Sonntag, 31. Juli 2016

[Rezension] All die verdammt perfekten Tage von Jennifer Niven

Titel: All die verdammt perfekten Tage
Autor: Jennifer Niven
Sprecher: Annina Braunmiller-Jest und Patrick Mölleken
Genre: Jugendbuch
Erscheinungsdatum: 28.12.2015
Hörzeit: 8 Stunden, 25 Minuten
Verlag: Random House Audio
Format: Hörbuch
Fassung: Gekürzt
ISBN-13: 978-3-8371-3144-4
Originalpreis: 16,99€

Kurzbeschreibung: 
Ein Mädchen lernt zu leben – von einem Jungen, der sterben will 

Ist heute ein guter Tag zum Sterben?, fragt sich Finch, sechs Stockwerke über dem Abgrund auf einem Glockenturm, als er plötzlich bemerkt, dass er nicht allein ist. Neben ihm steht Violet, die offenbar über dasselbe nachdenkt wie er. Von da an beginnt für die beiden eine Reise, auf der sie wunderschöne wie traurige Dinge erleben und großartige sowie kleine Augenblicke – das Leben eben. So passiert es auch, dass Finch bei Violet er selbst sein kann – ein verwegener, witziger und lebenslustiger Typ, nicht der Freak, für den alle ihn halten. Und es ist Finch, der Violet dazu bringt, jeden einzelnen Moment zu genießen. Aber während Violet anfängt, das Leben wieder für sich zu entdecken, beginnt Finchs Welt allmählich zu schwinden…

Meinung:
Dieses Hörbuch hat ein schlichtes, aber dennoch Aufmerksamkeit erregendes Cover. Derzeit scheint es ein Buch zu sein, das man gelesen haben sollte. Die Kurzbeschreibung trifft das Buch sehr gut und lässt eigentlich keine weiteren Fragen offen. Würde es hier mehr um Spannung gehen, wäre er mir vielleicht zu informativ und vorausschauend, aber so ist er der Thematik angemessen und vermittelt einen guten Eindruck vom Inhalt. Generell gefällt mir die Aufmachung des Hörbuchs, da keine Plastikhülle verwendet wurde, die schnell kaputt gehen könnte. Es gibt 2 MP3-CDs.

Dies ist ein Jugendbuch der besonderen Art, denn es geht um ein heikles Thema: Dem Wunsch zu sterben. Und dieses Thema ist es auch, das die beiden Protagonisten verbindet. Sie könnten nicht unterschiedlicher sein. Doch für Finch ist Violet wie ein rettender Strohhalm, an dem er sich festzuklammern versucht. Violet wiederum ist völlig in ihre eigene Welt abgetaucht. Zusammen müssen sie schließlich an einem Schulprojekt arbeiten, das die beiden zusammenschweißt. Jennifer Niven ist es überraschend gut gelungen die Thematik in ihrem Roman zu verweben, ohne dass es vielleicht übertrieben schwerfällig wirken würde. Im Gegenteil: Es ist eine Alltagsgeschichte wie sie jedem Jugendlichen passieren könnte, nur dass es nicht locker leicht ist, da beide Charaktere düstere Gedanken mit sich herumtragen. Schön fand ich vor allem die vielen Zitate, die Violets und Finchs Beziehung unterstreichen und die sie sich gegenseitig sagen und schreiben.

Finch ist ein Charakter, mit dem ich mich schwer identifizieren konnte, aber dennoch ist er irgendwie sympathisch. Man lernt ihn als impulsiven und spontanen Menschen kennen. Teilweise ist er sogar etwas zu aufdringlich, aber irgendwie immer auf eine charmante Art. Und während man seiner Geschichte lauscht, ist es schwer zu glauben, dass ein Junge wie er vom Glockenturm springen wollte. Bei Violet wiederum stellt sich die Frage gar nicht erst. Sie lernen wir als eine ruhige Person kennen, die in sich versunken ist und ihrer Schwester nachtrauert, ein zerbrochener Mensch. Sie hat jeglichen Lebenswillen verloren. Mit ihr konnte ich mich besser identifizieren und ihre Handlungen auch nachvollziehen. Dennoch sind beide sehr tiefgründig ausgearbeitet und man lernt sie über das ganze Hörbuch hinweg kennen. Die Ironie dabei ist, dass sie sich gegenseitig trotz ihrer wachsenden Beziehung kaum zu kennen scheinen. Zunächst ist es Finch, der Initiative zeigt, um mit Violet Zeit zu verbringen, doch dieses Verhältnis kippt nach einiger Zeit. Ein bisschen schade fand ich es wie blass ihre Beziehung bleibt, aber irgendwie war es auch passend. Die restlichen Charaktere bleiben größtenteils eher Stereotype, auch wenn sich das gegen Ende hin trotzdem ein bisschen ändert.

Die beiden Sprecher machen ihre Arbeit großartig. Aufgefallen ist mir das Hörbuch erst durch die Sprecherin Annina Braunmiller, die vielen als Bella aus den „Twilight“-Filmen bekannt sein dürfte. Dennoch musste ich während des Hörens kein einziges Mal an ihre andere Rolle denken. Sie schafft es großartig Violet eine Stimme und Leben einzuhauchen. An Patrick Mölleken musste ich mich erst gewöhnen, aber wenn man erst einmal in die Geschichte vertieft ist, könnte niemand ein besserer Finch sein als er. Manchmal hatte ich bei beiden allerdings Schwierigkeiten zu erkennen, ob sie gerade mit jemandem reden oder nur denken, denn gerade Finch neigt oft dazu Dinge zu sagen, die die meisten nicht aussprechen würden. Aber im Gesamten konnte man dem Verlauf gut folgen.

Die Atmosphäre des Romans ist durchgehend eher düster und beklemmend und schafft es damit schnell den Hörer in seinen Bann zu ziehen. Das Ende ist unerwartet, aber gelungen. Mich persönlich hat das Buch über die letzten Kapitel hinweg sehr bewegt, während ich am Anfang noch Probleme hatte mich in der Geschichte zurechtzufinden. Ein Unterhaltungsroman, den man mal locker weg liest – oder in diesem Falle hört – ist dies gewiss nicht, regt dafür aber umso mehr zum Nachdenken über das eigene Leben an. Und geht einem so schnell nicht aus dem Kopf. Ich bin überrascht und begeistert zugleich, was der Autorin mit ihrem Roman gelungen ist. Dennoch muss ich sagen, dass mir etwas mehr Tiefgang dennoch lieber gewesen wäre.

Fazit: 
„All die verdammt perfekten Tage“ hat eine düstere Grundstimmung, die den Ton angibt und das Thema „Selbstmord“ gut einfängt. Ich persönlich kann das (Hör-)Buch nur jedem empfehlen, der sich mit dieser Art von Thema auseinandersetzen möchte. Es malt mit den Emotionen der Charaktere und schafft dabei eine dezente und unaufdringliche Geschichte, die den Leser aufgewühlt zurücklässt. 

Gesamt: 4/5

Inhalt: 5/5
Charaktere: 3/5
Sprecher: 4/5
Hörspaß: 4/5

Samstag, 30. Juli 2016

[Aktion] Buch Safari #009


Diese Aktion hat Anja von Anjas Bücherblog ins Leben gerufen. Dabei geht es darum jeden Samstag ein Buch vom SuB oder der Wunschliste vorzustellen und drei Fragen dazu zu beantworten, um sie so etwas näher kennenzulernen - und vielleicht auch die Leidenschaft dafür neu zu entfachen.

1. Mit welchem Buch würdest du jetzt gerne am Strand liegen?

Von klein auf hörte ich Wörter wie begabt. Überdurchschnittlich. Begnadet. 
Ich hatte all diese Wünsche, wollte etwas werden. Jemand. 
Niemand sagte: Das geht nicht. 
Niemand sagte: Mörderin. 

Als Davy in einem DNA-Test positiv auf das Mördergen Homicidal Tendency Syndrome (HTS) getestet wird, bricht ihre heile Welt zusammen. Sie muss die Schule wechseln, ihre Beziehung scheitert, ihre Freunde fürchten sich vor ihr und ihre Eltern meiden sie. Aber sie kann nicht glauben, dass sie imstande sein soll, einen Menschen zu töten. Doch Verrat und Verstoß zwingen Davy zum Äußersten. Wird sie das werden, für das alle Welt sie hält und vor dem sie sich am meisten fürchtet – eine Mörderin?

2. SuB: Wieso ist das Buch noch ungelesen?
    Wunschliste: Wieso möchtest du dieses Buch unbedingt haben?

Zur Abwechslung nenne ich heute tatsächlich mal ein Buch von meiner Wunschliste. "Infernale" hat es mir vom Klappentext her ziemlich angetan. Der verspricht auf jeden Fall Spannung. Vielleicht werde ich dieses Buch auch bald von meiner Wunschliste erlösen. Ich gebe zu, wahrscheinlich würden andere sich eher eine leichtere Lektüre mitnehmen, wenn sie Urlaub am Meer machen, aber abgesehen von dicken Schinken würde ich jedes Buch in den Urlaub mitnehmen und dieses hier ist eines derjenigen, die bei mir momentan ganz oben auf der Wunschliste stehen.

3. Wie wichtig sind die Klappentexte? Beeinflussen sie deine Kaufentscheidung?

Nun, wenn nicht Klappentexte, was denn dann? Der Klappentext ist ja so ziemlich das einzige, das mir einen Aufschluss über den Inhalt geben kann. Im ersten Moment orientiere ich mich zwar am Cover, aber wenn der Klappentext nicht passt, kriegen Bücher bei mir oft keine Chance. Da gibt es sogar eine bestimmte Sorte von Klappentexten, denen ich gar nichts abgewinnen kann: "Außergewöhnliche Sie und Er treffen in einer brenzligen Situation aufeinander und müssen sich zusammentun. Doch mit der Attraktivität des jeweils anderen haben sie nicht gerechnet."
Dies in jeglicher Ausführung, die es gibt, macht für mich ein wirklich abschreckenden Klappentext aus. Vor allem gibt es einem das Gefühl von Einheitsbrei. 

[Rezension] Battle Island von Peter Freund

Titel: Battle Island
Autor: Peter Freund
Genre: Jugendbuch
Erscheinungsdatum: 25.07.2016
Seiten: 544
Verlag: cbj
Format: Taschenbuch
ISBN-13: 978-3-570-15380-2
Originalpreis: 14,99€

Kurzbeschreibung: 
Als Louisa die Castings für die brandneue TV-Show »Battle Island« erfolgreich besteht, glaubt sie sich ihrem Ziel ein Stück näher: Mit dem Preisgeld die Therapie ihrer Mutter bezahlen und sie so vor dem sicheren Tod retten. Millionen von Zuschauern werden ihre Suche nach einem Schatz verfolgen, der auf einer von der Außenwelt abgeschnittenen Insel im Atlantik versteckt ist. Doch auch die anderen Kandidaten wollen an das Geld – dazu ist ihnen jedes Mittel recht, und so wird aus der Unterhaltungsshow schon bald ein Spiel auf Leben und Tod... 

