Fazit: 
Besonders für Kinder und Jugendliche ist dieses Hörbuch wundervoll. Die Geschichte hat steigende Spannung und ist inhaltlich sehr gut für diese Lesegruppe geeignet. Natürlich würde ich aber auch Erwachsenen nicht davon abraten, denn es ist nicht allzu kindlich gehalten. Wer also Abenteuerbücher mag und schon immer einmal aus der Sicht eines Tieres lesen wollte, hier habt ihr die Gelegenheit.

Gesamt: 4/5

Handlung: 4/5
Charaktere: 4/5
Hörspaß: 4/5
Sprecher: 4/5

Verfasst am: 27.11.2010

Dienstag, 16. August 2016

[Aktion] SuB-Destroyer #003


Diese Aktion wurde von Schlunzen-Bücher eingeführt. Am 15. eines Monats werden drei Themen genannt, zu denen man aus seinem eigenen SuB Bücher auswählen soll. Unter diesen soll dann abgestimmt werden, welches dann bis zum nächsten Monat gelesen werden soll. Diesmal bin ich leider etwas spät dran. Da ich eine einwöchige Abstimmphase nutzen möchte, würde ich die Aktion gerne erweitern, so dass ich bis zum 23.09. das Buch gelesen haben muss - ab dem Ende der Abstimmung habe ich also einen Monat Zeit für das entsprechende Buch.

Im letzten Monat habe ich "The Vampire Diaries: Stefan's Dairies: Am Anfang der Ewigkeit" gelesen. Meine Rezension findet ihr, wenn ihr auf das Cover klickt. Generell hat mir das Buch nicht so gut gefallen, aber da es wirklich eher ein kurzweiliges Lesevergnügen mit den nicht einmal 300 Seiten war, musste ich mich nicht durchquälen und bin froh, dass es nicht mehr auf meinem SuB liegt. Den zweiten Band habe ich auch gleich hinterher gelesen. Aber viel besser war der leider auch nicht. Aber vielleicht habe ich mit meinem nächsten Buch ja mehr Glück?



Die Kategorien im August:

1. Ein Buch in einer Sommerfarbe

Die Erde liegt unter einer Schneedecke. Eis und Kälte herrschen überall, nur ein kleiner Fleck ist noch bewohnbar. Dort lebt auch Maya Morgentau. Von der Erdgöttin Gaia wurde sie dazu auserkoren, das Gleichgewicht der Natur aufrechtzuerhalten und einen ihrer Söhne für ein Jahrhundert an sich zu binden: den Frühling, den Sommer, den Herbst und den Winter. Doch hat sie sich für einen entschieden, zahlt sie einen hohen Preis dafür. 


2. Ein Buch mit seltsamen Format

Savannah O`Sullivan kann das Wetter je nach Gemütslage verändern und Schatten an Menschen erkennen, die bald sterben werden. Als sie jedoch etwas über ihre wahre Abstammung erfährt, ist der Sturz von einer Klippe in eine andere Welt ihr kleinstes Problem. Aidan Killian ist ein Drache. Mit Savannahs Hilfe hofft er, den Krieg in seiner Welt zu beenden. Doch die geheimnisvolle Frau ist nicht nur der Schlüssel zum Sieg. Sie ist vielmehr die Einzige, die ihn aus seiner Jahrzehnte währenden Einsamkeit befreien kann.

3. Ein Buch mit max. 250 Seiten

Rajou ist ein Wolfswandler, seit Jahrzehnten beschützt er die Menschen im Herzen Sibiriens vor den Verdorbenen. Sein Lied warnt die Menschen vor der Gefahr, doch der Preis für seine Gabe ist die Einsamkeit. 
Nach einer stürmischen Nacht rettet er die menschliche Kala und eine tiefe, unerklärliche Leidenschaft entbrennt zwischen den beiden. Die alten Gesetze der Unterwelt verbieten jedoch die Liebe zwischen Menschen und Unmenschen… 
Doch nicht nur diese Gesetze bedrohen das Band der beiden. Rajous Identität droht aufzufliegen und der steht vor der Entscheidung seines Lebens: Verlässt er Kala zu ihrem eigenen Schutz oder riskiert er alles für ihre Liebe?

Ihr könnt bis zum 23.08. um 23:59 hier per Kommentar abstimmen, welches Buch ich lesen soll. Ich würde mich über eure Beteiligung freuen. 

[Aktion] Gemeinsam Lesen #011


Diese Aktion leiten Summi und Naddlpaddl von Schlunzen-Bücher. Jeden Dienstag stellt man das Buch vor, das man aktuell liest und beantwortet noch eine zusätzliche Frage.

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du? 

Gerade lese ich "Die Magier" von Pierre Grimbert und bin dort auf S. 302.