Meinung: 
Das Cover des Romans ist nicht unbedingt originell, aber dennoch durch die düstere Atmosphäre ein Eyecatcher. Das Buch an sich ist sehr spartanisch gestaltet. Es gibt eine Karte, die die Insel zeigt und einem damit einen groben Überblick verschafft, was wo liegt. Der Rest ist bis zur letzten Seite Text. Generell hat mich das nicht gestört, aber ich bin kein Fan von Kapiteln, die auf der Mitte einer Seite enden. Ansonsten kann ich bei dem dicken Wälzer aber auch verstehen, warum versucht wurde alles kompakt zu halten. Originell ist auch die Seitenzahl, die gestrichelt abgehoben ist und auf dem vorderen Schnitt des Buchblocks zeichnet sich dadurch eine Linie ab. Der Klappentext ist auf die wichtigsten Details reduziert, ohne dass zu viel verraten wird. Auch wenn man dadurch vielleicht ein falsches Bild vom Inhalt bekommen könnte.

Der Anfang des Buches zieht sich sehr lange hin. Erst nach gut 150 Seiten wurde es spannend, aber ab dem Punkt blieb es das dann auch. Das lag vor allem an den vielen Zeitsprüngen am Anfang, da die Geschichte schon später in der Show einsetzt, aber den Anfang nach und nach ebenfalls aufrollt. Die Thematik ist eigentlich recht simpel: Eine Fernsehshow, bei der eine Millionen gewonnen werden kann. Und zehn Teilnehmer, die dieses Geld verzweifelt bekommen wollen. Doch irgendwie kommt alles anders als erwartet und aus Spaß wird tödlicher Ernst. Man kann den Roman auf zwei verschiedene Arten lesen: Zur Unterhaltung, die hier definitiv gegeben ist, da von allem etwas dabei ist. Es gibt viel Action, die allein durch die originellen Aufgaben, die die Teilnehmer bewältigen müssen, gewährleistet wird. Die Spannung habe ich ja bereits erwähnt. Außerdem gibt es einen Hauch einer Liebesgeschichte, auch wenn die aufs Wichtigste reduziert wurde, was ich aber persönlich der Story angemessen fand. Aber man kann das Buch auch gesellschaftskritisch lesen, denn die Show, die hier im Mittelpunkt steht, ist natürlich keineswegs harmlos. Ich finde die Verarbeitung der Thematik jedenfalls klasse und gut ausbalanciert.

Die Charaktere waren leider alle nicht so meins. Louisa ist die Protagonistin der Geschichte, aber stellt sich leider oft als naiv heraus, was mit der Zeit öfters nervte. Sie stellt Fragen, deren Antworten offensichtlich sind. Wahrscheinlich liegt das aber daran, dass der Autor dem Leser seine Informationen irgendwie vermitteln wollte und dies für die einfachste Art hielt. Da Louisa sonst aber eigentlich sehr clever ist, wirkt es eher unglaubwürdig. Gut, naiv und clever kann man beides sein, aber sie scheint nie wirklich voraus zu denken. Tim mochte ich eigentlich als einen der wenigen sehr gerne, weil er seine Meinung standfest vertritt und er wie ein Charakter wirkt, dem ich wirklich begegnen könnte. Die meisten der Charaktere – und vor allem die Teilnehmer – waren am Anfang eher Stereotype, denen später Leben und vor allem Motive und Hintergründe eingehaucht wurden. Das hat ihre mir persönlich leider zu aggressiven Interaktionen zwar nicht wettgemacht, aber die Glaubwürdigkeit deutlich erhöht und irgendwie konnte man dann für die meisten doch ein bisschen Sympathie aufbringen oder ihre Handlungen zumindest nachvollziehen.

Erzählt wird im auktorialen Stil. Die meiste Zeit verfolgt man zwar Louisas Perspektive, springt aber auch gerne mal in eine der anderen Persönlichkeiten. Und selbst wenn man Louisa folgt, wird doch öfter auf Gedanken der anderen verwiesen. An sich mochte ich den Schreibstil eigentlich, aber dennoch gab es einen Knackpunkt: Es wird sehr viel beleidigt. Generell habe ich ja nichts gegen vulgäre Sprache, aber wenn es sich über ein ganzes Buch zieht und nicht wirklich zum Hintergrund passt, ist es mir zu viel. Man könnte zwar debattieren, dass Jugendliche eher zu Beleidigungen neigen und manche von den Teilnehmern kommen auch eindeutig aus schlechteren Verhältnissen, aber das finde ich nicht stichhaltig. Der Akzent des Franzosen wurde wiederum recht gut eingearbeitet. Generell las sich das Buch aber sehr einfach, da es einen eher umgangssprachlichen Stil nutzt.

Am Anfang war ich nicht sehr begeistert von dem Roman und hatte schon befürchtet hiermit einen Griff ins Klo gelandet zu haben, aber letztendlich konnte mich das Buch doch noch überzeugen. Vor allem an Handlung wird viel geboten, wenn man die zähe Einleitung einmal hinter sich hat. Von da ab habe ich das Buch dann auch eher verschlungen und wollte wissen wie es ausgeht. Das letzte Kapitel fand ich etwas enttäuschend, aber generell war das Ende gut und vor allem passend. Gerade die vielen Wendungen waren sehr raffiniert inszeniert. Mit der letztendlichen Auflösung hatte ich gar nicht gerechnet. Auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass es unter den „Guten“ vielleicht einen Todesfall mehr gegeben hätte, um ein besseres Gleichgewicht zu schaffen.

Fazit:
„Battle Island“ schafft es die Thematik einer typischen Fernsehshow, bei der es um viel Geld geht, glaubwürdig rüberzubringen und vor allem kritisch zu bewerten. Aber gleichzeitig bietet der Roman viel Unterhaltung und Spannung und überrascht einen des Öfteren mit interessanten Wendungen. Gerade Action wird hier in vollem Umfang geboten.

Gesamt: 4/5

Inhalt: 5/5
Charaktere: 3/5
Schreibstil: 4/5
Lesespaß: 4/5 

Donnerstag, 28. Juli 2016

[Aktion] Serienabend #008


Im Mai hat die liebe Kosmeticca zu einer neuen Aktion ausgerufen, die vor allem für Serienliebhaber gedacht ist. Worum geht es im Speziellen? Jeden Donnerstag stellt man eine Serie vor, die man gerade schaut mit der aktuellen Folge. Das kann eine neue Serie sein, aber auch ein Rewatch.

Steckbrief

Titel: Pretty Little Liars

Inhalt: Im Zentrum von „Pretty Little Liars“ stehen die vier Mädchen Aria, Hanna, Spencer und Emily. Vor einem Jahr noch bildeten sie mit einer fünften - Alison DiLaurentis - die In-Clique der Schule. Genau genommen waren die vier vor allem durch Alison in der Schulhierarchie aufgestiegen. Doch dann verschwand Alison unvermittelt von einem gemeinsam verbrachten Abend - und blieb verschwunden. Die vier Mädchen verloren sich über das folgende Jahr aus den Augen - auch, weil ein gewaltiges Geheimnis (und viele kleinere) auf ihnen lastete. Mittlerweile haben sich die vier mit ihrem neuen, unabhängigen Leben arrangiert. Unvermittelt erhalten sie jedoch Nachrichten per eMail und SMS von A. - einer Person, die alle ihre Geheimnisse, alte wie neue, zu kennen scheint.

Staffel: Staffel 4

Folge: Folge 6, "Die Waffen einer Frau"


1. Beschreibe die aktuelle Folge in drei Worten

Lügen, Hanna und Rätsel

2. Bewerte die Folge mit einer Schulnote und begründe deine Entscheidung

Die Folge hat es auf jeden Fall wieder in sich, auch wenn A. selbst hier eher im Hintergrund bleibt. Ich gebe eine 2+. Momentan bin ich leider generell etwas weniger begeistert von der Serie, weil sie sich derzeit etwas zieht und es langsam schwer fällt dem roten Faden zu folgen. Aber dennoch war diese Folge ziemlich gut. Das Hauptthema ist natürlich Hanna, deren Versuche ihre Familie zu beschützen sich genau ins Gegenteil kehren. Ich fand ihre Aktion in der Folge davor aber auch wirklich selten dämlich. Mit Aria hatte ich diese Folge tatsächlich Mitleid. Jungs können wirklich grausam sein. Aber ich find's cool, dass Mike sich jetzt ihr vielleicht endlich wieder annähert. Emily scheint ja neben Spencer momentan diejenige zu sein, die am meisten für den Fortschritt verantwortlich ist. Aber diesmal hat wohl auch sie genau das Gegenteil bewirkt. Und Spencer ist jetzt wohl erstmal unten durch bei den Mädchen. Die Szene in Ravenwood war aber auch wirklich creepy. Stellt sich die Frage, was es nun mit Mrs. Grunwood und dem Ort auf sich hat. Und was ist bloß mit Shawna?

3. Welche Serie hat dich so sehr enttäuscht, dass du sie niemanden empfehlen würdest?

Enttäuscht ist ein schwieriger Begriff, denn das bedeutet, dass man bereits positive Erwartungen an eine Serie hatte. Eine Serie, die ich nicht lohnenswert zu gucken finde ist "O.C. California". Ich habe es mir irgendwann angetan, weil ich mir dachte, man sollte wenigstens Bescheid wissen, bevor man etwas verunglimpft, aber es konnte mich nicht positiv überraschen, sondern gerade die letzte Staffel war sogar schlimmer als die zuvor und die nervigste der Protagonisten war da nicht einmal mehr dabei. Eine andere Serie, die ich nicht unbedingt empfehle ist "Glee". Ja, es ist eigentlich eine coole Serie und sie hat so viel Potenzial, aber ich habe sie dreimal abgebrochen, weil sie über lange Strecken einfach zu abgehoben und klischeehaft war. Ich mochte die ernsteren Themen sehr und die werden auch gut eingearbeitet, aber leider oft wieder ins Lächerliche gezogen. Die Songs wiederum sind genial, weswegen ich die Serie dann doch noch bis zum Ende durchgezogen habe, aber man kann nicht erwarten, dass viel Ernst hinter der Serie steckt. Aber das heißt auch nicht, dass ich völlig von der Serie abrate, weil sie mir oft durchaus gefallen hat. Empfehlen finde ich leider als nicht empfehlen. 

Mittwoch, 27. Juli 2016

[Rezension aus dem Archiv] Ein Winter, 1000 Küsse von Henriette Wich

Titel: Ein Winter, 1000 Küsse
Autor: Henriette Wich
Genre: Jugendbuch, Romantik
Erscheinungsdatum: November 2010
Seiten: 208
Verlag: Carlsen
Format: Taschenbuch
ISBN-13: 978-3551359735
Preis: 8,95€

Kurzbeschreibung:
Mit dem ersten Schnee liegt plötzlich überall die Liebe in der Luft - und sorgt für jede Menge Gefühlschaos: Auf der Party, auf der Marie den Traumprinzen sucht, Olaf fremdknutscht und Fiona mit einer Lüge Leopold erobert. Bei den Proben zum Schultheater, wo Giselle nur Augen fü€r den Regisseur hat, Mattis und Steffi trotz Trennung ein Paar spielen und Fiona Farbe bekennt. Auf dem Weihnachtsmarkt, wo ausgerechnet Ulli Maries Wunsch erfü€llt. Und und und ... 

Inhalt: 
Es geht um 16 Teenager und die Liebe, wobei aus 12 Perspektiven geschrieben wird. Jeder von ihnen hat in dem Buch mit eigenen Problemen zu kämpfen. So ziemlich die ganze Palette an Problemmöglichkeiten, die ein Liebespaar haben kann, wird durchgespielt. Erster Satz: Mattis hörte den Bus lange, bevor er ihn sehen konnte, das tiefe, wummernde Geräusch des Motors, der mit der Steigung der Landstraße kämpfte.

Meinung: 
Das Cover finde ich überhaupt nicht ansprechend. Darauf sind Memoriekarten abgebildet, auf deren Rückseite Schneebälle sind. Das ist an und für sich eine schöne Idee, da Memoriekarten immer Paare bilden und in diesem Buch geht es ja um ganz viel Liebe. Auch die wechselnde Titelschrift und die schön ausführliche Kurzbeschreibung sind toll. Auf der vorderen Aufklappseite steht eine kleine „Leseprobe“ und auf der hinteren sind Infos zur Autorin. Das ist alles okay und auch Schrift und Größe sind schön gewählt, aber richtig schlimm sind die Gesichter auf dem Cover. Erstens: Teilweise sehen die Leute einfach zu albern aus. Zweitens: Man kann nicht einmal jeden einem Charakter zuordnen. Außerdem sind auch nur 10 von den 16 Teenagern abgebildet. Ansonsten gefällt mir alles an dem Cover, aber die Gesichter schrecken ziemlich ab.

Die Handlung war ganz schön und eigentlich doch spannend. Natürlich sollte man bei einem Jugendbuch, in dem eigentlich Alltagsgeschichten behandelt werden, keine zu hohen Erwartungen haben. So ein Buch habe ich seit Ewigkeiten – oder noch nie? – nicht mehr gelesen. Allerdings finde ich es wirklich gelungen. Verschiedene Charaktere werden zusammengebracht und dass durch erstens völlig verschiedene und zweitens teilweise total abstruse Dinge. Die Handlung ist auch nicht zu kompliziert oder so. Eine leichte Lektüre für zwischendurch, wenn man mal wieder in romantischer Stimmung ist. Die Perspektiven sind nicht nur aus Mädchensicht, sondern Wich schreibt auch aus Jungensicht, was sehr sympathisch ist – auch weil es für das Verständnis wichtig ist. Leider wird nicht aus jeder Perspektive geschrieben, wodurch vier Charaktere völlig untergehen, aber das ist nicht so schlimm. Wirklich viel Tiefe darf man nicht erwarten und manche Fragen bleiben offen stehen, aber das stört wirklich kaum(Zumindest ersteres, was die Fragen betrifft: Ich persönlich stelle mir oft sehr viele Fragen. Wer das nicht tut, hat hier also kein Problem). Ich fand das Ende trotzdem befriedigend.

Die Charaktere sind nicht wirklich tief. Es wird bei vielen eher an der Oberfläche gekratzt und man erfährt kaum etwas über sie, besonders die Beweggründe für manche Dinge bleiben oft verborgen. Natürlich muss man sich selbst die Frage stellen, ob bei einem so schlichten Roman eine genauere Charakterausarbeitung überhaupt wichtig ist, aber mir hat es doch ziemlich gefehlt. Ich will nicht spoilern, deswegen werde ich auch kein Beispiel anbringen, aber es gibt genug, was einer Erklärung bedurft hätte und manchmal war es etwas erzwungen, was die Charaktere taten. Möglich, dass Frau Wich sich nicht so gut mit ihren Protagonisten auseinander gesetzt hat. Aber dafür, dass das Buch schon so dünn war, wären noch ein paar Erklärungen sicher nicht schlecht gewesen.

Der Schreibstil war gewöhnungsbedürftig. Was mir direkt aufgefallen ist: Jeder Charakter wird anhand seines Haars beschrieben. Während Mattis im ersten Kapitel im Buch sitzt, erfährt man die Haarfarbe von fast jedem Charakter, der wichtig wird. Und der Rest folgt in anderen Kapiteln. Ich meine, ist ja alles schön und gut, aber etwas eintönig, oder nicht? Außerdem interessiert mich eigentlich nicht, ob Marie blondes oder braunes Haar hat. Ich habe bei den meisten ohnehin schon wieder die Haarfarbe vergessen. Nur bei Haarbeschreibungen, die auch etwas Sinnvolles an sich haben, weiß ich es noch annähernd genau. Ansonsten gibt es sehr viel mehr Beschreibungen als Dialoge, aber das hat mich nicht gestört. Es ist mir im Grunde während dem Lesen gar nicht aufgefallen. Vielleicht war ich ja so vertieft in die Beschreibungen, weil ich mehr Erklärungen wollte? Wer weiß. Flüssig ist Wichs Schreibstil auf jeden Fall und für jüngere Jugendliche ideal, aber wer einen anspruchsvollen Roman will, sollte hiervon die Finger lassen – auch vom Schreibstil her.

Ich hatte kein allzu schlechtes Gefühl nach Beendigung des Buches. Ich hätte gerne mehr gelesen, aber ich war natürlich auch abgeschreckt. Die Handlung war aber so positiv, dass ich, sagen wir neutral, gegenüber diesem Buch stehe. Es veranschaulicht die Pubertät gut. Das muss man wirklich sagen. Ansonsten ist es aber eher ein Flop.

Fazit:
Teenager unter 15 Jahren und Romantiker werden an diesem Buch gefallen finden. Ansonsten würde dazu raten sich ein anderes Buch zu suchen, denn die Handlung ist nicht sehr anspruchsvoll, der Schreibstil auch nicht und die Charaktere sind nicht vertieft genug. Dafür werden das Thema Freundschaft und Liebe aber ganz groß geschrieben und schön verarbeitet.

Gesamt: 2/5

Handlung: 4/5
Charaktere: 1/5
Lesespaß: 3/5
Gestaltung: 2/5
Schreibstil: 2/5
Preis/Leistung: 2/5

Verfasst am: 20.10.2010

Dienstag, 26. Juli 2016

[Aktion] Gemeinsam Lesen #008


Diese Aktion leiten Summi und Naddlpaddl von Schlunzen-Bücher. Jeden Dienstag stellt man das Buch vor, das man aktuell liest und beantwortet noch eine zusätzliche Frage.

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du? 

Momentan lese ich "Battle Island" und bin auf S. 66.


2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite? 
Wenn ich nur wüsste, ob die drei sich schon verzogen haben oder nicht. 
3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Anders als der hier gezeigte Satz vielleicht vermittelt, ist das Buch nicht aus der Ich-Perspektive geschrieben. Weit bin ich ja noch nicht gekommen, aber bisher ist der Einstieg etwas irritierend, da es hier sehr viele Zeitsprünge gibt. Einerseits wird die Zeit vor Battle Island gezeigt und natürlich während der Show. Außerdem wird man dabei sofort ins Geschehen geworfen, was eine etwas untypische Herangehensweise für so ein Buch ist, aber nicht unbedingt schlecht. Aber so richtig fesseln konnte es mich noch nicht. Dafür habe ich aber einen Charakter gefunden, den ich wirklich mag: Tim, Louisas Freund.

4. Bekommt ein pausiertes oder abgebrochenes Buch bei dir noch mal eine Chance?

Das kommt immer drauf an, was für ein Buch es ist und wie sehr ich es eigentlich lesen wollte. Es gibt Bücher, die ich abgebrochen habe, die mich aber immer noch verfolgen, obwohl ich sie furchtbar fand. Da ist es meistens einfacher mit ihnen richtig abzuschließen und sagen zu können: Gut, ich hab's durch und jetzt kann ich's vergessen. Oder es überrascht mich doch noch positiv. Aber mehr als eine zweite Chance habe ich noch keinem Buch gegeben, allerdings breche ich auch wirklich nur in den schlimmsten Fällen ab, wenn ich mich wirklich durch quäle. 

Sonntag, 24. Juli 2016

[Rezension] Die Herren der Grünen Insel von Kiera Brennan

Titel: Die Herren der Grünen Insel
Autor: Kiera Brennan
Genre: Historischer Roman
Erscheinungsdatum: 15.02.2016
Seiten: 960
Verlag: blanvalet
Format: eBook
ISBN-13: 978-3-641-10352-1
Originalpreis: 15,99€ / 19,99€

Kurzbeschreibung: 
Irland 1166: Die Grüne Insel ist in viele kleine Reiche zersplittert, die sich unerbittlich bekriegen. Könige fechten langjährige Fehden aus, und selbst die friedliebendsten Untertanen werden in den blutigen Machtkampf hineingezogen. Zugleich droht ein gemeinsamer Feind in Irland einzufallen: Henry Plantagenet will die Insel an sich reißen. Werden sich die Herren der Grünen Insel vereinen und sich gegen den König von England stellen? Und welche Rolle spielen der grausame Krieger Ascall und die von ihm entführte Caitlín in diesem Kampf um Macht und Blut? 

Meinung: 
Das Cover des Romans hat mich sofort verzaubert. Es wirkt nicht so standardmäßig wie bei den meisten historischen Romanen. Vorne im Buch gibt es eine Karte Irlands und außerdem eine Aufstellung der Hierarchie. Vorgemerkt wurde außerdem, dass es hinten einen Anhang gibt, in dem die korrekte Aussprache der verwendeten Namen aufgeführt wird. An sich eine sehr gut Idee. Leider ist es beim eBook doch etwas umständlicher mit dem kurzen Blättern, weswegen ich den Anhang erst am Ende angeschaut habe. Dort gibt es nicht nur ein Personenverzeichnis, sondern auch eine Zeittafel und nochmalige Bemerkungen der Autorin zur Historik des Buches. Ich finde es eine schöne Ergänzung, weil man dadurch noch einmal näher erfährt wie nah das Buch wirklich am Geschehen der damaligen Zeit liegt. Die Kurzbeschreibung ist sehr treffend für die Thematik des Buches, auch wenn die Schwerpunkte vielleicht etwas verschoben sind.

Wenn man sich die Zeittafel ansieht, merkt man wie gut es Kiera Brennan gelungen ist ihre Geschichte zu spinnen ohne zu sehr vom wahren Geschehen abweichen zu müssen. Ich bin völlig ohne Vorwissen an das Buch herangegangen und habe daher auch nicht erwartet, dass sich der Roman über mehrere Jahre ziehen würde. Allerdings hat er sich besser entwickelt als ich vermutet hätte. Man lernt das frühere Irland kennen, Eríus Insel, und dabei nicht nur die Oberschicht, sondern eigentlich Menschen aus jeder Schicht. Dabei wird nicht verschleiert wie grausam die Welt damals war und wie schnell sich das Blatt wenden kann. In diesem Fall werden die Fäden vor allem von einem Händler gezogen, den eigentlich niemand so Recht leiden kann, der es aber dennoch schafft alles ins Rollen zu bringen. Aber nicht nur er intrigiert und so vermischen sich mehrere Intrigen miteinander, helfen oder behindern einander. Und das alles fällt natürlich auf die einfache Bevölkerung zurück und selbst auf Burgherren. So sieht man dem Fall und Aufstieg so mancher interessanter Persönlichkeit zu. Es gibt dabei viel Blutvergießen, aber auch List und Tücke und auch zarte Liebesanbahnungen, die mich durchaus überzeugen konnten. Generell taucht man leicht in die damalige Atmosphäre ein.