2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite? 
Die Architektur war unverkennbar lorelisch: Säulenreihen mit Halbreliefs, ein Kranzgesims, hohe, schmale Fenster, kleine Balkone und Natursteine aus den Steinbrüchen von Cyr. 
3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Den ersten Band der Saga habe ich mittlerweile beendet und stecke mitten im Zweiten. Es geht etwas langsam voran, aber bis jetzt gefällt mir der Roman dennoch sehr gut. Das einzige, was mich etwas stört, ist die Erzählperspektive. Es wird nämlich aus der allwissenden Perspektive erzählt und ständig zwischen den verschiedenen Eindrücken der reisenden Gefährten hin und her gesprungen. Ansonsten ist es bis jetzt ein schön klassischer Fantasyroman, auch wenn noch nicht viel Magisches passiert ist.

4. Welche Neuerscheinung steht auf deiner Wunschliste ganz oben?

Da gibt es auf jeden Fall mehrere Bücher, aber ein Buch, auf das ich mir sehr freue, erscheint im September: "In Bann der Wölfe" von Patricia Briggs, der vierte Band der "Alpha & Omega"-Reihe. Die "Mercy Thompson"-Reihe mag ich zwar eigentlich mehr, aber auch Annas und Charles Geschichte gefällt mir sehr gut und Patricia Briggs ist ohnehin eine echt gute Autorin. :) Falls jemand mal wieder ein gutes Buch mit Werwölfen sucht, kann ich die beiden Reihen nur empfehlen. 

Sonntag, 14. August 2016

[Rezension] Metro 2034 von Dmitry Glukhovsky

Titel: Metro 2034
Band: 2
Autor: Dmitry Glukhovsky
Genre: Dystopie
Erscheinungsdatum: 05.10.2009
Seiten: 528
Verlag: Heyne
Format: Taschenbuch
ISBN-13: 978-3-453-53301-1
Originalpreis: 14,00€

Kurzbeschreibung:
Es ist das Jahr 2034. Nach einem verheerenden Krieg liegen weite Teile der Welt in Schutt und Asche. Auch Moskau ist eine Geisterstadt. Die Überlebenden haben sich in die Tiefen des U-Bahn-Netzes zurückgezogen und dort eine neue Zivilisation erschaffen. Eine Zivilisation, die das Erbe der Menschheit bewahrt. Und dieses Erbe steht nun vor der völligen Auslöschung... 

Meinung: 
Der 2. Teil der „Metro“-Reihe schließt sich optisch seinem Vorgänger an, wobei die Farbgebung etwas eigentümlich wirkt. Hier wäre ein smaragdgrün passend zur Thematik nett gewesen. Die Kurzbeschreibung erinnert im ersten Moment sehr an die des ersten Bandes, ist aber leicht abgewandelt. Generell mag ich es, dass hier darauf gesetzt wurde lieber weniger Details preiszugeben – immerhin steht im Klappentext deutlich ausführlich, was vor sich geht – aber im Zusammenhang mit dem ersten Teil der Reihe finde ich es etwas schade, da nicht eindeutig daraus hervorgeht, dass das Buch nicht direkt an die Geschehnisse anknüpft, sondern einen eigenen Handlungsstrang verfolgt. Ansonsten gibt es auch hier wieder eine Karte, ein Glossar und ein Inhaltsverzeichnis für die Kapitel.

Leider konnte mich Glukhovsky diesmal mit seiner Dystopie nicht einfangen. Im ersten Band war die Atmosphäre greifbar zu spüren und man selbst hatte das Gefühl in der Metro zu leben, aber im zweiten Band kommt dieses Gefühl nicht mehr auf. Das könnte mitunter auch daran liegen, dass – wie oben erwähnt – die Handlung nichts mit der aus dem Vorgängerband zu tun hat und man erst einmal versucht herauszufinden, wie die beiden Romane verknüpft sein könnten. Und selbst als Artjom schließlich auftaucht, ist man sich nicht ganz sicher, ob das der Artjom aus dem ersten Band ist. Generell fand ich die Geschichte aber nicht unbedingt schlecht. Der Anfang ist wie gesagt sehr unerwartet und dieses Buch wird sehr distanziert geschildert. Wir haben neue Protagonisten, die sich zusammen mit einem bekannten Charakter – Hunter – auf die Reise machen, um eine neue Bedrohung zu verhindern. Aber da die Charaktere nicht so richtig in Gefahr sind, wird es nie spannend und das richtige Gefühl kommt einfach nicht rüber. Die angedeutete Liebesgeschichte war außerdem furchtbar. Ich denke, das Buch hätte durchaus gut sein können, wenn nicht der Vergleich zum ersten Band da wäre – und mit dem kann dieser Teil nicht einmal annähernd mithalten, zumal die Ereignisse aus dem ersten Teil, die viel interessanter gewesen wären, in wenigen Sätzen abgehandelt werden. Und auch das Ende ist nicht wirklich befriedigend.