Sympathie für die Charaktere aufzubringen fällt schnell schwer. Jeder hat Macken und jeder ist nicht so herzensgut wie es anfangs vielleicht scheint. Eher im Gegenteil. Man hat das Gefühl, dass jeder Charakter nur an sich selbst denkt und vor allem ist man auch oft genervt, weil die Charaktere so starrsinnig handeln. Das heißt aber nicht, dass die Figuren nicht gut ausgefeilt worden wären. Tatsächlich hatte ich oft das Gefühl als könnten sie mir draußen auf der Straße direkt über den Weg laufen – wenn man davon absieht, dass ihre Gepflogenheiten und ihre Wildheit für das 21. Jahrhundert nur schwer nachzuvollziehen sind. Einen wirklichen Lieblingscharakter hatte ich nicht, aber manche habe ich dafür umso mehr gehasst, mit manchen hatte ich auch einfach nur Mitleid ob ihrer naiven Art. Am Liebsten waren mir vor allem Ascalls und Roísíns Perspektiven. Da der Fokus des Romans eher auf der Handlung als auf den Charakteren lastet, bekommt man immer nur kurze Einblicke in ihr Leben und die Vorgänge, was aber natürlich auch den vielzähligen Perspektiven zuzuschreiben ist.

Kiera Brennan schafft es, obwohl sie viele vulgäre Begriffe benutzt, die benutzte Sprache dennoch auf hohem Niveau zu halten. Sie nutzt dabei oft melodische, blumige Beschreibungen und Vergleiche, die fast schon lyrischen Charakter haben. Tiefgehende Beschreibungen fallen eher aus. So sind Landschaftsbeschreibungen und dergleichen weniger ausladend als bei historischen Romanen üblich. Dafür spielen alle Charaktere gerne mit Worten, vor allem der Händler Pól. Da allerdings nicht immer viel passiert, wurde das Buch doch ab und an recht langatmig, denn selbst die Dialoge ergießen sich oft über lange Absätze. Wie bereits erwähnt, kann man im Buch die Aussprache der Namen nachschlagen, was bei einigen wirklich nötig ist. Einige Namen kannte ich bereits, aber die meisten stellen einen vor Probleme. Ich finde aber gut, dass die Autorin dennoch vermehrt auf irische Originalnamen gesetzt hat, da dies die Authentizität erhöht.

Ich hatte eigentlich gehofft, dass Spannung in diesem Buch einen höheren Stellenwert hat, wurde aber leider enttäuscht. Natürlich wird es an manchen Stellen spannend, aber oft war ich nach einem Perspektivträger schon wieder erschöpft vom Lesen, weil das Geschehen sehr ausführlich und umfangreich erzählt wird. Das ermöglicht einen besseren Einblick in die Hintergründe der Zeit, aber hilft der Geschichte nicht den Leser zu fesseln. Das gelang erst gegen Ende, als viele Perspektiven langsam aufeinander trafen und man so gespannt darauf lauert wie diese Zusammenstöße ablaufen würden. Obwohl ich mich durch das Buch die meiste Zeit eher durchbeißen musste, habe ich am Ende sogar eine Träne vergossen, da die sehr zarte und nicht ausgeschlachtete Liebesbeziehung mich bewegt hat, auch wenn ich nicht unbedingt hinter ihr stand. Normalerweise weine ich bei Romanen sehr selten bis gar nicht. Letztendlich war das Ende an sich aber dennoch etwas enttäuschend. Bei der Auflösung um Krakas Plan hatte ich mehr erwartet.

Fazit: 
Auf historischer Ebene glänzt dieser Roman und ist auf jeden Fall interessant für jeden, der sich für Irlands Geschichte und frühere Kultur interessiert. Dabei bekommt man tiefe Einblicke. Wer hier allerdings auf einen schlachtenreichen Roman hofft, der viel Spannung bietet, sollte die Finger davon lassen, denn dies bietet das Buch keineswegs.

Gesamt: 3/5

Inhalt: 4/5
Charaktere: 3/5
Schreibstil: 4/5
Lesespaß: 2/5

[Neuzugänge] #003 - Jugendjahre

Man muß jung sein, um große Dinge zu tun. - Johann Wolfgang von Goethe
Eigentlich ist ja in den letzten Wochen nicht viel dazu gekommen, aber da ich die folgenden Bücher wahrscheinlich ausgelesen bzw. -gehört habe, bevor der nächste Neuzugänge-Post normalerweise kommen würde, stelle ich euch meine beiden neuesten Exemplare einfach einzeln vor. 

Rezensionsexemplar:

Battle Island von Peter Freund

Dieser brandneue Jugendroman wurde mir vom Bloggerportal zur Verfügung gestellt. Ich freue mich schon sehr aufs Lesen.
Als Louisa die Castings für die brandneue TV-Show »Battle Island« erfolgreich besteht, glaubt sie sich ihrem Ziel ein Stück näher: Mit dem Preisgeld die Therapie ihrer Mutter bezahlen und sie so vor dem sicheren Tod retten. Millionen von Zuschauern werden ihre Suche nach einem Schatz verfolgen, der auf einer von der Außenwelt abgeschnittenen Insel im Atlantik versteckt ist. Doch auch die anderen Kandidaten wollen an das Geld – dazu ist ihnen jedes Mittel recht, und so wird aus der Unterhaltungsshow bitterer Ernst...

All die verdammt perfekten Tage von Jennifer Niven
Auch dieser Jugendroman wurde mir als Hörbuch vom Bloggerportal zur Verfügung gestellt.
Ist heute ein guter Tag zum Sterben?, fragt sich Finch, sechs Stockwerke über dem Abgrund auf einem Glockenturm, als er plötzlich bemerkt, dass er nicht allein ist. Neben ihm steht Violet, die offenbar über dasselbe nachdenkt wie er. Von da an beginnt für die beiden eine Reise, auf der sie wunderschöne wie traurige Dinge erleben und großartige sowie kleine Augenblicke – das Leben eben. So passiert es auch, dass Finch bei Violet er selbst sein kann – ein verwegener, witziger und lebenslustiger Typ, nicht der Freak, für den alle ihn halten. Und es ist Finch, der Violet dazu bringt, jeden einzelnen Moment zu genießen. Aber während Violet anfängt, das Leben wieder für sich zu entdecken, beginnt Finchs Welt allmählich zu schwinden…

Samstag, 23. Juli 2016

[Aktion] Buch Safari #008


Diese Aktion hat Anja von Anjas Bücherblog ins Leben gerufen. Dabei geht es darum jeden Samstag ein Buch vom SuB oder der Wunschliste vorzustellen und drei Fragen dazu zu beantworten, um sie so etwas näher kennenzulernen - und vielleicht auch die Leidenschaft dafür neu zu entfachen.

1. Nenne ein Buch, welches du auf dem Flohmarkt gekauft hast / nach welchem du auf Flohmärkten Ausschau hälst

Hier muss ich den Begriff etwas dehnen. Ich kaufe grundsätzlich eigentlich nie auf Flohmärkten ein. Aber ich denke, Mängelexemplarkisten zählen vielleicht auch? Das ist ja fast wie ein Flohmarkt.

Sie kommt von der Erde. Ihr Schicksal steht in den Sternen. Jarra ist ein «Earth Girl». Während sich der Rest der Menschheit aufmacht, fremde Galaxien zu entdecken, ist Jarra zu einem Leben auf dem alten Heimatplaneten verdammt: Aufgrund eines Gendefekts kann sie nicht teleportieren. Sie gehört zu den Ausgestoßenen, den Wertlosen. Aber Jarra hat einen Traum: Sie will normal sein, will wie alle anderen studieren. Ihre Leidenschaft ist die Frühgeschichte – der faszinierende Zeitraum vor Erfindung der Portaltechnik. Damals lebten die Menschen in riesigen Städten wie New York, die heute nur noch Ruinen sind. Um ihren Traum wahr werden zu lassen, muss Jarra ihre Identität verleugnen. Sie ist bereit, diesen Preis zu zahlen. Doch als ein schreckliches Unglück droht und nur Jarra es aufhalten kann, beginnt sie sich zu fragen, ob es wirklich so erstrebenswert ist, normal zu sein ...

2. SuB: Wieso ist das Buch noch ungelesen?
    Wunschliste: Wieso möchtest du dieses Buch unbedingt haben?

Weil es kein Einzelband ist. Und scheinbar wurde die Reihe auch nicht komplett ins Deutsche übersetzt. Ich lese ungern Reihen, die ich eh nie beenden werde. Auch wenn ich sagen muss, dass der Klappentext trotzdem neugierig macht. Interessant ist ja, dass das Buch ganz gut bewertet wurde, wenn man sich so umsieht. Aber das hat wohl nicht gereicht. Naja, zumindest gäbe es die Möglichkeit die Trilogie auf Englisch zu beenden...

3. Liest du nur daheim oder auch unterwegs?

Beides. Ich lese vor allem natürlich gern daheim. Da kann ich voll entspannen und habe meine Ruhe. Aber wenn ich unterwegs bin, nehme ich fast immer ein Buch mit, um Wartezeiten zu überbrücken. Manchmal gehe ich auch mit meinem Buch raus und setze mich an einen See oder so. Nicht oft, aber ab und an ist das auch ganz schön. Ich muss jedenfalls sagen, dass ohne die Zeiten unterwegs ich viel langsamer mit dem Lesen vorankommen würde. Allein "Steel and Snow" von George R.R. Martin, das ich ja nun schon eine Ewigkeit lese, macht fast nur wegen Wartezeiten Fortschritte. 

Freitag, 22. Juli 2016

[Aktion] Wölkchens Freitags Fragen #006


Die liebe Sarah stellt auf ihrem Blog Wölkchens Bücherwelt jede Woche 2 Fragen, eine zum Thema Bücher und eine zum persönlichen Leben der Blogger.

Bücher-Frage:
1. Hast du einen Lieblingsverlag? - Welcher ist es?

Jein. Wenn man mich spontan fragen würde, würde ich sofort Blanvalet sagen. Aber wenn man in mein Bücherregal schaut, sind die Bücher aus viel unterschiedlicheren Verlägen. Dominant ist dabei vor allem, dass viele meiner Bücher der Verlagsgruppe Randomhouse zuzuordnen sind. Blanvalet, Heyne, cbt, Penhaligon, etc. Ich finde die Frage nach dem Lieblingsverlag aber kritisch. Es gibt keinen Verlag, der mich mit jedem Buch anspricht. Wenn ich ein Buch aussuche, achte ich auch nie auf den Verlag. Nur wenn vielleicht verschiedene Verlage ein Buch herausgegeben haben, entscheide ich mich für den, den ich bevorzuge, aber meistens liegt das dann auch mit am Cover und macht die Auswahl wieder willkürlich.

Privat-Frage:
2. Magst du lieber heiße oder kühle Sommer? Was ist das optimale Sommerwetter für dich?

Definitiv kühle Sommer. Ich kann Hitze nicht ausstehen. Ich liebe es, wenn es schön windig ist. Es sollte halt natürlich auch nicht kalt sein. Ein Mittelmaß ist perfekt mit um die 20-25°C. Eigentlich fange ich ja selbst im Sommer an schnell zu frieren, aber seit ich in einer Dachwohnung lebe, sehne ich mich nach jeder kalten Brise. 

Donnerstag, 21. Juli 2016

[Aktion] Serienabend #007


Im Mai hat die liebe Kosmeticca zu einer neuen Aktion ausgerufen, die vor allem für Serienliebhaber gedacht ist. Worum geht es im Speziellen? Jeden Donnerstag stellt man eine Serie vor, die man gerade schaut mit der aktuellen Folge. Das kann eine neue Serie sein, aber auch ein Rewatch.

Steckbrief

Titel: Pretty Little Liars

Inhalt: Im Zentrum von „Pretty Little Liars“ stehen die vier Mädchen Aria, Hanna, Spencer und Emily. Vor einem Jahr noch bildeten sie mit einer fünften - Alison DiLaurentis - die In-Clique der Schule. Genau genommen waren die vier vor allem durch Alison in der Schulhierarchie aufgestiegen. Doch dann verschwand Alison unvermittelt von einem gemeinsam verbrachten Abend - und blieb verschwunden. Die vier Mädchen verloren sich über das folgende Jahr aus den Augen - auch, weil ein gewaltiges Geheimnis (und viele kleinere) auf ihnen lastete. Mittlerweile haben sich die vier mit ihrem neuen, unabhängigen Leben arrangiert. Unvermittelt erhalten sie jedoch Nachrichten per eMail und SMS von A. - einer Person, die alle ihre Geheimnisse, alte wie neue, zu kennen scheint.

Staffel: Staffel 4

Folge: Folge 1, "A steht für A-U-F-E-R-S-T-A-N-D-E-N"


1. Beschreibe die aktuelle Folge in drei Worten

Angst, Alison und Zusammenhalt

2. Bewerte die Folge mit einer Schulnote und begründe deine Entscheidung

Schwierig. Ich gebe eine 1-. An sich war die Folge gut, aber alles kommt hier Schlag auf Schlag zusammen, was ein bisschen verwirrend ist. Aber anders als die letzte Staffel fängt diese mit richtigem Karacho an. Obwohl man gegen Ende der dritten Staffel langsam das Gefühl hatte A näher zu kommen und Alisons Mord, ist es jetzt eher so, dass nochmal Mauern errichtet wurden, um dieses Geheimnis zu schüren. Aria finde ich mittlerweile nicht mehr so schlimm wie früher. Ich bin ja gespannt wie die vierte Staffel für sie werden wird. Jedenfalls - gemessen an ihren Ängsten in der ersten Folge - hart. Ihr Angsttagtraum war ja doch recht überzeugend. Hannas Konflikt kann ich verstehen. Jemandem zu vertrauen, der einen hintergangen hat, egal aus welchen Gründen, ist nicht leicht. Aber vielleicht renkt sich das ja wirklich noch ein. So schlimm finde ich Mona eigentlich gar nicht. Was es jetzt aber mit Wilden auf sich hat, ist natürlich auch noch ein großes Thema der Folge. Jedenfalls scheinen A. und die Mörder vermutlich nicht die gleiche Person zu sein, sonst würde alles keinen Sinn ergeben. Und dass Mrs. DiLaurentis wieder in Rosewood ist, verspricht ja auch eher neue Geheimnisse und Entdeckungen.

3. Welche Serie kannst du 100%tig weiterempfehlen, weil sie dir so unglaublich gut gefällt?

Eigentlich hat jede Serie den ein oder anderen Makel. Und es gibt einige, die ich ohne zu zögern empfehlen würde. "Pretty Little Liars" gehört mittlerweile auch dazu. Wobei "100%ig" ein Begriff ist, mit dem ich nicht mitgehen würde. Der ist mir zu ultimativ. Ich empfehle oder ich empfehle nicht. Ansonsten kann ich - natürlich - "Game of Thrones" sehr empfehlen, aber auch "Legend of the Seeker" gehört zu einer meiner Lieblingsserien. Auch empfehlen kann ich "The 100" - welch Wortwitz zu "100%ig". ;) Aber im Ernst: Ich liebe diese Serie, auch wenn sie am Anfang ihre Macken hat und sie sich erst noch aufbaut und besser wird. Ansonsten gibt es zwar viele Serien, die ich wirklich gerne gucke, aber trotzdem nicht unbedingt empfehlen würde, weil sie ihr Niveau nicht durchgehend halten oder ich sie nur wegen speziellen Details liebe. Abgesehen mal davon habe ich mittlerweile schon so viele Serien gesehen, dass ich gerade nicht alle im Kopf habe. 

Mittwoch, 20. Juli 2016

[Rezension aus dem Archiv] Der Trakt von Arno Strobel

Titel: Der Trakt
Autor: Arno Strobel
Genre: Thriller
Erscheinungsdatum: Mai 2010
Seiten: 369
Verlag: Fischer
Format: Taschenbuch
ISBN-13: 978-3-596-18631-0
Preis: 8,95€

Kurzbeschreibung: 
Man hat ihr alles genommen. Nur nicht die Angst. Stell dir vor, dein Mann sagt, er hat dich noch nie gesehen, und Leute sagen, du hat nie ein Kind gehabt. Wem kannst du trauen, wenn niemand dir glaubt? Und wer bist du wirklich? 

Inhalt: 
Sybille wacht nach zwei Monaten in einem Kellerraum, in dem sie eingesperrt war, und kann durch Glück flüchten. Schnell muss sie feststellen, dass nichts ist, wie es scheint. Ihr Mann kennt sie nicht mehr, –auf den Fotos steht an ihrer Stelle eine andere, ihr Sohn wird von allen verleugnet, aber doch kennt sie jede Einzelheit aus ihrem Leben. und jeder behauptet, sie wäre nicht Sybille Aurich. Eine alte Frau bietet ihr im unmöglichsten Fall Hilfe an, die Polizei arbeitet gegen sie und dann ist da noch Christian Rössler, dessen Schwester das gleiche Schicksal erlitten hat. Aber wem kann sie wirklich trauen? Und was ist mit ihrem Sohn passiert?

Erster Satz: 
Als Sybille sah, wie ihr Junge auf den Beifahrersitz des fremden Autos gezogen wurde, erstarrte sie. 
Meinung: 
Das Cover ist sehr schlicht. Schwarz und ein farbig passendes Motiv von einem langen Gang. Zwischen Autor und Titel ist eine Menge Platz frei – das wirkt nicht sehr schön und man hätte es vielleicht anders lösen können. Die Rückseite ist auch sehr sparsam und wieder wird eine Menge Platz freigelassen. Ein paar Kommentare hätten sicher nicht geschadet. Ganz vorne und hinten im Buch ist ein Foto vom Autor und vorne eine kurze Biografie und hinten ein knappes Interview, was ich schön gemacht finde. Die richtige Inhaltsbeschreibung findet man erst auf Seite 2. Hinten ist auch noch eine Leseprobe zu Strobels neuem Roman „Das Wesen“. Die Absätze sind meistens recht lang, aber das hat mich nicht gestört. Zu viele Absätze wären hier nicht sinnvoll gewesen. Die Schrift passt auch gut und wirkt so schlicht wie das Cover. Die Größe ist gut gemacht. Die Kapitel sind aus Sybilles und Hans Sicht geschrieben, was nützlich ist, um beide Seiten zu verstehen.

An Handlung hat es wirklich nicht gefehlt. Man könnte fast sagen, es ist zu viel Handlung da, aber eigentlich ist alles fürs Weitere nötig. Man sollte aber wirklich aufpassen und es vielleicht auch nicht über einen längeren Zeitraum lesen, da es manchmal verwirrend sein kann. Sybille weiß nie, wem sie nun trauen kann und besonders gegen Ende gibt es immer wieder neue Überraschungen. Bei niemandem ist die Identität wirklich klar. Das Ende ist eher unerwartet, aber auf keinen Fall schlecht. Ich persönlich fand es aber eher traurig. Als Leser sollte man sich auf die skurrilsten Ereignisse gefasst machen und harmlos ist dieser Roman ganz sicher nicht. Immer wieder gehört jemand anderes zu den Bösen. Und dennoch kann man die Geschehnisse noch überblicken.

Die Charaktere haben so viel Tiefe wie nötig und möglich. Natürlich werden die Meisten nur dürftig charakterisiert und man erfährt wenig über sie, damit der Leser nicht schon direkt zu viel weiß. Über Sybille erfährt man natürlich viel mehr und sie erzählt viele Ausschnitte aus ihrem Leben, aber richtige Charakterzüge kommen nicht hervor. Im Grunde gibt das Buch ohnehin nicht viele Möglichkeiten die Charaktere genauer kennenzulernen. Man muss sich eher mit einer groben Beschreibung zufrieden geben, aber mich hat das wenig gestört. Es hätte das Buch vielleicht sogar langweiliger gemacht – und das Ende womöglich offensichtlicher.

Strobels Schreibstil ist ebenfalls schlicht. Wenn ich es beschreiben müsste, würde ich sagen, sein Schreibstil ist für die breite Masse gemacht. Weder zu modern, noch zu altmodisch. Er schreibt keinesfalls schlecht. Das möchte ich damit nicht sagen. Für Kinder wäre das Buch nichts, ansonsten sollte jeder dazu imstande sein diesen Roman zu verstehen. Es gibt wirklich viel wörtliche Rede, wodurch es sich einfacher lesen lässt. Wenn ein Charakter nur seitenlang Monologe führt, hat man ja auch keine Lust mehr, aber hier würde ich sagen, gibt es genug wörtliche Rede, um das zu vermeiden, zumal die Handlung auch nicht zu wünschen übrig lässt. Ich konnte das Buch nicht mehr weglegen, womit ich sagen will: Es ist auch nicht zu anstrengend, sondern wirklich flüssig lesbar. Strobel hat es auch gut geschafft, sich in eine Frau einzufühlen. Viele Autoren schreckt das andere Geschlecht ja eher ab.

Mir hat "Der Trakt" gut gefallen, besonders die Handlung. Ich muss zugeben, dass es schwierig ist, sich zu konzentrieren und einen Überblick über alles zu behalten – sowohl über Strobels Schreibstil als auch über die Handlung. Ich kann nicht wirklich sagen, ob der Roman meine Erwartungen gedeckt hat. Ich fand ihn wirklich gut, aber ich habe mit einem anderen Handlungsverlauf gerechnet. Naja, das ist nichts Schlechtes und eigentlich finde ich es sowieso viel besser, wenn Bücher nicht so enden, wie ich gedacht habe. Sonst erscheinen sie mir als zu offensichtlich. Sybilles Geschichte ist aufwühlend und sehr verstrickt. Wie könnte man sie nicht mögen?

Fazit: 
Für Thrillerfans ist dieses Buch sicherlich keine schlechte Wahl. Es ist spannend, nicht sofort durchschaubar wie es ausgeht und gut durchdacht. Man kann gut spekulieren - Krimifans aufgehorcht - und hat natürlich die Möglichkeit, das Ende zu erahnen. Wer weniger viel von Geschwafel und mehr von geradlinigen Geschichten hält, in denen der rote Faden immer verfolgt wird, hat ein gutes Buch gefunden.

Gesamt: 4/5

Handlung: 5/5
Charaktere: 3/5
Lesespaß: 5/5
Gestaltung: 2/5
Schreibstil: 5/5
Preis/Leistung: 4/5

Verfasst am: 10.10.2010

Dienstag, 19. Juli 2016

[Aktion] Gemeinsam Lesen #007


Diese Aktion leiten Summi und Naddlpaddl von Schlunzen-Bücher. Jeden Dienstag stellt man das Buch vor, das man aktuell liest und beantwortet noch eine zusätzliche Frage.

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du? 