Homer ist der Protagonist, den wir von Anfang an verfolgen. Er ist ein alter Mann, der Geschichten liebt und gern selbst eine schreiben würde. Deswegen folgt er Hunter. Ich konnte mich nicht mit ihm identifizieren und ihn auch nur schlecht verstehen. Er ist ein sehr abstrakter Charakter und seine Gedanken sind auch oft nicht ganz plausibel. Schlimmer war aber Sascha, die etwas später dazukommt und die ich von Anfang an nicht wirklich mochte und viel zu naiv für diese harte Welt ist, in der sie doch eigentlich schon immer lebt. Obwohl ihr so viel Schlimmes widerfahren ist, bleibt sie blauäugig und handelt viel zu instinktiv. Der Charakter, den wir aus den beiden Perspektiven betrachten, ist Hunter. Er bleibt bis zum Schluss – wie auch im ersten Band – eine geheimnisvolle Persönlichkeit, die zwar die Handlung antreibt, aber über die man einfach nichts erfährt. Ich fand die Charakterausarbeitung und – -gestaltung im ersten Band viel stimmiger. Da haben mir auch viele Charaktere nicht gefallen, aber sie haben ins Buch gepasst.

Der Schreibstil entspricht eigentlich dem des ersten Bandes und passt auch hier wie die Faust aufs Auge. Nach dem ersten Teil fand ich die russischen Begriffe diesmal eingängiger und leichter zu merken, zumal nicht mit hunderten Stationsnamen jongliert wird, sondern nur einige wenige auftauchen. Das hat natürlich auch mit der Handlung zu tun. Generell liest sich das Buch sehr einfach runter, da der Stil eher simpel gehalten ist. Diesmal hatte ich auch seltener das Bedürfnis im Glossar etwas nachschlagen zu müssen.

Nachdem ich den ersten Teil der Reihe geliebt habe, ist dieser leider eine herbe Enttäuschung für mich geworden, auch wenn das Ende zu einem gewissen Grad noch einmal spannend wird, Tempo aufkommt und man mitfiebert – vor allem aber wegen Artjom, der doch noch eine Rolle spielt. Dennoch konnte mich dieses Buch nicht wirklich überzeugen. Ich kann verstehen, dass es schwer ist das Niveau zu halten, aber die Handlung war leider nicht einmal ansatzweise so fesselnd wie die des ersten Bandes. Es tut mir eigentlich auch Leid den Roman ständig damit vergleichen zu müssen, aber immerhin ist es eine Buchreihe.

Fazit: 
Man sollte nicht mit zu hohen Erwartungen an dieses Buch herangehen, vor allem wenn man Fragen zum offenen Ende des ersten Bandes hat. „Metro 2034“ kann man eher als eigenständigen Roman betrachten, der wiederkehrende Charaktere vor Augen führt. Im Großen und Ganzen ist es ein solides Buch, das den Vergleichen mit dem Vorgänger nicht standhalten kann, aber dennoch eine interessante neue Handlung einbaut.

Gesamt: 3/5

Inhalt: 3/5
Charaktere: 3/5
Lesespaß: 3/5
Schreibstil: 4/5

Samstag, 13. August 2016

[Aktion] Buch Safari #011


Diese Aktion hat Anja von Anjas Bücherblog ins Leben gerufen. Dabei geht es darum jeden Samstag ein Buch vom SuB oder der Wunschliste vorzustellen und drei Fragen dazu zu beantworten, um sie so etwas näher kennenzulernen - und vielleicht auch die Leidenschaft dafür neu zu entfachen.

1. Nenne ein Buch das 2015 erschienen ist

Um eine fantastische Welt lebendig erscheinen zu lassen, benötigt sie eine Vergangenheit. Daher erschuf Bestsellerautor George R.R. Martin den fiktiven Kontinent Westeros, auf dem sein Meisterwerk Das Lied von Eis und Feuer / Game of Thrones spielt, in jahrelanger Detailarbeit. Dieser prachtvoll ausgestattete Bildband präsentiert erstmals die Geschichte von Westeros – beginnend in der Zeit, in der die ersten Menschen den Kontinent betraten, über die Ankunft von Aegon dem Eroberer und seinen Drachen bis zu Robert Baratheons Rebellion gegen den wahnsinnigen König Aerys II. Targaryen. Damit ist WESTEROS – Die Welt von Eis und Feuer der wahre Prolog der erfolgreichsten Fantasyserie unserer Zeit.

2. SuB: Wieso ist das Buch noch ungelesen?
    Wunschliste: Wieso möchtest du dieses Buch unbedingt haben?

Bei so einem Buch finde ich es eigentlich schwierig es als "ungelesen" abzustempeln. Ich habe es tatsächlich auch schon einmal angelesen. Und irgendwann lese ich es komplett durch, weil ich die Hintergründe zu Westeros echt interessant finde.

3. Bevorzugst du Reihen oder Einzelbände?

Schwierige Frage. Generell neige ich dazu eher nach Reihen zu greifen, aber das ist keine Absicht. Ich denke, gerade in der Fantasy gibt es selten Einzelbände und dadurch liest man automatisch eher Reihen. Aber im Grunde mache ich da keinen Unterschied. Ich lese genauso gern Einzelbände wie Reihen, solange es weder zu gestreckt oder gestaucht ist.