Momentan lese ich immer noch "Die Herren der grünen Insel" und bin auf S. 273 von 814.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite? 
Caitlín fuhr hoch. 
3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Mittlerweile bin ich langsam drin in der Geschichte, auch wenn es eher langsam vorangeht und zwischen den Perspektiven und Kapiteln oft Monate oder ein Jahr vergeht. Das irritiert im ersten Moment etwas, aber ergibt natürlich bei der Thematik Sinn. Ein Krieg erledigt sich ja nicht innerhalb von zwei Wochen. Ich bin bis jetzt jedenfalls positiv überrascht. Obwohl die meisten der bisherigen Handlungen nicht zwingend von Spannung geprägt waren, ist der Roman dennoch keineswegs langweilig. Ich bin schon gespannt wie es weitergeht.

4. Bei Büchern aus einer Reihe, gibt es am Ende des Buches oft ein Kapitel als Leseprobe vom nächsten Buch! Liest du sie oder bräuchtest du das nicht? 

Früher hab ich sie tatsächlich meistens gelesen, mittlerweile eher nicht mehr. Zum einen habe ich manchmal das Folgebuch bereits im Regal und dann brauche ich ja nicht die Leseprobe, sondern kann direkt das Buch lesen. Und ansonsten finde ich es zwar eine schöne Idee Leseproben hinten hinzuzufügen, um neugierig aufs nächste Buch zu machen, aber im Normalfall habe ich bereits eine Meinung, ob ich das nächste Buch lesen will oder nicht und da hilft mir dann auch keine Leseprobe mehr. Aber wenn ein Buch noch nicht draußen ist, ist es ganz nett schon einmal reinzulesen.

Samstag, 16. Juli 2016

[Aktion] Buch Safari #007


Diese Aktion hat Anja von Anjas Bücherblog ins Leben gerufen. Dabei geht es darum jeden Samstag ein Buch vom SuB oder der Wunschliste vorzustellen und drei Fragen dazu zu beantworten, um sie so etwas näher kennenzulernen - und vielleicht auch die Leidenschaft dafür neu zu entfachen.

1. Nenne ein Buch, bei dem die Protagonistin / der Protagonist im Urlaub ist

Italien im August: Sonnenbaden, das beste Eis der Welt und Dolce Vita. Doch stattdessen heißt es für Papst Petrus: Intrigenspiele im Vatikan. Als ihm Studienfreund Giuseppe von seinem einfachen, aber erfüllten Leben als Dorfpfarrer an der Amalfiküste erzählt, kommt Petrus ins Grübeln: Wäre das nicht auch etwas für ihn gewesen? Kurzentschlossen übernimmt er Giuseppes Urlaubsvertretung, inkognito natürlich. Petrus genießt die Auszeit in dem kleinen Fischerort in vollen Zügen. Doch dann wird sein Boccia-Partner Raffaele ermordet, und Petrus‘ Ermittlungen führen ihn tief in die glamouröse Vergangenheit der Amalfiküste.

2. SuB: Wieso ist das Buch noch ungelesen?
    Wunschliste: Wieso möchtest du dieses Buch unbedingt haben?

Ich hab es erst kürzlich bei Lovelybooks gewonnen und es ist auch erst Ende Juni erschienen und ich kam noch gar nicht dazu es zu lesen. Es ist auch eigentlich nicht ganz mein Genre, aber hört sich trotzdem amüsant an, gerade für den Sommer. Aber wenn das Buch eh im August spielt, werde ich es dann vielleicht auch lesen.

3. Kaufst du dir Reihen einzeln oder wartest du bis ein Schuber erscheint?

Eigentlich kaufe ich mir Reihen je nach Aktualität. Wenn noch nicht alle Bücher erschienen sind, kaufe ich sie einzeln, weil ich ja nicht ewig warten will bis es alle gibt. Aber wenn alle erschienen sind und ich noch keines habe, kaufe ich sie mir tatsächlich gerne im Schuber, einfach weil es preiswerter ist - und manchmal sehen die Bücher im Schuber sogar hübscher aus. Auch wenn ich eigentlich kein großer Fan von Schubern bin. 

Freitag, 15. Juli 2016

[Aktion] SuB-Destroyer #002


Diese Aktion wurde von Schlunzen-Bücher eingeführt. Am 15. eines Monats werden drei Themen genannt, zu denen man aus seinem eigenen SuB Bücher auswählen soll. Unter diesen soll dann abgestimmt werden, welches dann bis zum nächsten Monat gelesen werden soll. Da ich eine einwöchige Abstimmphase nutzen möchte, würde ich die Aktion gerne erweitern, so dass ich bis zum 22.08. das Buch gelesen haben muss - ab dem Ende der Abstimmung habe ich also einen Monat Zeit für das entsprechende Buch.

Letzten Monat habe ich "Noir" von Jenny-Mai Nuyen gelesen. Zur Rezension gelangt ihr, wenn ihr auf das Cover klickt. Mit der Lesezeit hat es ganz gut geklappt, aber das Buch ist ja auch nicht sehr dick. Bis jetzt gefällt mir die Aktion, vor allem weil ich so auch mal Bücher lese, die ich sonst dauernd übergehe. Da habe ich im Juli auch wieder ein paar Kandidaten dabei. Da ich leider nicht all meine SuB-Bücher vor Ort habe, muss ich die Kategorien manchmal etwas dehnen. Denn ansonsten wäre in der letzten Kategorie ein ganz anderes Buch gestanden, aber das hab ich momentan nicht da.


Die Kategorien im Juli:

1. Ein Buch eines Autors, von dem ihr mehrere besitzt

Mystic Falls, Virginia, 1864: Der Bürgerkrieg tobt, doch Stefan und Damon kämpfen auf dem herrschaftlichen Salvatore-Anwesen ihren ganz eigenen Kampf. Denn die ungleichen Brüder lieben dieselbe Frau – die atemberaubend schöne und mysteriös verführerische Katherine. Dann kommen die leidenschaftlichen Rivalen hinter ein dunkles Geheimnis: Katherine ist ein Vampir – und will auch die Liebe der Brüder unsterblich machen...

2. Ein gebraucht gekauftes Buch

Maru ist eine Sklavin. Auf sie wartet der Dienst in der Palastküche oder auf den Feldern vor der Stadt. Bis sie vom skrupellosen Grabräuber Tasil gekauft wird – der Maru als Figur in seinem gefährlichen Spiel um Reichtum und Macht missbraucht. Und auch ein uralter Daimon namens Utukku entwickelt Interesse an der jungen Frau. Denn er hat erkannt, dass in den Adern der Sklavin das Blut der mächtigen Magier der Sümpfe fließt …

3. Einen (für eure Verhältnisse) dicken Schinken

Nachdem Richard Cypher seinen teuflischen Stiefvater Darken Rahl besiegt und den Riss im Schleier zur Unterwelt verschlossen hat, will er als neuer Herrscher der Welt die Freiheit bringen. Doch auf Richard und seine große Liebe Kahlan warten schon die nächsten Herausforderungen: Zum einen die Imperiale Ordnung – aber vor allem die fanatischen Kinder des Blutes ...

Ihr könnt bis zum 22.07. um 23:59 hier per Kommentar abstimmen, welches Buch ich lesen soll. Ich würde mich über eure Beteiligung freuen. 

[Rezension] Evolution: Die Stadt der Überlebenden von Thomas Thiemeyer

Titel: Die Stadt der Überlebenden
Reihe: Evolution
Band: 1
Autor: Thomas Thiemeyer
Genre: Dystopie
Erscheinungsdatum: 04.07.2016
Seiten: 360
Verlag: Arena
Format: Hardcover
ISBN-13: 978-3-401-60167-0
Originalpreis: 16,99€

Kurzbeschreibung: 
Evolution ist unaufhaltsam. Evolution ist unausweichlich. Sie macht vor niemandem Halt. Auch nicht vor uns. 
Eine Gruppe von Austauschschülern muss auf dem Weg in die USA notlanden. Als Jem und Lucie die Landebahn des Denver Airports betreten, ist die Welt plötzlich nicht mehr wie sie war: Der Asphalt überwuchert, das Terminal menschenverlassen, überall lauern Gefahren. Vor allem Tiere haben es auf die Neuankömmlinge abgesehen. Was ist bloß geschehen? Auf der Suche nach Antworten erfahren die Jugendlichen von ein paar Überlebenden in einer verschollenen Stadt. Doch wie sollen sie sie erreichen, wenn die ganze Erde sich gegen sie verschworen hat? Eine atemberaubender Wettlauf beginnt - denn überleben können nur die Stärksten. 

Meinung: 
Die Gestaltung des Romans gefällt mir sehr gut. Vor allem das Cover hat es mir angetan. Ich liebe diese Bilder von dystopischen Welten, in denen die Natur sich ihr Hab und Gut Stück für Stück wieder zurück erobert hat. Deswegen gefällt mir die Illustration auch so gut, auch wenn die gezeichnete Szene im Buch selbst nicht vorkommt – oder ich hab etwas verpasst. Die Kapitelanfänge haben mich anfangs etwas verwirrt. Am Anfang der ersten Kapitel steht immer der Name des Perspektivträgers in abgehobenen Lettern, allerdings wird später klar, dass das nicht immer ein Anzeichen für den Perspektivträger ist. Es wird einfach nur das erste Wort des Kapitels abgehoben. Zwischen den Kapiteln gibt es ab und an eine schwarze Seite, die ein eigenes Kapitel ist und wohl die Sicht von den einheimischen Wesen zeigen soll. Das war auf jeden Fall eine interessante Art mehr Spannung ins Buch zu bekommen. Am Ende des Buches bekommt man noch einen Ausblick darauf wie die zwei Folgebände heißen werden und wann sie erscheinen sollen. Die Kurzbeschreibung passt gut und macht neugierig.

Das Thema des Romans hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen. Es geht um eine gruppe Schüler, die unterwegs in die USA sind und feststellen müssen, dass diese sich ganz schön verändert haben. Am Denver Airport ist es nämlich menschenleer und komplett verwildert. So richtig erklären kann sich das keiner, aber wichtiger ist noch das Überleben: Denn diese seltsame Welt ist den Schülern keineswegs wohlgesonnen. Und so machen sie sich auf die Suche nach Überlebenden. Ich muss sagen, ich bin sehr gespannt wie der Autor das Ganze letztendlich erklären will, weil ich die Flugzeugturbulenzen etwas unglaubwürdig fand, aber an sich ist das Thema trotzdem sehr gut inszeniert und spannend. Und das Buch hält sich mit Gewalt auch nicht zurück. Es passieren schlimme Dinge und die Jugendlichen versuchen verzweifelt dem zu entkommen. Dabei erleiden sie aber auch Rückschläge. Manche Entscheidungen fand ich fragwürdig, aber wahrscheinlich wird in den folgenden Büchern noch erläutert wie sich das aufs Weitere auswirkt. Das Buch endet recht offen und mit einem Hauch eines Cliffhangers. Und auf den letzten Seiten zeichnet sich ab, dass das vermeintliche vorläufige „Happy End“ vielleicht doch keines ist. Für eine Dystopie ist dieses Buch auf jeden Fall originell und durchaus spannend.

Die beiden Protagonisten Jem und Lucie sind etwas ungewöhnlich, aber überwiegend sympathisch, auch wenn es mir schwer fiel mich mit einem von ihnen zu identifizieren. Etwas seltsam fand ich ihr Verhältnis zueinander, da es manchmal durch die Wortwahl so anklingt als würden sie sich nicht erst seit kurz vor dem Abflug kennen, sondern schon viel länger. Auch fand ich ihre Faszination füreinander etwas übertrieben, da irgendwie die Chemie nicht so recht stimmen will. Mir kam es einfach erzwungen vor. Marek fand ich anfangs übrigens eigentlich schon fast zu nett, wenn man bedenkt wie negativ er eigentlich beschrieben wird. Später hat er seinem Ruf zwar alle Ehre gemacht, aber anfangs fand ich ihn sogar ganz nett, was nicht zu Jems oder Lucies Bild von ihm gepasst hat. Die anderen Charaktere sind auch alle etwas sonderlich, aber zusammen ergeben sie alle zumindest ein gutes Team. Etwas schade fand ich, dass die Erwachsenen in diesem Buch sehr hintenan gestellt werden – und das fast schon mit Absicht.

Der Schreibstil ist sehr zugänglich. Es gibt wenig lange Absätze und viel Handlung, wodurch ein hohes Tempo erzeugt wird. Außerdem werden eher parataktische Sätze, also Hauptsätze, verwendet und geben damit auch authentisch die Gedanken der Perspektivträger wieder. Man hat sofort ein genaues Bild vor Augen, was passiert, obwohl eigentlich sparsam mit Beschreibungen umgegangen wird. Aber gerade weil nicht zeilenlang die Umgebung beschrieben wird, entsteht eher eine Art Film im Kopf, was durch die Handlungen betont wird.

Zwischendrin war ich immer wieder etwas skeptisch und ich bin auch nicht sicher, ob mir gefällt worauf der zweite Roman wohl hinausläuft, aber auf jeden Fall habe ich im ersten Band mitgefiebert und ab der Hälfte war es so spannend, dass ich nicht mehr pausieren konnte. Tatsächlich habe ich die Dystopie an einem einzigen Tag verschlungen. Mir hat es sehr gefallen, gerade weil es mal ausnahmsweise nicht direkt um irgendwelche Systeme geht, aus denen der Protagonist auszubrechen versucht. Hier ist es eher das Gegenteil. Die Protagonisten werden in eine unbekannte Welt geworfen, die den USA, die sie kennen, nicht einmal ansatzweise gleicht. Evolution ist echt ein tolles und interessantes Thema für eine Dystopie und es wurde ja fast schon Zeit, dass jemand mal auf die Idee kam.

Fazit:
Eine neue Dystopie, die sich von den anderen durchaus abhebt. Hier steht nicht die Liebe im Mittelpunkt, sondern Handlung und Action. Es passiert sehr viel und man taucht schnell in das Buch ein. Von mir gibt es eine klare Empfehlung. Das Buch hat zwar auch seine Schwächen, aber das Gesamtpaket kann voll überzeugen und ist gerade für Jugendliche und Dystopieliebhaber der Auftakt einer vielversprechenden Reihe.

Gesamt: 4/5

Inhalt: 4/5
Charaktere: 4/5
Lesespaß: 4/5
Schreibstil: 5/5

Donnerstag, 14. Juli 2016

[Aktion] Serienabend #006


Im Mai hat die liebe Kosmeticca zu einer neuen Aktion ausgerufen, die vor allem für Serienliebhaber gedacht ist. Worum geht es im Speziellen? Jeden Donnerstag stellt man eine Serie vor, die man gerade schaut mit der aktuellen Folge. Das kann eine neue Serie sein, aber auch ein Rewatch.

Steckbrief

Titel: Pretty Little Liars

Inhalt: Im Zentrum von „Pretty Little Liars“ stehen die vier Mädchen Aria, Hanna, Spencer und Emily. Vor einem Jahr noch bildeten sie mit einer fünften - Alison DiLaurentis - die In-Clique der Schule. Genau genommen waren die vier vor allem durch Alison in der Schulhierarchie aufgestiegen. Doch dann verschwand Alison unvermittelt von einem gemeinsam verbrachten Abend - und blieb verschwunden. Die vier Mädchen verloren sich über das folgende Jahr aus den Augen - auch, weil ein gewaltiges Geheimnis (und viele kleinere) auf ihnen lastete. Mittlerweile haben sich die vier mit ihrem neuen, unabhängigen Leben arrangiert. Unvermittelt erhalten sie jedoch Nachrichten per eMail und SMS von A. - einer Person, die alle ihre Geheimnisse, alte wie neue, zu kennen scheint.

Staffel: Staffel 3

Folge: Folge 2, "Blutrot ist das neue Schwarz"


1. Beschreibe die aktuelle Folge in drei Worten

Jenna, Garret und Mona

2. Bewerte die Folge mit einer Schulnote und begründe deine Entscheidung

Ich gebe der Folge eine 2-. Sie war etwas lahm, auch wenn ein paar Dinge passiert sind, aber momentan ist eher Tote Hose bei PLL, habe ich das Gefühl. Das muss erst wieder in Fahrt kommen. Warum alle so einen Aufstand wegen Hannas Besuchen machen, verstehe ich eh nicht. Immerhin waren sie und Mona Freundinnen und egal, was passiert ist, dieses Band ist nicht einfach von heute auf morgen weg. Caleb spielt sich da ja momentan etwas auf. Er sagt zwar nichts, aber man merkt wie sehr er Hannas Verhalten missbilligt. Mit Garret kommt Spencer auch kein bisschen voran und der Handlungsstrang lässt einen in dieser Folge auch eher verwirrt zurück. Die Sache mit Emily ist ja schon wieder harter Tobak. Hoffentlich geht das gut aus. Und Aria wird wieder von A. schikaniert. Aber was es mit dem Ohrring genau auf sich hat, ist vielleicht wirklich interessant. Ich hätte ja gedacht, dass Alison die absichtlich versteckt hat. Und dass Jennas kleines Geheimnis jetzt aufgeflogen ist, ist natürlich klasse. Daraus kann man ja vielleicht wirklich Vorteile ziehen - wenn die Mädchen sich mal ausnahmsweise nicht trottelig anstellen. Im Großen und Ganzen wirkt es etwas als wäre alles wieder auf Anfang und vor allem fraglich ist, was in den 6 Monaten zwischen Staffel 2 und 3 passiert sein mag, denn teilweise ist plötzlich alles anders, vor allem bei Aria.

3. Erzähle uns von dem witzigsten Moment deiner aktuellen Folge.

Das ist wohl die falsche Serie dafür. Es gibt vieles, wofür "Pretty Little Liars" bekannt ist, aber definitiv nicht für seinen Humor. Ich hab sogar aufgepasst, ob irgendwas witziges vorkommt, aber bis auf ein paar halb lustige Bemerkungen war da nichts. Der witzigste Kommentar kam dabei von Ella während des Unterrichts:
"Und wirklich tragisch wäre, wenn manche von euch nicht endlich damit anfangen, Notizen zu machen. Tut mir Leid, in eurem letzten Jahr geht's nicht nur darum zu schwänzen und vor den Überwachungskameras im Supermarkt zu tanzen. Dazu sind die Wochenenden da." 
Ja, nicht wirklich der Brüller, aber zumindest amüsant.
Passend zur Serie habe ich heute übrigens auch meine Rezension zum ersten Band der Buchreihe auf meinem Blog veröffentlicht. Wer Interesse hat, kann ja mal reinschauen. 

[Rezension] Unschuldig von Sara Shepard

Titel: Unschuldig
Reihe: Pretty Little Liars
Band: 1
Autor: Sara Shepard
Genre: Jugendthriller
Erscheinungsdatum: 06.07.2009
Seiten: 320
Verlag: cbt
Format: Taschenbuch
ISBN-13: 978-3-570-30562-1
Originalpreis: 7,95€

Kurzbeschreibung: 
Hinter perfekt gestylten Outfits und dunklen Gucci-Sonnenbrillen verstecken vier Mädchen ihre geheimsten Geheimnisse. Doch plötzlich droht die Wahrheit ans Licht zu kommen...
 Spencer flirtet mit dem Freund ihrer Schwester, Aria hat eine Affäre mit dem Englischlehrer, Emily knutscht mit einem Mädchen und Hanna steckt sich heimlich den Finger in den Hals. Dann tauchen bedrohliche SMS auf von einem anonymen Absender: A. Und A. weiß alles. Wirklich ALLES!

Meinung: 
Mit dem Cover muss man sich erst einmal anfreunden. Daran gefällt mir eigentlich maximal die Schriftart. Farblich ist das gelb mir ein bisschen zu grell und dadurch ist es auch schwer die vier Mädchen, die die Protagonistinnen darstellen sollen, zu betrachten, weil der Kontrast zwischen den Farben zu hoch ist. Außerdem finde ich, dass es durch die Positionen der Mädchen so wirkt als wäre Spencer in diesem Band die alleinige Perspektivträgerin. Aber an sich ist es eine nette Idee die Vier dem Leser zu präsentieren, damit man ein Bild vor Augen hat. Im Original wurden ja Barbiepuppen verwendet, da finde ich es schöner echte Menschen zu nehmen. Die Kurzbeschreibung passt ziemlich gut zum Buch. Ob ich es aber deshalb gekauft hätte, wenn ich nicht durch die Serie darauf gestoßen wäre, bezweifle ich, aber das liegt vermutlich auch am Altersunterschied zur Zielgruppe.

Ich kannte die Serie vor den Büchern und wusste deshalb vor dem Lesen natürlich schon, worauf ich mich einlasse und vor allem auch dessen grobe Handlung. So grob ist sie allerdings gar nicht an der Serie gehalten, im Gegenteil. Das meiste wurde tatsächlich übernommen bis auf einige Sachen, die wahrscheinlich nicht so gut gekommen wären wie Rassismus oder Bulimie. In den Büchern geht es dabei etwas schonungsloser zu. Ich hatte auf etwas mehr Inhalt gehofft, aber nach der Hälfte des Romans war für mich abzusehen an welchem Punkt der erste Band der Reihe enden würde. Trotzdem war es durchaus spannend und lädt vor allem zum Rätselraten ein, auch wenn die Nachrichten von A. sich noch in Grenzen halten. Man erfährt einiges über das Leben der Mädchen und ihre Geheimnisse – oder zumindest ein Geheimnis. Und dann werden vor allem noch viele Fragen aufgeworfen, z.B. was die Sache mit Jenna betrifft. Das Ende des ersten Bandes hält natürlich dann noch einen Schocker bereit. Generell muss man natürlich im Kopf behalten, dass es sich hier um jugendliche Protagonistinnen handelt, die auch jugendliche Probleme haben. Manchmal kann man darüber auch nur den Kopf schütteln, aber zumindest ist es immer nachvollziehbar und manchmal tatsächlich auch schockierender als die Geheimnisse, die man selbst mit sich herumträgt. Ich meine gut, Homosexualität ist heutzutage ein „alter Hut“, aber als das Buch heraus kam, war das Thema ja doch noch etwas aktueller. Eine Affäre mit einem Lehrer? Das ist schon ein ziemlicher Skandal. Aber Bulimie finde ich auch nicht gerade harmlos. Dagegen wirkt Spencer, die nur die Freunde ihrer Schwester anbaggert fast schon harmlos, auch wenn ich ihre Szenen auch heftig fand. Was die Mädchen tun, bleibt auf jeden Fall nicht ungestraft. Ich denke, für Jugendliche – und vielleicht auch ältere – ist es gleichzeitig auch interessant, um sich mit derlei Thematiken auseinanderzusetzen.

Die Charaktere sind nicht unbedingt die sympathischsten Personen. Perspektivträgerinnen sind Aria, Emily, Hanna und Spencer, die früher einmal zu einer Mädchenclique gehörten, deren fünftes Mitglied die verschwundene Alison war. Ich würde nicht sagen, dass man mit den Vieren sympathisiert, aber zumindest kommt man mit jeder von ihnen klar, mit der einen vielleicht mehr als mit der anderen. In der Serie mochte ich z.B. Hanna am Liebsten, aber im Buch bin ich noch nicht mit ihr warm geworden. Dafür mag ich Spencer umso mehr und Aria fand ich hier auch recht umgänglich. Emily ist für mich etwas unnahbar, aber ich denke, dass für jeden Leser eine Figur dabei ist, mit der er sich identifizieren kann oder möchte. Ansonsten muss man sagen, dass alle Charaktere tiefgründig ausgearbeitet sind und sich hinter jedem von ihnen mehr zu verbergen scheint als man im ersten Moment denkt. Es wird ja auch wild von den Mädels gemutmaßt, wer A. sein könnte.

Der Schreibstil ist sehr farbenfroh. Es werden viele sprechende Verben benutzt, z.B. johlen oder quietschen. Außerdem gibt es in diesem Buch vor allem Dialoge. Das vereinfacht das Lesen natürlich noch einmal, was aber nicht zwingend nötig wäre, da der Stil sehr an jugendlicher Sprache angenähert ist, schlicht, einfach und mit einigen typischen Worten, die Jugendliche im Alltag so verwenden. Für mich war es zum Glück noch nicht zu aufdringlich, obwohl ich in Punkto Jugendsprache etwas empfindlicher bin. Es lässt sich sehr einfach lesen und passt damit auch genau zur Zielgruppe.

Ich habe den Roman in zwei Tagen durchgelesen. Es ist in der Tat ein Buch für Zwischendurch, dass – zumindest bis dato – nicht besonders anspruchsvoll ist. Ob sich das im Laufe der Reihe ändert, bleibt abzuwarten. Mir hat es jedenfalls Spaß gemacht in die Welt von Rosewood einzutauchen und mehr darüber herauszufinden. Das wirft zudem noch einmal ein ganz anderes Licht auf die Serie, wenn man sie denn schaut. Etwas hat mir irgendwie trotzdem gefehlt, aber so ganz kann ich es nicht benennen und vielleicht kommt es ja noch in den Folgebänden. Ich werde definitiv noch weiterlesen.

Fazit:
Dies ist ein ansprechender „Thriller“-Auftakt für Teenager und verspricht alles, was man sich als solcher wünschen könnte: Liebe, Drama, Partys und andere Themen, die vor allem in dem Alter relevant sind. Und Dank der oder dem ominösen A. wird der Roman nochmal deutlich spannender, denn alles dreht sich hier um Geheimnisse. Für Erwachsene ist es vielleicht nicht unbedingt etwas, aber Jugendlichen empfehle ich es gerne.

Gesamt: 4/5

Inhalt: 4/5
Charaktere: 4/5
Lesespaß: 4/5
Schreibstil: 4/5

Mittwoch, 13. Juli 2016

[Rezension aus dem Archiv] Blood and Chocolate von Annette Curtis Klause

Titel: Blood and Chocolate
Autor: Annette Curtis Klause
Genre: Fantasy
Erscheinungsdatum: 15.11.2010
Seiten: 338
Verlag: Heyne
Format: Gebunden
ISBN-13: 978-3-453-26691-9
Preis: 14,99€

Kurzbeschreibung: 
Kannst du mich lieben, so wie ich bin? 
Nur bei Mondschein fühlt sich die sechzehnjährige Vivian ganz in ihrem Element. Dann verwandelt sich das schöne und leidenschaftliche Mädchen in einen Wolf und streift gemeinsam mit ihrem Rudel durch die Wälder Marylands. Doch als Vivian sich eines Tages in Aiden, einen Menschen, verliebt, muss sie eine schicksalhafte Entscheidung treffen….

Inhalt: 
Vivian lebt erst seit kurzem in Maryland, weil in ihrem Rudel ein Unglück geschehen ist. Nun sind sie fortgezogen und Vivian fühlt sich zunehmend einsamer. Ein Bild von ihr wird in der Zeitung veröffentlicht, daneben das Gedicht eines gewissen Aiden. Sie macht sich auf die Suche nach ihm und verliebt sich. Die beiden führen gegen den Willen ihres Rudels eine Beziehung. Doch Vivian fällt es schwer, Aiden nicht ihr wahres Wesen zu zeigen. Deshalb trifft sie eine schwerwiegende Entscheidung. Und dann passiert plötzlich ein Mord, den nur ein Werwolf ausführen konnte, und Vivian verdächtigt sich selbst.

Erster Satz: 
Flammen loderten hoch in den Himmel empor und tauchten die Nacht in ein gespenstisch karnevaleskes Licht.

Meinung:
Das Cover ist wunderschön. Ein hübsches Mädchen mit strahlend grünen Augen. Darunter der Titel, der neugierig macht. Blut und Schokolade? Was hat das denn miteinander zu tun? Und worum geht es dann in dem Buch? Die Kurzbeschreibung ist leider sehr kurz gehalten, die im Buch gefällt mir besser, da sie mehr Neugierde weckt. Außerdem wird auf der Rückseite des Buches noch geschildert, wie beliebt das Buch in den USA ist und es wird absolut angepriesen. Das wirkt ein wenig nach zu viel des Guten. Ein paar Kommentare von renommierten Zeitschriften hätten es auch getan. Die Schrift ist schön groß und die Kapitel nicht zu lang. Außerdem gibt es noch eine Unterteilung in Monate, die ich persönlich für nicht so wichtig empfand. Aber die Absätze sind gut verteilt.

Anfangs war die Handlung sehr langweilig. Vivian ist sehr selbstbewusst und kriegt Aiden schnell herum. Dann turteln sie rum. Viel mehr passiert nicht – nur die Krise des Rudels wird noch näher gebracht. Erst nach fast 2/3 des Buches wird die Handlung spannend, aber dann ist man auch wirklich gefesselt. Vivians Probleme sind rührend. Sie kommt mit dem Rudel nicht richtig klar, will Aiden ihr wahres Ich zeigen und muss auch noch darum bangen, dass sie an dem Mord schuld ist. Erst ganz zum Schluss löst sich alles auf, das Ende ist eher unerwartet und ich persönlich hatte anderes erhofft. Am Ende wird auch keiner polizeilich bestraft und man liest darüber gar nichts mehr, was ich schade finde. Auch Konsequenzen hatte Vivians Verhalten nicht wirklich. Aus dem Ende hätte man wirklich mehr machen können. Es wurde viel zu schnell abgehandelt als wäre der Autorin die Lust vergangen. Aber ich war total ergriffen von den Geschehnissen. Vivians Probleme haben mich richtig gerührt und immer wieder habe ich mich gefragt, warum sie nicht mit ihrem Rudel über alles redet, aber natürlich wäre das auch gar nicht so leicht gewesen.

Die Charaktere sind nicht allzu vertieft worden, aber das war größtenteils auch gar nicht nötig, da das Wichtigste gut rübergekommen ist und Vivian meistens ohnehin allein war. Allerdings hat mich ihr Charakter ein wenig gestört. Sie ist so selbstbewusst, dass es mich ziemlich erschrocken hat. Es ist eher schwer sich in sie hineinzuversetzen, da sie eine seltsame Denkweise hat. Auch die meisten Rudelmitglieder wirken eher unsympathisch. Gabriel war der einzige, der öfter vorkam, der nicht allzu abschreckend war. Auch das Verhalten der Menschen am Ende war meiner Meinung nach etwas übertrieben.

Klauses Schreibstil ist sehr einfach gehalten und eher etwas für jüngere Teenager. Besonders anfangs erkennt man das gut, während richtige Handlung und ein Plot noch nicht wirklich ersichtlich sind. Wie eine sehr lange Einleitung in die Ereignisse. Vivians Beziehungskenntnisse sind deutlich unter ihrer Altersklasse, wo sie doch angeblich bereits etwas mit einem anderen Rudelmitglied gehabt hatte. Immer wieder hatte ich sie für jünger gehalten als sie eigentlich war. So wird es aber auch geschrieben. Ihre Denkweise ist sehr einfach und erst gegen Ende wird es anspruchsvoller. Ich konnte mir alles gut vorstellen. Es gibt mehr Handlung als Beschreibung, aber im Vergleich zur wörtlichen Rede ist es ausgeglichen.

Ich habe das Buch in knapp zwei Tagen durchgelesen und mittlerweile muss ich sagen, dass ich es gar nicht so schlecht finde wie ich anfangs fürchtete. Wenn man mitten im Geschehen der zweiten Hälfte ist, ist der erste langweilige Teil auch schon vergessen, denn Klause hat damit wieder richtig aufgeholt. Für mich war es eine schöne Lektüre, die auch mitreißen kann.

Fazit: 
Unterhaltung bringt dieses Buch wirklich. Es ist durchaus spannend. Wer Werwölfe mag und sich von unerwarteten Handlungen nicht abschrecken lässt, ist hiermit gut bedient. Natürlich sollte man auch eine Leidenschaft für Romanzen mitbringen, denn dieses Buch ist nichts anderes, auch wenn es mit weniger Kitsch aufwartet.

Gesamt: 3/5

Handlung: 3/5
Charaktere: 3/5
Lesespaß: 4/5
Gestaltung: 4/5
Schreibstil: 3/5
Preis/Leistung: 3/5

Verfasst am: 09.10.2010

Dienstag, 12. Juli 2016

[Aktion] Gemeinsam lesen #006


Diese Aktion leiten Summi und Naddlpaddl von Schlunzen-Bücher. Jeden Dienstag stellt man das Buch vor, das man aktuell liest und beantwortet noch eine zusätzliche Frage.

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du? 

Ich lese gerade "Die Herren der grünen Insel" von Kiera Brennan und bin auf S. 22. 

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite? 

Der Strick zog sich immer fester um den Hals des Mannes.

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Viel kann ich bisher noch nicht sagen, da ich ja bisher gerade mal den Prolog gelesen habe. Aber ich freue mich sehr, diesen Roman lesen zu können, da ich Irland liebe und gerne mehr über das Land lernen möchte. Und wie geht das besser als mit einer großen Portion Historik?

4. Welches deiner bisherigen Bücher wich von der Handlung oder der Erwartung bisher am meisten vom Klappentext ab?

Oh, das ist ja wirklich eine tiefgründigere Frage. Also, ich bin sicher da gab es bei mir schon einige, aber momentan fällt mir spontan kaum eins ein. Bei meinen kürzlich gelesenen Büchern war in dem Punkt wahrscheinlich "Noir" von Jenny-Mai Nuyen die größte Enttäuschung. Theoretisch ist der Klappentext sogar recht passend. Nun, wenn man vielleicht die letzten zwei Sätze ändert, denn es war nie die Rede davon, dass es ein Frevel wäre sich in eine Seelenlose zu verlieben. Abgesehen mal davon habe ich auch so etwas ganz anderes erwartet. Ich kann es nicht genau in Worte fassen, aber eigentlich dachte ich, dass es eine größere Rolle spielen würde, dass Nino sieht, wann andere sterben werden. Und ich dachte natürlich auch, dass hinter den Mentoren und Seelenlosen deutlich mehr steckt.